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Artikel in der Kategorie 2000

2000, 2006, Klassiker, Zeitleiste »

[23 Jun 2011 | Kein Kommentar | ]
Klassiker: Sibylle Baier – Colour Green

Manchmal gibt es MusikerInnen, die wissen gar nicht, dass sie es sind. Sie wollen es gar nicht sein, denn ihre Musik ist für den Hausgebrauch entstanden. So zwischen Tür und Angel oder am Lagerfeuer. Irgendwo in einer stillen Minute.

2000, 2001, Not Available, Zeitleiste »

[30 Mrz 2011 | Ein Kommentar | ]
Not Available: David Bowie – Toy (2001)

Selten gibt es einen aktuellen Anlass für die Serie Not Available, in der es um Platten geht, die niemals erschienen sind. Gut, da waren die Klaxons, die zwischen ihrem ersten und zweiten Album noch eine Folk Platte eingespielt haben sollen, aber sonst? „Toy“ von David Bowie bietet sich derzeit an, da die mittlerweile zehn Jahre alten Aufnahmen inzwischen geleaked wurden.

2000, 2008, 2009, Not Available, Zeitleiste »

[1 Sep 2010 | Ein Kommentar | ]
Not Available: Klaxons – Das Folkalbum (2008 – 2009)

2007 waren die Klaxons und Nu Rave das Große Ding. Nun bringen sie mit “Surfing The Void” den langerwarteten Nachfolger zu “Myths Of The Near Future” raus. Und in der Zeit zwischen den beiden Platten brodelte die Gerüchteküche. Sogar, dass ihr Label sie droppte, da sie mit dem zweiten Werk so gar nichts anfangen konnten, war zu lesen.

2000, 2009, Musik, Pop, Rezensionen, Rock, Zeitleiste »

[26 Feb 2010 | 2 Kommentare | ]
Tripping The Light Fantastic – EP

Die Welt ist manchmal grau und böse. Menschen sind manchmal grau und böse. Hamburg ist manchmal grau und böse. Schubladen werden geöffnet, man steckt schnell die wichtigsten Utensilien hinein und wartet auf den Einbrecher, der mit seinen spitzen Fingern schon vor dem Haus wartet und das Kostbarste rauben möchte, das du besitzt. Manchmal sind es nur Kinkerlitzchen.

2000, 2009, Disco, Funk, Musik, Rezensionen, Zeitleiste »

[16 Jan 2010 | Kein Kommentar | ]
Lindstrøm & Christabelle – Real Life Is No Cool

Sind die in das Album als Reverse-Sample-Collage einführenden Stimmenschichtungen programmatisch gemeint? Und, wie chic ist es, sich seine musikalische Rückwärtsgewandtheit auf links gekrempelt als pralles Trend-Mäntelchen über zu werfen, um so selbstvergessen Downtown zu tänzeln?
Im Mittelpunkt des abendlichen Interesses Sehnsucht- und Süßstoff-Problematiken mit ein und dem selben Event zu kanalisieren, stehen die nur Stunden zuvor in unbekannten englischsprachigen Hochglanzmagazinen entdeckten Modestrecken. Ausgelegt strahlen diese neben den ebenso hochklassigen wie kilojoulereichen konditorischen Theken angesagter Tagescafés für junge Mütter mit sanftem Mut und weichen Schals.

2000, 2009, Blues, Chanson, Musik, Rezensionen, Zeitleiste »

[14 Jan 2010 | Kein Kommentar | ]
Charlotte Gainsbourg – IRM

Der Hauch des Liedhaften hatte einst identitätsstiftende Wirkung für ganze Kulturnationen, und das liederlich gehauchte, welches damals Legendenstatus errang, schien erst in seiner tonalen Ausdruckslosigkeit alles auszudrücken. Insofern mochte es ebenso folgerichtig wie behutsam sein, dass Charlotte Gainsbourg für ihr nach Jahren der erfolgreichen Schauspielerei drittes Album „5.55“  mit den eloquenten Pop-Erneuerern Air eine mehr als gelungene Zusammenarbeit erreichte. Denn in Air sieht der internationale Blick die Linie nicht nur der traditionell französischen Unterhaltungsmusik konsequent ins 21. Jahrhundert transformiert.

2000, 2009, Industrial, Musik, Pop, Rezensionen, Zeitleiste »

[18 Dez 2009 | 2 Kommentare | ]
Former Ghosts – Fleurs

Da wackeln die Eier im Karton. Die Bohrmaschine liegt fest in der Hand. Die Hi-Hat steht neben der Rohrzange. Deine Baustelle wird zum Tatort und du machst dich „Obenrum“ frei. Du zeigst, was du hast. Dein Tittenansatz verstört, doch jeder Auswuchs ist von Gott gewollt. Der Teekessel pfeift und die Bassdrum poltert wild drauf los. Die Synthies stehen wie eine Eins. Dein Megaphon ist schon voll Spucke gelaufen. Trauerarbeit sieht anders aus.

