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Artikel in der Kategorie 2010

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[26 Apr 2011 | Kein Kommentar | ]
Craig Vear – Antarctica

Das entlegenste Naturereignis findet seine akustische Beobachtung. Das Plätschern des eisigen Meerwassers, die zentimeternah beobachteten Wellen. Dann die Eisformationen, das Knirschen der Schollen, der Schnee und das schier unendliche Rauschen des Windes. Schließlich, der Auftritt der Pinguine.

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[25 Apr 2011 | Ein Kommentar | ]
Jeremy Jay – Dream Diary

Jeremy Jay ist ein Träumer. Das war er immer schon. 2007 ging sein Stern am Himmel auf. Eine Instrumentalplatte im Geiste machte den Anfang, seither sind einige Platten mit angedeutetem Gesang nachgeschoben worden. Jeremy Jay wird immer erwachsener. Altklüger, um die Wahrheit zu sagen.

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[22 Apr 2011 | Kein Kommentar | ]
Moritz von Oswald Trio – Horizontal Structures

Es zeigt sich zunächst sehr wenig Struktur. Viel Zeit vergeht, um irgend etwas zu entwickeln. Noch mehr Zeit vergeht, um daraus rhythmische Muster zu bauen. Sind diese dann erst eingeführt, plockern sie mit Ausdauer in eine ungewissen Zukunft. Wann entsteht daraus intelligentes Leben?

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[21 Apr 2011 | Kein Kommentar | ]
Cult Of Youth – Cult Of Youth

Robin Hood reitet durch Nacht und Wind. Auf dem Rücken hat er eine Violine geschnallt, um sich in dunklen Kaschemmen ein Bier zu verdienen. Er ist des Raubens müde. Die Kamera fliegt hinterher. Achtung, nicht Hollywood. Eher so eine Sat1-Movie-Kamera. Manchmal streift sie einen Ast. 3D brauchen wir nicht. So stellt sich das Privatfernsehen eine Wanderhure vor. Hebe den Rock! Lass Robin deinen Rächer sein!

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[19 Apr 2011 | Kein Kommentar | ]
CM von Hausswolff – 800 000 Seconds in Harar

Der eine reiste um zu entfliehen, der andere um sich auf Spurensuche zu begeben. Der eine hatte schon viele Antworten gegeben. Der andere sammelte Indizien. Der eine fand die Bestätigung in der Beschleunigung der Zeit. Der andere war gewillt, die Zeit mit akustischen Mitteln zu dehnen. Eine klangliche Spurensuche.

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[18 Apr 2011 | Kein Kommentar | ]
TV On The Radio – Nine Types Of Light

Ein Anfang ist gemacht. New York wurde kurz verlassen, um mal über den Tellerrand von Williamsburg zu schauen. Die Vorzeige-New Yorker sind nach Los Angeles gereist, denn dort hat nun Kopf Dave Sitek seine Zelte aufgeschlagen. In eines dieser Zelte hat er ein Studio gebaut. Kann doch auch nicht mehr Knöpfe haben?

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[17 Apr 2011 | Kein Kommentar | ]
Channel In Channel Out – The Author and The Narrator

Und wieder wächst eine unspektakuläre Hervorbringung in den Wäldern avancierter Hinzufügungsschleudern. Das Persönliche, das von großer Individualität geprägte Projekt, welches oft keinem bestimmten Genre zuzuordnen ist, scheint besonders dann reizvoll, wenn es Geschichten erzählen kann, und wenn es dem Künstler möglich ist, sich auf mehreren Ebenen zu äußern. Dann wird das Individuelle mit einer charmanten Note naiver Unberührtheit möglicherweise sogar ungewollt zu einem Markenzeichen.

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[15 Apr 2011 | Kein Kommentar | ]
Cass McCombs – Wit’s End

Cass McCombs findet immer mehr zu sich selbst, obwohl er ständig seine Aufenthaltsorte wechselt, bleibt er ruhig und genießt sein Leben als Wanderer. Sein Blick schweift über Tagebücher, über Blumen am Wegesrand oder Spiegelungen im Wasser. Mit schweren Schuhen bewaffnet, schlendert er durch langsames Terrain. Spurensuche und Fährtengeschnüffel.

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[14 Apr 2011 | 2 Kommentare | ]
Panda Bear – Tomboy

Here comes the air. Und here comes noch mehr große Erinnerungsmomente an das Denkmal Beach Boys. „Tomboy“ ist ein Album ohne jede Bodenhaftung, ist ganz dem Medium Luft zuzuschreiben. Vielleicht handelt es sich sogar um einen harmonischen Stratospährencruiser, der ganz weit oben in den äußeren Schichten silbrig schimmert. Ein Cruiser, der im Sonnenlicht blinkt und einsam seine gerechten Bahnen zieht. Noah Lennox erzählt uns Geschichten von der Jugend mit einer musikalischen Ästhetik, die ihre visuelle Entsprechung im durch die Zeit verfärbten Polaroid-Bild findet.

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[13 Apr 2011 | Kein Kommentar | ]
The High Llamas – Talahomi Way

Die Fahrstuhltür klemmt. Seit vier Jahren nun schon. Du musst seit dem die Treppe nehmen, doch Fahrstuhlmonteur Sean O’Hagan ist nun endlich zur Stelle und drückt die Türhälften mit aller Kraft auseinander und schwuppdiwupp fährt er wieder.

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[11 Apr 2011 | Kein Kommentar | ]
Crystal Stilts – In Love With Oblivion

Wieder einmal bricht die Kälte ein. Auf nicht immer leisen Sohlen versucht sie sich in den Mittelpunkt zu drängen. Oft gibt ihr ein Hall so viel Futter, dass du sofort fröstelst. Die psychedelischen Elemente, die die Kälte auch noch im Rucksack hat, versuchen aus der Surfecke herauszukommen.

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[8 Apr 2011 | Ein Kommentar | ]
Bill Callahan – Apocalypse

Jetzt hat Bill Callahan endlich seine eigene Apokalypse.

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[7 Apr 2011 | 2 Kommentare | ]
Seefeel – Seefeel

Was in den 90ern ein von Effekten durchschossener Futon aus Pad-Sounds und anderen Verschwommenheiten war, kommt nun komplett durchrenoviert zurück.

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[6 Apr 2011 | Ein Kommentar | ]
J Mascis – Several Shades of Why

J Mascis zupft. Das Lagerfeuer zischelt, eine Geige spielt sanft kleine schwebende Legatos. Freunde kommen vorbei, sie halten den Schellenkranz oder singen einfach mit, so als wäre die Incredible String Band wieder vereint, um Kinderlieder zu vertonen. J Mascis bleibt sitzen, er schaut sich auf die Finger. Seine Stimme steht so weit vorne, dass man fast glaubt, er hätte singen gelernt. Und im nächsten Moment rutscht seine Stimme wieder einen halben Ton daneben. So wie man es liebt.

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[5 Apr 2011 | Ein Kommentar | ]
The Pains Of Being Pure At Heart – Belong

Was ist nur passiert? Hat der Shoegaze schon wieder seine Schuhe in den Schrank geräumt oder einfach nur mal geputzt, so dass er nun unglaublich glänzt und man ihn nun nicht mehr erkennt? Die Naivität einer Gitarrenband, die ständig auf den Boden guckt, ist dem großen Lächeln des Pop gewichen. Oder geht es hier um Knatze?