Artikel in der Kategorie Worldmusic
2010, 2011, Musik, Rezensionen, Worldmusic, Zeitleiste »
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Der billige Drumcomputer ist im Sand vergraben worden. Doch auch der neue Percussion-Sound klingt nicht nach Trevor Horn. Group Doueh haben sich auf ihrem dritten Album weiter entwickelt. Von der mit angezerrten Gitarren, die aus einem Kofferradio plärrten, zugeklatschten Hochzeitsband sind sie zu einer Meditationsband geworden.
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Zuerst musst du den Schulp entfernen! Das Tintensäckchen vorsichtig abtrennen. So jetzt kann es fast schon losgehen. Dein Pulpo grinst noch ganz süß. Mit dem Holzhämmerchen machst du ihn mürbe! El Guincho liebt das sommerliche Gefühl, die olivenölgeschwängerte Luft und den Knoblauchgeschmack im Rachenraum. Seine Steeldrums spielen locker den Beat des Sommers. Hola und Hallo!
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Ein neuer Morgen ist angebrochen. Die großen Herden geraten in Bewegung und die Jäger ziehen ihnen mit gemessenem Abstand nach. Wenn sie erfahren sind, besitzen sie größte Geduld und folgen den Antilopen, wenn es nötig sein sollte, bis in den trockenen Norden. Das kann Tage oder Wochen dauern. Irgendwann am nächsten Brunnen ist es fast windstill. Ein leises Tropfen. Innehalten. Doch dann erklingt ein brüchiger Ton. Es ist die Harfe der Jäger.
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Die Likembe ist ein Zupfdiophon. Metallzungen sind auf einem Brett befestigt. Sie werden mit den Fingerspitzen gezupft. Die Kongolesen Konono No.1 haben das Spiel der sogenannten Daumenklaviere revolutioniert. Das Tempo ist unbeschreiblich hoch, die Töne fliegen rauschartig durch die Tracks. Selbstgebaute Verstärker aus Abwrackautos geben den Likemben nun eine ungeheure Kraft und Lautstärke. Das Chaos regiert, die Beats klöppeln sich in Ekstase und Call-and Reponsegesänge schlagen sich durch Trillerpfeifen.
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2000, 2009, Elektronik, Musik, Rezensionen, Worldmusic, Zeitleiste »
Seit einigen Jahrzehnten gibt es an der Grenze zwischen Simbabwe und Sambia einen großen See, der während seiner Bauzeit nach der Königin von England Elisabeth-II-See genannt worden war. Mit einer Länge von 280 km und einer Fläche von bis zu 3000 qkm ist er einer der größten Stauseen der Welt. Heute nennt man ihn Karibastausee.
2000, 2009, Elektronik, Musik, Rezensionen, Worldmusic, Zeitleiste »
Tschilp, tschilp, tssich, ouuaahoo… Für das Konzept fast ausschließlich vokale Akte auf seinem ersten Soloalbum „Ay, Ay, Ay“ zu benutzen ist Matias Aguayo viel gelobt worden. Mit recht, so etwas kannte man doch bis dato nur von Björk mit “Medúlla“. Die Imitation maschinisierter Instrumentierung elektronischer Tanzmusik wirkt bei Aguayo wie ein individueller Befreiungsschlag, der die Skala der Konnotationen seines melodischen Oevres um traditionelle lateinamerikanische Musik in die eine und Humor in die andere Richtung erweitert.
2000, 2009, Easy Listening, Folk, Musik, Pop, Rezensionen, Worldmusic, Zeitleiste »
Der Steckrübeneintopf schmurgelt auf dem Herd. Ein guter Rotwein atmet still vor sich hin. Die Kerzen beteuern eine Romantik, die mit viel Phantasie die schönste, je dagewesene verkörpert. Das Essen wird aufgetan. Das Grobgemüse duftet durchs verdunkelte Speisezimmer. Mit dem Piloten wird eine CD auf “Repeat” gestellt. Heute wird gefüßelt. Erst unter dem Tisch, dann zu vorgerückter Stunde in der Pofe.
2000, 2009, Jazz, Musik, Reggae, Rezensionen, Rock, Worldmusic, Zeitleiste »
Schon mal über Tempowechsel nachgedacht? Schon mal Polyrhythmik rückwärts buchstabiert? Schon mal TV On The Radio mit Sturmmasken den Zulu-Blues geblasen? Die Black Jacks kommen aus Johannesburg und braten uns eins über. Das Quartett stolpert durch wirre Klangwelten, in denen David Bowie ungeschminkt die Aschenbecher ausleckt.
2000, 2009, Funk, Musik, Rezensionen, Soul, Worldmusic, Zeitleiste »
Das Strickmützchen sitzt wieder eng am Kopf. Auch die Sonnenbrille gehört zum klassischen Afro-Beat, wie der Perkussionsbaum. Alles was Rhythmus schafft, darf geschüttelt werden. Tony Allen, mittlerweile 69, hatte zusammen mit Beatmaster Fela Kuti in den sechziger Jahren die Mixtur aus Jazz, Funk und afrikanischen Einflüssen ins Leben gerufen. Der Ausnahmedrummer, und Meister der Polyrhythmik, schmeißt nun, nach seinem Ausflug ins Pop-Genre (The Good, The Bad And The Queen), ein neues Afro-Beat-Geschoss auf den Weltmarkt.
2000, 2009, Folk, Musik, Pop, R'n'B, Rezensionen, Rock, Worldmusic »
Der Taktstock wird in den Himmel gereckt. Die Augen werden geschlossen. Durchatmen. Die Lichter gehen an. Alle auf einmal. Rote, grüne, gelbe, blaue, lieber Herrgott komm und schaue… Und zack! bekommst du die flache Hand durchs Gesicht gewischt. Wohlig warm werden deine Wangen und ein kurzes Glücksgefühl befällt dich. Wie schon beim Vorgänger “Rise Above” hat man ständig ein Grinsen in der Visage. Damals waren es noch Black Flag-Coverversionen basierend auf der Erinnerung des Masterminds David Longstreth.





