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	<title>Jahrgangsgeräusche &#187; Soul</title>
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	<description>Popkultur und unbedingte Zonen</description>
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		<title>Beyoncé – 4</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Jun 2011 05:03:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zloty Vazquez</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Man mag gerne von Mainstream sprechen, doch es gibt auch da einige Wunder. Beyoncé zählt zu den reichsten Frauen der Welt. Ihre Musik mag den Geschmack der Allgemeinheit treffen. Sie berührt den Starbucks-Schlürfer genauso wie die Mutti, die bei offenem Fenster putzt. Kleine Mädchen wollen so sein wie sie. Jungs sabbern bei ihren Auftritten oder Videos. 
Den Vogel schoss sie ab, als ein Backstage-Video gefilmt mit dem Telefon von Ehemann Jay-Z im Netz auftauchte. Mit geschlossenen Augen steht sie vor dem Spiegel in ihrer Umkleide und probt für ihre Performance ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man mag gerne von Mainstream sprechen, doch es gibt auch da einige Wunder. Beyoncé zählt zu den reichsten Frauen der Welt. Ihre Musik mag den Geschmack der Allgemeinheit treffen. Sie berührt den Starbucks-Schlürfer genauso wie die Mutti, die bei offenem Fenster putzt.<span id="more-19515"></span> Kleine Mädchen wollen so sein wie sie. Jungs sabbern bei ihren Auftritten oder Videos. </p>
<p>Den Vogel schoss sie ab, als ein Backstage-Video gefilmt mit dem Telefon von Ehemann Jay-Z im Netz auftauchte. Mit geschlossenen Augen steht sie vor dem Spiegel in ihrer Umkleide und probt für ihre Performance in der amerikanischen Ausgabe von DSDS. Ihre Familie und Freunde lümmeln auf dem Sofa rum, ihre Backgroundsängerinnen stehen ein wenig abseits. Beyoncé zeigt das, wofür sie vielleicht niemals ausgezeichnet wird. Sie zeigt sich selbst in einer ruhigen Minute ohne großes Brimborium und überzeugt. Gänsehaut! Da wird das Vitamin-Water in der Flasche verrückt.</p>
<p>Der Song &#8220;1+1&#8243; eröffnet auch ihr neues Album 4. Auch hier überzeugt der Song mit einer tollen stimmlichen Leistung, die einen warmen Hall zur Seite bekommt. Schleimige Streicher geben noch mehr dickflüssigen Saft hinzu. Die Gänsehaut bleibt aus. Was machen diese Diven denn nur? Müssen sie sich dem Diktat des Marktes unterwerfen? Das hat doch Beyoncé nicht mehr nötig. Sie sollte sich ihre Probe aus der hellen Umkleide noch mal reinziehen. Ein Gitarrensolo ist hier unnötig. Die 80er siegen wie so oft. </p>
<p>Den Stempel vom Amt wollen die Stars heutzutage auf ihrem Album haben. Die Produktionen werden größer und größer. Natürlich ist Beyoncé immer am Song interessiert, die auch auf dem neuen Album gar nicht so unsinnig sind. Die Produktion trägt die Macht Beyoncés Stimme. Doch trotz aller Gefühlsduselei bekommt man nicht, das wahre Gesicht zu sehen. Beyoncé  versteckt sich hinter den Türmen an Soulmitbringseln. Das Radio siegt, die Plattenfirma ist beruhigt. Kleine Mädchen haben wieder Futter um zu Hause mit der Bürste in der Hand, jeden gesanglichen Schlenker zu imitieren, um natürlich kläglich zu versagen, denn Beyoncé ist ein Ausnahmetalent. </p>
<p><a href="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2011/06/beyonce-4-promo-shots-570x424.jpg"><img src="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2011/06/beyonce-4-promo-shots-570x424.jpg" alt="" title="Beyoncé" width="570" height="424" class="alignnone size-full wp-image-19516" /></a></p>
