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Artikel in der Kategorie 2010

2010, 2010, 2017, Elektronik, Musik, Zeitleiste »

[19 Mrz 2017 | Kein Kommentar | ]
Tornado Wallace – Lonely Planet

Der Trommelkurs trifft sich im Tropenaquarium und unterhält ganz unverfroren eine Ausflugsgesellschaft von Fender-Rhodes-LiebhaberInnen.

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[8 Jan 2013 | 2 Kommentare | ]
Django Unchained – OST

Tarantino ist ja dafür bekannt, dass er seine Filme mit Retro Chique unterlegt. Wir wissen aber auch, dass er gerne, trotz aller Übertreibung, authentisch bleiben möchte. So mischt er vergnüglich Spagetti-Western-Soul mit HipHop. Wäre Amy Winehouse noch am Leben, sie dürfte nicht nur mitspielen, sie dürfte auch das Titellied trällern.

2010, 2012, Folk, Musik, Rezensionen, Zeitleiste »

[12 Jan 2012 | Kein Kommentar | ]
Laura Gibson – La Grande

Hat es was mit Selbstbewusstsein oder Selbstvertrauen zu tun, wenn man aus der dunklen Ecke ins Licht steigt, um mit Rhythmik und Schlagzeug Songs laufen zu lassen? Hat man dann den Sprung aus der gekrümmten Haltung geschafft, die viele Folkmädchen inne haben, um noch zerbrechlicher zu wirken? Nein! Laura Gibson lässt sich treiben, sie lässt den Song laufen. Endlich!

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[3 Jun 2011 | 3 Kommentare | ]
Buke & Gass – Riposte

Die letzten Tage habe ich das Wort Polyrhythmik fast inflationär benutzt. Woran das liegt, weiß ich nicht. Auch Buke & Gass bekommen dieses Wort auf ihre Musik gedrückt. Kann man halt nichts machen. Ist so.

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[10 Mai 2011 | Ein Kommentar | ]
Andreas Bick – Fire And Frost Pattern

Die Naturgewalten der extremen Temperaturen. Hitze und Kälte. In unseren kulturgeformten Bildern und Begriffen sind sie die Symbolträger des Gegensätzlichen schlechthin. Selten sind wir jedoch in ihrer Nähe. Was wäre, wenn man die Pole einmal nicht nur als Klimawaagschalenhalter des Planeten betrachten würde? Dazu Vulkanismus und Plattentektonik als Voraussetzung für die Entstehung von Leben auf der Erde einfach mal hinter ihren akustischen Eigenschaften zurücktreten lassen könnte?

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[14 Jun 2010 | Kein Kommentar | ]
Pernice Brothers – Goodbye, Killer

Harmonie ist das Zauberwort! Die Béchamelsauce das Topping. Die Pernice Brothers lutschen die alten Drops und riechen nach Sonnenmilch. Immer schön eincremen, sonst verbruzzelt deine alte weiße Haut! Nach dreijähriger Pause melden sich die Brüder um Joe zurück. Der Mix ist gleich geblieben. Immer noch tragen die Songs die schönsten Beatles-Stoffe und auch Brian Wilson bleibt der Ausgangspunkt für großangelegte poppige Klänge. Warum sollte man auch was ändern? Einmal Fan, immer Fan!

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[8 Mrz 2010 | Kein Kommentar | ]
jj – jj nº 3

Was ist eigentlich mit leichter Popmusik? Darf man noch Musik hören, die einen nicht fordert oder sauer aufstoßen lässt? Und deren Coolheitsgrad unter null liegt? Vielleicht sind die Normalos jetzt die Freaks? Die Schweden haben es da irgendwie raus. jj aus Göteborg sind Pop-Gammler, die ihre Träume einfach per Flaschenpost in die Welt tragen, egal welcher Hörer sie nun findet. Die Flasche ist gefüllt mit gefühligem Radio-Pop. Doch ist das schlimm? Nein, es ist wunderbar!

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[5 Mrz 2010 | Kein Kommentar | ]
The Durutti Column – A Paean to Wilson

Der Hubschrauber fliegt tief. Er fliegt die Filmkamera sehr tief über die dicht von tropischem Wald bedeckte Traummeeresbucht. Scharfkantige Felsen säumen schroffe Sandsteinhänge. Ein kleiner Wasserfall ergießt sich in azurblaue Tiefen. Der obligatorische Greifvogel zieht seine einsamen Kreise und ein unsichtbarer Pilot hält spektakulär auf den nächsten Felsvorsprung am Ende der Bucht. Nur noch wenige Meter scheinen die Kamera von der sich leicht kräuselnden Wasseroberfläche zu trennen. Es wird eng. Dann das achterbahnartige Abdrehen im letzten Moment. Schon öffnet sich die nächste Bucht mit dampfenden Wäldern.

