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Artikel in der Kategorie 2009

2000, 2009, Musik, Pop, Rezensionen, Zeitleiste »

[9 Jul 2009 | Kein Kommentar | ]
Flare Acoustic Arts League – Cut

LD Beghtol ist kein Unbekannter. Doch Stars sehen irgendwie anders aus. LD hatte auf der genialen “69 Lovesongs” der Magnetic Fields gesungen. Viele werden jetzt sagen : “Stimmt! Der mit der hohen Stimme, oder?” Genau! Hier ist es ähnlich. Nur das LD jetzt das Zepter schwingt und andere als Gäste fungieren.

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[7 Jul 2009 | Kein Kommentar | ]
Passion Pit – Manners

Wer dieser Tage in der Grube aus Leidenschaft und angesammelter Wut hockt macht alles richtig. Wer “The Edge” als Vorbild preist, mit aller Kraft versucht der perfekte Chartstürmer zu werden und so vor Allgemeinplätzen nicht zurückschreckt, hat die Taschen schnellstens voller Visitenkarten. Doch eine genaue Berufsbeschreibung fällt da eher schwer. Discothekenbesitzer mit Hang zu Hymnenhaftigkeit? Oder doch lieber Gitarrennerdpopper mit Falsett, verdreifacht statt gedoppelt?

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[6 Jul 2009 | 3 Kommentare | ]
Moritz von Oswald Trio – Vertical Ascent

Moritz von Oswald, bekannt durch Maurizio, Rhythm & Sound und Mitbegründer der Label Basic Channel und Chain Reaction, wendet sich in jüngster Zeit verstärkt neuen Projekten zu. Jetzt gibt er sich gemeinsam mit Vladislav Delay und Max Loderbauer als Trio die Ehre und verhandelt zwei seiner musikalischen Hauptaspekte neu: Dichte und Leichtigkeit. Das Moritz von Oswald Trio versucht sich an einem vage beschriebenen Experiment. Wie verändert sich der Klang in seiner Bewegung im offenen Raum? Und wie viele und wie dichte Rhythmuspatterns verträgt eine solche Versuchsanordnung?

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[5 Jul 2009 | Ein Kommentar | ]
Jack Peñate – Everything Is New

Jack Peñate ist zurück. Und wie! Alles ist neu! Und Jack meint es ernst. Das launige, vor sich hinhüpfende, von Housemartins und Billy Bragg beeinflusste Debüt “Matinée” scheint vergessen. Rave ist nun angesagt. Dance-Elemente mischen sich mit seiner zu Robert Smith gereiften Stimme. Indie-Rave für Charlatans- und Style Council-Anhänger. Den Hall als neues Stilmittel für sich entdeckt nutzt Jack Peñate seine außergewöhnlichen Songwriterfähigkeiten, um uns tanzscheue Pubsteher auf die vernebelte Tanzfläche zu locken.

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[2 Jul 2009 | Kein Kommentar | ]
La Roux – La Roux

Die 80er Jahre sind immer noch präsent. Nicht nur in der Mode, auch in der Musik. La Roux nutzen alle heutigen Möglichkeiten, um ein Retroalbum, wie dieses eines ist, unters Volk zu bringen. Natürlich spielt auch der Style eine gewichtige Rolle. Elly Jackson hat sich eine Frisur auf den Kopf schneiden lassen, die ein wahrer Hingucker ist. Flammendrot kurz mit ausladener Tolle.
Für jeden Fotografen und Transgendersympathisanten ein gefundenes Fressen. Der Bravofotostarschnitt könnte ein Comeback vertragen. Und Elly Jackson wäre meine erste Wahl. Sie strahlt kühlen Sex aus und dieses Burschikose …

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[29 Jun 2009 | 2 Kommentare | ]
Wilco – Wilco (The Album)

Wie eine alte fusselige Wolldecke kommt das neue Wilco-Album daher. Warm und leicht kratzig auf der Haut. Doch nach all den Jahren ist dieses Gefühl so angenehm vertraut, dass man sich gerne mit ihr schmückt. Jeff Tweedy schreibt immer noch tolle Songs. Warum sollte sich das auch geändert haben? Nach den epischen Platten “A Ghost Is Born” und “Sky Blue Sky” wirkt Wilco (The Album) recht entschlackt. Puristisch ist das falsche Wort, denn überall klingen Instrumente nach und füllen in wunderbarem Zusammenspiel jede noch so kleine Lücke.

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[28 Jun 2009 | Ein Kommentar | ]
Sonic Youth – The Eternal

Sonic Youth klingen auf “The Eternal” wie eine Band, die wie Sonic Youth klingt. Eine, die es gut macht. Aber eine, der auch nichts Neues einfällt.
“The Eternal” ist nichts Gravierendes vorzuwerfen, wir hören die typischen Harmonien und deren Wechsel. Wir hören den typischen Hit, z.B. einen wie “Antenna”. Wir hören die typischen Sonic-Youthschen Gitarrenklänge, mal gedeckt rockig, mal crunchy verzerrt, mal jaulend als dritte Gitarre hinterhergezogen. Und wir hören die typischen Stimmen in ihren typischen Lagen, wenn wir nicht gerade eine typische Instrumentalpassage hören.