<p>Auf 4 kommt immer wieder diese erwachsene Seite zum Vorschein. Die Stücke sind ausgeschmückt mit großspuriger Weisheit. Käsige Synthesizer bleiben auf dem Teppich, die Beats sind von solcher Klarheit, dass man nur noch ein Wort sagen muss, um Wahrhaftigkeit vorzugaukeln. In all dem steckt Beyoncé. Sie drückt sich in die Songs. Ihr kleiner Finger steht beim Singen ab. Das Album rutscht so durch. Das Tempo bleibt auf der Mittelspur. Alles hält sich zurück, um Beyoncé nicht die Luft zu nehmen. Erst bei &#8220;Countdown&#8221; gibt es was zu Bouncen. Hier wirbelt es auf einmal wie Hölle. Ein kurzer Ausbruch. Toll. Auch &#8220;End Of Time&#8221; darf blasen. Karibischer Flair setzt neue Akzente. Der Groove siegt über Beyoncé. Die vielleicht spannendsten Momente des Albums. Klingen fast wie Remixe.</p>
<p>Auch aus einem schlechteren Stück macht Beyoncé einen Hinhörer. Das macht ihr so schnell keiner nach. Doch vielleicht gibt es einfach zu viel Platz für Beyoncé. Zu viel Text wird einem um die Ohren gehauen. Die Musik spielt sich nur im Hintergrund ab. Natürlich gibt es des öfteren diese Raketenwendung oder einen unnötigen Gastauftritt von Andre 3000 und Kanye West. Gegen Ende der Stücke darf dann alles aus den Instrumenten gedroschen werden. Die Stimmen überschlagen sich. Ein kurzer ruhiger Moment beendet die Stücke. Schlussakkorde werden zelebriert. So ist 4 ein weiterer Meilenstein in Beyoncés Karriere. Sie wirkt aufgeräumter, doch das Feuer lodert nur in wenigen Momenten. Beyoncé hat halt nur Songs zur Hand, die fast alle in der selben Einstellung aufgenommen wurden. Das mag Konzept sein, langweilt aber auf Dauer. Als Album funktioniert 4 nicht so. Einzelne Songs kann man ruhig mal zwischendurch hören. Dann setzt der Effekt ein, dass man sich an Beyoncés Stimme ergötzt, sich Haare aufstellen und man knutschende Paare vor Augen hat. Happy Endings für die Kuschelrock-CD-Käufer! Ich steh mehr auf die Proberaum-Beyoncé.</p>
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		<title>Charles Bradley – No Time For Dreaming</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Feb 2011 12:16:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zloty Vazquez</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Charles Bradley hat sich seinen Traum erhalten. Manchmal muss man halt Jahrzehnte warten, um ihn sich zu erfüllen. Nun legt er mit 62 sein Debüt vor. Er wollte immer singen, hat immer gesungen und wird es auch bei einem Flop weiterhin tun.
Die Menahan Street Band steht wie eine Wand hinter ihm. Charles hat nun die Möglichkeit, all seine Erfahrung in die Songs zu transportieren. Charles weiß, wie das geht. Er hat viel gesehen, viel erlebt. Er singt stilecht, mit großer Gefühlspalette. Sein Soul ist frisch im Retrosinne. Die Band begleitet ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Charles Bradley hat sich seinen Traum erhalten. Manchmal muss man halt Jahrzehnte warten, um ihn sich zu erfüllen. Nun legt er mit 62 sein Debüt vor. Er wollte immer singen, hat immer gesungen und wird es auch bei einem Flop weiterhin tun.<span id="more-14819"></span></p>
<p>Die Menahan Street Band steht wie eine Wand hinter ihm. Charles hat nun die Möglichkeit, all seine Erfahrung in die Songs zu transportieren. Charles weiß, wie das geht. Er hat viel gesehen, viel erlebt. Er singt stilecht, mit großer Gefühlspalette. Sein Soul ist frisch im Retrosinne. Die Band begleitet den Sänger überall mit hin. In jede Tiefe wird gemeinsam hinabgestiegen. Charles heult und kreischt. Die Bläser umwehen Charles gewichtige Stimme. Sie spornen ihn quasi an, noch mehr aus sich rauszugehen.</p>
<p><a href="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2011/02/artist_brad.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-14820" title="Charles Bradley" src="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2011/02/artist_brad.jpg" alt="" width="450" height="300" /></a></p>