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[4 Mrz 2010 | 3 Kommentare | ]
Joanna Newsom – Have One On Me

Joanna trägt ihre Harfe durch das Hotelzimmer. Sie braucht keine Hilfe. Es ist ihr Baby und da lässt sie keinen Fremden dran. Ein schwerer Brocken ist auch ihr neues Album. Zwei Stunden Musik auf drei Scheiben, das ist schon mal eine Ansage. Ihre Hörerschaft wartet schon seit geraumer Zeit gespannt auf die ersten Töne und wird belohnt. Alle anderen werden Joanna mit großen Augen angucken und fragen: “Warum machst du das?“

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[27 Feb 2010 | Kein Kommentar | ]
Holly Miranda – The Magician’s Private Library

Holly Miranda will keine Elfe sein! Gar nicht so einfach, wenn einem so eine Stimme innewohnt. New York ist natürlich auch ein Ort, an dem man schon mal versumpfen kann, doch Holly hat ihr großes Ziel stets vor Augen. Ein Popstar möchte sie werden und sie tut kräftig daran, diesen Wunsch wahr werden zu lassen. Vergesst die spitzen Elfenohren! Ihre Connections sind da auch recht hilfreich, um ein anderes Bild zu erzeugen. Dave Sitek von TV On The Radio als Produzenten zu gewinnen, ist natürlich ein Husarenstreich.

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[25 Feb 2010 | Ein Kommentar | ]
Xiu Xiu – Dear God, I Hate Myself

Jamie Stewart taumelt wieder durch die Blutlachen. Die Synthies fiepen wild und seine Stimme wird dreifach übereinander geklatscht, damit sie noch majestätischer unter allem klebt. Die körperlichen Qualen zermürben dir den freien Tag. Jamie Stewart hat einen Apfel zwischen den Ohren, der reicht ihm fürs Denken vollkommen. Kernspaltung. Und Gott? Der kann schon lange nicht mehr helfen. Jede Beichte wird zur Selbstkasteiung, die Stewart aber lieber mit brennenden Zigaretten als mit dem Rosenkranz vollzieht.

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[23 Feb 2010 | Kein Kommentar | ]
Balmorhea – Constellations

Wie eine Zartbitter-Schokolade legt sich „Constellations“ um deine Hüfte. Die Kalorienanzahl lässt dich schlucken. Nicht schon wieder dieser JoJo-Effekt. Doch du hast noch drei Tafeln. Was weg muss, muss weg. Niemand kann dir helfen. Dein Diätberater gibt gerade dein Geld aus. Du öffnest das dunkle Papier und riechst an dem braunen Brocken als wäre es Heroin. Balmorhea aus Austin nutzen jede Möglichkeit zur Pause. Sie schleichen um dich rum, wie die Aasgeier. Ruhe gehört zu ihrem Geschäft, genau wie Klassik und die Avantgarde.

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[19 Feb 2010 | Kein Kommentar | ]
Shearwater – The Golden Archipelago

Wie weit sind wir schon gesegelt? Der Anlegeplatz ist schon nicht mehr zu sehen. In der Kombüse dudelt Pink Floyd und Kate Bush ist als Galionsfigur unter dem Bugspriet angebracht worden. Es wird eine lange Reise werden mit einem Ziel, das wohl nur der Kapitän kennt. Der Mannschaft ist es anscheinend schnuppe, denn wenn man sie befragt schüttelt die geschlossen den Kopf. Ein Team hält zusammen, gerade bei so hinterhältigen Fragen. Alle Karten sind von Bord geschafft worden. Austin, Texas ist ausradiert.

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[16 Feb 2010 | Kein Kommentar | ]
Broadcast 2000 – Broadcast 2000

Wer das Schlafzimmer als Ort der Kreativität bezeichnet, ist ein Angeber! Auch Joe Steer spuckt große Töne. In London scheinen die Schlafzimmer voller Glockenspiele zu sein. Sie gehören wohl zum Inventar, das würde auch die horrenden Mietpreise erklären. Joe Steer igelt sich ein und verlässt das Haus nur, um ein paar Cracker zu besorgen. In Jogginghose sitzt er auf seinem Bett und komponiert. Indie-Folk-Pop soll es werden. „Mal sehen“, denkt sich Joe und streichelt die Ukulele. Sein Tenor bringt ihn immer wieder auf die richtige Spur.

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[15 Feb 2010 | Kein Kommentar | ]
Jaga Jazzist – One-Armed Bandit

Ein Kopf wurde schon gekürzt, doch da sind immer noch neun Gehirne, die versuchen einen klaren Gedanken zu fassen. Die Bläser blasen gegen Fusion-Gitarren und das Schlagzeug versucht mit dem Flanger-Bass eine Wochenendbeziehung zu führen. Die Norweger Jaga Jazzist legen nun schon, wenn man die EP’s auch mitzählt ihr neuntes Album vor und nicht vieles hat sich verändert. Immer noch sind wahnsinnig viele Musikstile involviert. Da fliegt schon mal eine Fernsehmelodie vorbei und grüßt Captain Future mit einem Nebelhorn. Die Galaxie hat nicht nur einen Todes-Stern.