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[25 Jun 2009 | Kein Kommentar | ]
God Help The Girl – God Help The Girl

Frauenstimmen sind schon was ganz Feines. Stuart Murdoch hat nun solche um sich gescharrt. Der Belle and Sebastian-Kopf scheint viele tolle Frauen zu kennen. Gleich neun fotogenen Aushilfssängerinnen hat er die Studiokopfhörer übergestülpt. So veredeln diese dann seine Sixtiespopdramoletten. Ein vielköpfiges Orchester schnulzt und schmalzt bei jeder Mitpfeifkomposition auf dem ersten Loch. Alles klingt sauber und am richtigen Platz. Dusty Springfield und Nancy Sinatra fönen sich ihre Haare zu Türmen. Lupenreiner Pop quillt aus allen erdenklichen Ritzen.

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[22 Jun 2009 | Ein Kommentar | ]
Gossip – Music For Men

Der Hype um Gossip nagt an Beth Dittos Bauch. Clevere Schachzüge, wie die Karl-Lagerfeld-Adelung, eine Rampensauveranlagung und so in jede Kamera Körper und Gesicht zu halten, verdienen marktwirtschaftlichen Respekt. Doch was machen Gossip eigentlich für Musik? Kennt oder besitzt sogar irgend jemand auf diesem Planeten ein Gossip-Album? Bei Straßenumfragen mit Beth Ditto-Fotos erhält man stirnrunzelnd die Antwort: “Das ist doch diese dicke Lesbe!”

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[20 Jun 2009 | Kein Kommentar | ]
The Maccabees – Wall Of Arms

In der Kirche hallt immer alles so schön. Doch wenn es nach Kirche klingt, wirkt es auch automatisch ein wenig größer als es eigentlich ist. Das ist das Hauptproblem der Maccabees. Sie wollen groß sein. Sie greifen nach den von Arcade Fire verfeuerten Sternen. Manchmal erwischen sie sogar einen, doch des öfteren fahren sie mit leerem Körbchen heim.

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[18 Jun 2009 | Kein Kommentar | ]
Cass McCombs – Catacombs

Vorsichtig schiebt Cass McCombs den Vorhang zur Seite. Er schaut kurz mit beherztem Blick in die Runde und schwuppdiwupp ist er wieder verschwunden.
Der zurückhaltene Songpoet hat sich mal wieder in einem Studio eingeschlossen. Ein paar Jungs helfen an diversem Instrumentarium. Perfekt unperfekt kommt alles auf leisen Sohlen dahergetrippelt.
Unaufgeregte Songs mit tollen Texten und kleine Hits lockern zwischendurch das traurige Gesamtkonzept ein wenig auf.

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[15 Jun 2009 | Kein Kommentar | ]
Berry – Mademoiselle

Mit dem alten Citroën brummt Berry los. Das Kassettendeck schwächelt, so dass sie am besten gleich eigene Liedchen trällert.
Federleicht singt es sich immer noch am schönsten. Nicht zu laut, da die Stimme geschont werden muss für laute Diskussionsabende am Lagerfeuer über den Untergang des Chansons. Der Mainstream hat den Chanson längst geschluckt. So schwappen immer mehr Chanteusen der neuen Schule zu uns frankophilen Baguetteverzichtern herüber.

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[13 Jun 2009 | 2 Kommentare | ]
SND – Atavism

SND aus Sheffield sind mit ihrem vierten Studioalbum “Atavism” zurück. Der Titel verweist auf ein Prinzip, das für scheinbar überkommene Kompositionstechniken steht. Das Vereinfachung bemüht. Das Monophonie zentralisiert. Dieses Vorgehen als Rückfall in Überholtes zu bezeichnen, könnte man SND als übertriebene Bescheidenheit auslegen. Muss man aber nicht. Denn alles was hier in seiner Konzeption archaisch ist, ist in seinem Wirken – nicht nur auf die elektronischen Musik – höchst modern.

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[12 Jun 2009 | Kein Kommentar | ]
John Zorn – Alhambra Love Songs

Versalzen ist hier nichts. Und trotzdem scheint Zorn bis über beide Ohren verliebt.Der Ausnahmekomponist, mit Hang zu Workaholism, herzt und bauchpinselt seine Lieben. “Alhambra Love Songs” ist süß aber nicht klebrig. Zorns Musiker Rob Burger, Greg Cohen und Ben Perowsky säuseln und geben Kusshand. Piano, Bass und Drums. Wahre Liebe benötigt meistens nicht mehr.
Böse Zungen behaupten, dass sich Zorn nun in den Chill-Out-Areas New Yorks verirrt hat. Doch würden Easy Listening-Schandtäter dem Bösewicht Mike Patton einen Song widmen?

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[8 Jun 2009 | Kein Kommentar | ]
Elvis Costello – Secret, Profane & Sugarcane

Der Mann mit der Brille lädt erneut zur Bluegrass-Offensive. Seine Musikanten bespielen ihre Instrumente etwas steif, aber mit Lust.T Bone – Burnett hat in nur drei Tagen ein zorniges, mit klassischen Costelloakkordwechseln bestücktes, countryinfiziertes Altherrengedeck eingetütet. Natürlich darf er auch ein bißchen mitkomponieren und seine Kay 161 aufs Band spielen.