<p>Oft beginnen die Nummern schmusig, dann kommt Bradley dazu und gibt eine Power hinein, die wirklich Gänsehaut erzeugen kann. Amy Winehouse springt auf einen Zug auf. Charles Bradley ist einer. Er muss nur das Ding zum Fahren bringen. Die Chöre im Hintergrund holen die alten Klassiker aus den Flammen, verändern zwei Noten und machen so das Altbackene wieder frisch. Clever. Die neuen Stars wie Aloe Blacc sehen wirklich spießig im Vergleich mit Charles aus. Er wirkt echt und unbekümmert. Ein alter Crooner, der sich nicht um Trends schert. Wirklich bezaubernd. Er arbeitet auf der Bühne und wischt sich nicht nur den Schweiß ab.</p>
<p>Der Soul der 60iger ist in jeder Rille zu spüren. Eine schöne Produktion, die jedem Instrument Platz lässt, krönt das wohl treffsicherste Soulalbum des Jahres. Amtlich, was Bradley da abgeliefert hat. James Brown ist sein Vorbild. Er braucht sich nicht dahinter zu verstecken. Zwei Instrumentals zeigen, dass auch die Band ernst genommen wird und nicht nur Staffage ist. Schmerz und Leidenschaft für verschwitzte Laken. Willkommen Charles Bradley!</p>
<p>No Time For Dreaming erscheint bei Daptone Records</p>
<p><iframe title="YouTube video player" width="560" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/MTy7ugrSFz4" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Strong Arm Steady &#8211; In Search Of Stoney Jackson</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 11:16:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zloty Vazquez</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ab wann darf man von einem Debütalbum sprechen? Sind Mixtapes schon eine richtige Veröffentlichung oder nur eine Ansammlung? Im Hip-Hop ist da die Grenze fließend und Tapes, so wie Rough-Mixe kursieren durch deinen Kiez oder liegen in brennenden Mülltonnen. So schnell kann der Gangster gar nicht nachladen und schon wieder bekommt er neuen Stuff um die Ohren geballert.
„Deep Hearted“ von 2007 soll eine Compilation gewesen sein, also kein richtiges Album. Okay! Überhaupt gibt es über Strong Arm Steady lustige Geschichten zu erzählen. Gründungsmitglied Xzibit hielt sich immer aus der Schussbahn, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ab wann darf man von einem Debütalbum sprechen? Sind Mixtapes schon eine richtige Veröffentlichung oder nur eine Ansammlung? Im Hip-Hop ist da die Grenze fließend und Tapes, so wie Rough-Mixe kursieren durch deinen Kiez oder liegen in brennenden Mülltonnen. So schnell kann der Gangster gar nicht nachladen und schon wieder bekommt er neuen Stuff um die Ohren geballert.<span id="more-7111"></span></p>
<p>„Deep Hearted“ von 2007 soll eine Compilation gewesen sein, also kein richtiges Album. Okay! Überhaupt gibt es über <a href="http://www.myspace.com/TheGangSAS" target="_blank">Strong Arm Steady</a> lustige Geschichten zu erzählen. Gründungsmitglied <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Xzibit" target="_blank">Xzibit</a> hielt sich immer aus der Schussbahn, ist auf keiner Aufnahme zu hören und taucht doch in der Vita immer an erster Stelle auf. Starbonus mal anders. Mitchy Slick, Phil The Agony und Krondon sind die Aushängeschilder der Truppe. Sie halten ihre Gesichter in die Kameras und rappen fein um ihr Leben und um die Thong-Girls. </p>
<p>Als das „Debütalbum“ auf Xzibits Label erscheinen sollte, sträubten sich die Rapper aus der ersten Reihe, denn sie wollten lieber auf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Talib_Kweli" target="_blank">Talib Kweli</a>s Label „Blacksmith Music“ veröffentlichen. So kam es zum Streit und Xzibit verließ die Gruppe. Stars tun manchmal nicht gut, gerade wenn sie keinen Ton von sich geben und nur mit Dollarscheinen wedeln und in ihrer Freizeit an Autos rumschrauben.</p>