2000, 2009, Musik, Punk, Rezensionen, Zeitleiste »

[17 Dez 2009 | Kein Kommentar | ]
The Slits – Trapped Animal

Das „Oben Ohne“- Cover der Slits liegt schon Jahrzehnte zurück. Damals ging ein Aufschrei durch Englands Königreich. Die Punkikonen wirbelten durch das Musikbiz und hinterließen offene Münder. Ihre Mischung aus Punk und Reggae feierte das Aufbegehren der Jugend. Die Sex Pistols zogen sich lustige Klamotten an und Johnny Rotten spuckte Gift und Galle. Natürlich wollten auch die Frauen mitspielen und gründeten eigene Bands. Joe Strummers Freundin Paloma und Arianne hielten die Mädelsfahne am Höchsten. Was die Jungs können, können wir schon lange.

2000, 2009, Musik, Rezensionen, Rock, Zeitleiste »

[15 Dez 2009 | Kein Kommentar | ]
Grant Hart – Hot Wax

Grant Hart fährt sich mit der Hand durch das verfilzte Haar. Seine Drumsticks liegen in seinem Proberaum in einer alten Squash-Tasche in der hintersten Ecke. Auch seine Fußmaschine und die ollen Becken sind dort verstaut. Seine Gitarre hat mehr als ein F-Loch. Der SST-Schriftzug ist längst abgefahren. Doch Songs schreibt er immer noch und die möchte er auch unter die Leute bringen. Das “Wie” ist egal. Das “Was” ist viel wichtiger.

2000, 2009, Folk, Musik, Rezensionen, Zeitleiste »

[14 Dez 2009 | Kein Kommentar | ]
Espers – III

Du trocknest die gesammelten Kornblumen in einem Buch. Ob auf dem Klappentext „Moby Dick“ steht, interessiert dich nicht. Dick und schwer muss es sein. Genau in die Mitte legst du sorgfältig deine Blümchen.

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[12 Dez 2009 | Kein Kommentar | ]
My Dad Is Dead – A New Clear Route

Mark Edwards könnte sich in Cleveland an irgendeine Supermarktkasse setzen und würde nicht auffallen. Sein Kassengestell lässt ihn auch nicht nerdiger aussehen als die Kundschaft. Nur, dass dieser Edwards mal eine Indierock-Szenegröße war, ahnt niemand. Heute bezeichnet er Chapel Hill als seine Heimat, doch Cleveland bleibt in Herzensweite. Seine Klassiker „The Best Defense” und „The Taller You Are, The Shorter You Get“ erschienen zu einer Zeit als das Label Homestead noch ein Gütesiegel für ausgefallenen Rock war und eine Band wie Dinosaur Jr. noch vergaß, ihr Jr. auf die Platte …

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[11 Dez 2009 | Kein Kommentar | ]
The Mountain Goats – The Life Of The World To Come

Der Aushang am schwarzen Brett lässt dich stutzen. Der Gebetskreis lädt zu Kaffee und Kuchen. Als du überpünktlich Raum 103 erreichst staunst du erneut. Auf dem Flur warten schon einige Indie-Jünger, darunter etliche weibliche. Sie tragen diese konservative Schuluniform mit weißen Kniestrümpfen, und die haben dich schon immer ein bißchen spitz gemacht. Jetzt nur nicht auf falsche Gedanken kommen. Nicht den Anlass aus den Augen verlieren.

2000, 2009, Elektronik, Musik, Rezensionen, Worldmusic, Zeitleiste »

[10 Dez 2009 | 2 Kommentare | ]
Mapstation – The Africa Chamber

Seit einigen Jahrzehnten gibt es an der Grenze zwischen Simbabwe und Sambia einen großen See, der während seiner Bauzeit nach der Königin von England Elisabeth-II-See genannt worden war. Mit einer Länge von 280 km und einer Fläche von bis zu 3000 qkm ist er einer der größten Stauseen der Welt. Heute nennt man ihn Karibastausee.

2000, 2009, Elektronik, Musik, Rezensionen, Worldmusic, Zeitleiste »

[8 Dez 2009 | Kein Kommentar | ]
Matias Aguayo – Ay, Ay, Ay

Tschilp, tschilp, tssich, ouuaahoo… Für das Konzept fast ausschließlich vokale Akte auf seinem ersten Soloalbum „Ay, Ay, Ay“ zu benutzen ist Matias Aguayo viel gelobt worden. Mit recht, so etwas kannte man doch bis dato nur von Björk mit “Medúlla“. Die Imitation maschinisierter Instrumentierung elektronischer Tanzmusik wirkt bei Aguayo wie ein individueller Befreiungsschlag, der die Skala der Konnotationen seines melodischen Oevres um traditionelle lateinamerikanische Musik in die eine und Humor in die andere Richtung erweitert.

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[7 Dez 2009 | Kein Kommentar | ]
Baroness – Blue Record

Deine Haare wehen im Wind. Falls mal kein Windchen geht, schmeisst du den Ventilator an. Nur wehendes Haar ist gutes Haar. Lange Haare bei Männern sind leider verpönt. In Frauenzeitschriften musst du lesen, dass das affig aussieht. Mist, das hat alles jetzt zwei Jahre gedauert und nun soll der Wildwuchs wieder ab? Gitarrespielen ohne fliegendes Mosh-Haar macht auch nur halb so viel Spaß. Der Vollbart ist das neue Metalindiz. Steht sogar in der Bravo. Baroness haben beides. Auch Muskel-Shirts mit blutigen Schriftzügen drauf.