Artikel in der Kategorie Worldmusic
Disco, Elektronik, Folk, Funk, HipHop, Musik, Pop, Rezensionen, Rock, Worldmusic »
Im Restaurant bestellen Yeasayer immer drei Hauptgänge und einen großen Teller. Alles wird zu einer Pampe zermatscht und zusammen mit nur einer Gabel verspeist. Man muss sich halt vertrauen können. Unter dem Tisch werden kleine Rekorder aufgestellt. Yeasayer brauchen O-Töne. „Odd Blood“ will anders sein und ist anders. Geräusche und obskure Töne leiten jeden Song durch den selbst auferlegten Wahnsinn.
Musik, Pop, Reggae, Rezensionen, Rock, Worldmusic »
Die Segelschuhe liegen auf Deck. Die Jungs sind barfuß in den Tiefen der Bark abgetaucht. Unten gibt es Häppchen und Prickelbrause. Ihre Pullunder haben sie lässig über die Schultern geworfen. Die wenigen Brusthaare wurden bei “Wax in the City” entfernt. Schnell noch ein paar Tropfen Creed auflegen, denn gleich kommen potenzielle Sexualpartnerinnen. Das Paul Simon-Poster wird eifrig mit Fischer-Netzen verschönert. Der Sommer guckt über die Reling.
Elektronik, Musik, Rezensionen, Worldmusic »
Seit einigen Jahrzehnten gibt es an der Grenze zwischen Simbabwe und Sambia einen großen See, der während seiner Bauzeit nach der Königin von England Elisabeth-II-See genannt worden war. Mit einer Länge von 280 km und einer Fläche von bis zu 3000 qkm ist er einer der größten Stauseen der Welt. Heute nennt man ihn Karibastausee.
Elektronik, Musik, Rezensionen, Worldmusic »
Tschilp, tschilp, tssich, ouuaahoo… Für das Konzept fast ausschließlich vokale Akte auf seinem ersten Soloalbum „Ay, Ay, Ay“ zu benutzen ist Matias Aguayo viel gelobt worden. Mit recht, so etwas kannte man doch bis dato nur von Björk mit “Medúlla“. Die Imitation maschinisierter Instrumentierung elektronischer Tanzmusik wirkt bei Aguayo wie ein individueller Befreiungsschlag, der die Skala der Konnotationen seines melodischen Oevres um traditionelle lateinamerikanische Musik in die eine und Humor in die andere Richtung erweitert.
Folk, Musik, Pop, Rezensionen, Rock, Worldmusic »
Devendra Banhart steht vor dem Spiegel. Natalie sagt, dass er den Rauschebart abnehmen soll. Mit einer Schere geht es los, um erst mal den groben Busch zu bekämpfen. Dem Majorlabel wird dies auch gefallen. Vielleicht werden die neuen Promofotos dann nicht mehr so freaky und Modemagazine wollen das Babypopo-Gesicht auf’s Cover nehmen. Nach einer Stunde wilden Trimmens sieht der Zausel schon ganz gut aus. Natalie lacht und freut sich über den tollen Moustache. Der Wickelrock und die Batiktücher kommen in den begehbaren Schrank.
Easy Listening, Folk, Musik, Pop, Rezensionen, Worldmusic »
Der Steckrübeneintopf schmurgelt auf dem Herd. Ein guter Rotwein atmet still vor sich hin. Die Kerzen beteuern eine Romantik, die mit viel Phantasie die schönste, je dagewesene verkörpert. Das Essen wird aufgetan. Das Grobgemüse duftet durchs verdunkelte Speisezimmer. Mit dem Piloten wird eine CD auf “Repeat” gestellt. Heute wird gefüßelt. Erst unter dem Tisch, dann zu vorgerückter Stunde in der Pofe.
Jazz, Musik, Reggae, Rezensionen, Rock, Worldmusic »
Schon mal über Tempiwechsel nachgedacht? Schon mal Polyrhythmik rückwärts buchstabiert? Schon mal TV On The Radio mit Sturmmasken den Zulu-Blues geblasen? Die Black Jacks kommen aus Johannesburg und braten uns eins über. Das Quartett stolpert durch wirre Klangwelten, in denen David Bowie ungeschminkt die Aschenbecher ausleckt.
Funk, Musik, Rezensionen, Soul, Worldmusic »
Das Strickmützchen sitzt wieder eng am Kopf. Auch die Sonnenbrille gehört zum klassischen Afro-Beat, wie der Perkussionsbaum. Alles was Rhythmus schafft, darf geschüttelt werden. Tony Allen, mittlerweile 69, hatte zusammen mit Beatmaster Fela Kuti in den sechziger Jahren die Mixtur aus Jazz, Funk und afrikanischen Einflüssen ins Leben gerufen. Der Ausnahmedrummer, und Meister der Polyrhythmik, schmeißt nun, nach seinem Ausflug ins Pop-Genre (The Good, The Bad And The Queen), ein neues Afro-Beat-Geschoss auf den Weltmarkt.
Folk, Musik, Pop, R'n'B, Rezensionen, Rock, Worldmusic »
Der Taktstock wird in den Himmel gereckt. Die Augen werden geschlossen. Durchatmen. Die Lichter gehen an. Alle auf einmal. Rote, grüne, gelbe, blaue, lieber Herrgott komm und schaue… Und zack! bekommst du die flache Hand durchs Gesicht gewischt. Wohlig warm werden deine Wangen und ein kurzes Glücksgefühl befällt dich. Wie schon beim Vorgänger “Rise Above” hat man ständig ein Grinsen in der Visage. Damals waren es noch Black Flag-Coverversionen basierend auf der Erinnerung des Masterminds David Longstreth.


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