<p><a href="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2010/02/strong-arm-steady-716532.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-7112" title="strong-arm-steady.jpeg" src="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2010/02/strong-arm-steady-716532.jpg" alt="strong-arm-steady.jpeg" width="550" height="396" /></a></p>
<p>„In Search Of Stoney Jackson“ ist nun, laut Krondon, der erste große Wurf von Strong Arm Steady. Viele bekannte Köpfe und Stimmen haben ihre Finger im Spiel. An den Knöpfen saß <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Madlib" target="_blank">Madlib</a>. Halbe Miete! Gaststars wie Talib Kweli oder Phonte schauten auf einen Bong vorbei und veredeln so die Dankesliste. Credits, Baby! </p>
<p>Aufkleber auf Veröffentlichungen haben immer noch eine große Bedeutung und Anziehungskraft. Vielleicht mehr als das Artwork. Der Kaufreiz muss unterfüttert werden. Da helfen Namen wie Planet Asia oder Evidence natürlich. Die richtige Labelwahl ist auch wichtig. Mit Stones Throw ist man da schon weit vorne. </p>
<p>Die Westküste schlägt zurück und feuert verhalten aus Stretch-Limousinen. Die Beats bestehen ausschließlich aus Samples. Drumkits sind was für Schwuchteln! Glasklar und knackig wird Los Angeles Polizei gefickt, doch nie wird der Hit aus den Augen verloren. Kein stumpfes Runtergebattle, kein Gegröle und Swimmingpoolgehopse. Der Coolnessfaktor steht im Fokus, was aber bei Produzent Madlib keine Überraschung ist. Doch auch er hält sich smooth zurück und verfällt nicht, wie des öfteren, in Clownerien.</p>
<p>Die drei Hauptrapper ordnen sich gelegentlich zu brav unter und lassen den Gaststars den Vortritt. Dies ist bei 20 Features auch kaum zu vermeiden.  Vielleicht ist das wohl der Knackpunkt des Albums. Zu viele Köche salzen daran herum und die sanfte, chillige Atmosphäre durchzieht ein Hauch von Chaos. Nicht immer sind alle Stimmen zielgerichtet. Vieles versendet sich. Trotzdem haben die Kalifornier ein tolles Piece abgeliefert. Die Samples überschlagen sich, sind wunderbar weich miteinander verwoben und die Bläsermomente durchfahren deine Baggypants. </p>
<p>Wenn man den zusammgewürfelten Ansatz  vergisst und „In Search Of Stoney Jackson“ auch wieder nicht als Album, sondern als Compilation einordnet ist doch alles in Ordnung. So haben die „Newcomer“ immer noch Potenzial und eine Aufgabe, um dann irgendwann ihr „richtiges“ Album vorzulegen. Wie zu lesen war, wohl schon dieses Jahr. Ich bin gespannt und google so lange nach den Samplezuordnungen&#8230;</p>
<p>Erschienen bei <a href="http://www.stonesthrow.com/" target="_blank">Stones Throw</a></p>
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		<title>The Hidden Cameras &#8211; Origin:Orphan</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 09:19:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zloty Vazquez</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Düstere Zeiten ziehen auf. Graue Wolken, die mal rosa waren, wabbern statisch in Richtung Innenstadt. &#8220;Rheingold für den Bibelkreis&#8221; steht in den Gebetsbüchern geschrieben. Die &#8220;Gay-Church-Folk&#8221;-Gemeinde ist über&#8217;s Wochenende ins Zeltlager gefahren. Die Volvos sind voll gepackt. Neben den Billig-Keyboards und Wandergitarren liegen die Hula Hoop-Reifen und New Wave-Poster. Gregorianische Teesorten mischen sich unter die letzte &#8220;Butt&#8221;-Ausgabe.


Das Cello und die Violine brauchen einen Verzerrerausgang. Wird schnell selbst gebastelt. Das Kollektiv pfeift zum Aufstand und Joel Gibb gibt den Vorzeigeprediger. Hier wird öffentlich gesündigt. Die Knickerbocker quietschen so herrlich beim Sex.
Dem ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Düstere Zeiten ziehen auf. Graue Wolken, die mal rosa waren, wabbern statisch in Richtung Innenstadt. &#8220;Rheingold für den Bibelkreis&#8221; steht in den Gebetsbüchern geschrieben. Die &#8220;Gay-Church-Folk&#8221;-Gemeinde ist über&#8217;s Wochenende ins Zeltlager gefahren. Die Volvos sind voll gepackt. Neben den Billig-Keyboards und Wandergitarren liegen die Hula Hoop-Reifen und New Wave-Poster. Gregorianische Teesorten mischen sich unter die letzte <a href="http://www.buttmagazine.com/ " target="_blank">&#8220;Butt&#8221;-Ausgabe</a>.</p>
<p><span id="more-5232"></span></p>
<p><img title="The- Hidden-Cameras-Origin.jpeg" src="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2009/11/A6B3555A49C16FD96EB1E5893BF71.jpg" alt="The- Hidden-Cameras-Origin.jpeg" width="400" height="362" /></p>
<p>Das Cello und die Violine brauchen einen Verzerrerausgang. Wird schnell selbst gebastelt. Das Kollektiv pfeift zum Aufstand und Joel Gibb gibt den <a href="http://www.youtube.com/watch?v=RDsbodxpf6k&amp;feature=related" target="_blank">Vorzeigeprediger</a>. Hier wird öffentlich gesündigt. Die Knickerbocker quietschen so herrlich beim Sex.</p>
<p>Dem kanadischen No Fame-Freundeskreis <a href="http://thehiddencameras.com/html/news.html" target="_blank">&#8220;The Hidden Cameras&#8221;</a> macht es wieder Laune Hymnen unter die Massen zu bringen. Kleine Hits reihen sich an große. &#8220;Silence Can Be A Headline&#8221; und das zauberhaft geklampfte &#8220;Colour Of A Man&#8221; lassen Gibb und seine Schäfchen die Vorherrschaft im Gebiet &#8220;Pathos-Pop&#8221; zurück erobern. Auch, das durch lang gezogene Ahhhs verschönerte, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=wk4NR7oVNLw" target="_blank"> &#8220;In The NA&#8221; </a> verzückt.</p>
<p>Schwere wird durch Leichtigkeiten in die Gruben deiner Seele verbannt. Gibb, der nun auch, als Kanadier unter vielen, in Berlin lebt, streicht Mehmet Scholl über das schüttere Haupthaar. Wenn er wüsste, dass Scholl auch mit den Sportfreunden und Beckmann auf Freund macht, würde er ihm seine Blockflöte über den Schädel ziehen. Egal!</p>
<p><a href="http://www.myspace.com/hiddencameras" target="_blank">The Hidden Cameras </a>überzeugen mit ihrem neuen Liederzyklus und tragen ihre großen Herzen weiterhin in die Welt der Ungläubigen hinaus. Immer auf der Suche nach Missionierung. Obwohl es doch von hinten am Schönsten ist.</p>
<p>Folk mit Vaseline und Einweghandschuh. Pop als Heilung. Safety First. Der Spaßfaktor ist geschrumpft, doch auch Ernst heißt verniedlicht Ernie. Lustig, oder?</p>
<p>Erschienen bei <a href="http://www.arts-crafts.ca/" target="_blank">Arts&amp;Crafts </a></p>
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		<title>Lord Newborn &amp; the Magic Skulls &#8211; Lord Newborn &amp; the Magic Skulls</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Oct 2009 08:36:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Axel Ganz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Eröffnungstrack kann kaum programmatischer betitelt werden: „A Phase Shifter I’m Going Through“. Denn dieser wirft uns mit weit ausholender Geste in ein bluesiges Girarren-elektrifiziertes Oevre, das sogar einem gealterten Jimi Hendrix zugesagt hätte. Im Downtempo schlendern die Lords durch leicht psychedelisch angehauchte ebenso funkige wie jazzige Instrumentals. Immer entspannt grooven sich der Ex-Teilzeit Beastie Boy Money Mark und seine Compañeros Shawn Lee und Tommy Guerrero durch ihr neues Studioprojekt.
In Money Marks kalifornischem Kämmerlein finden sie alles was man so braucht, um eine Melange von Stiltexturen anzurühren, deren Verdienst es ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Eröffnungstrack kann kaum programmatischer betitelt werden: „A Phase Shifter I’m Going Through“. Denn dieser wirft uns mit weit ausholender Geste in ein bluesiges Girarren-elektrifiziertes Oevre, das sogar einem gealterten Jimi Hendrix zugesagt hätte. Im Downtempo schlendern die Lords durch leicht psychedelisch angehauchte ebenso funkige wie jazzige Instrumentals. Immer entspannt grooven sich der Ex-Teilzeit Beastie Boy <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Money_Mark" target="_blank">Money Mark</a> und seine Compañeros Shawn Lee und Tommy Guerrero durch ihr neues Studioprojekt.</p>
<p><span id="more-4892"></span>In Money Marks kalifornischem Kämmerlein finden sie alles was man so braucht, um eine Melange von Stiltexturen anzurühren, deren Verdienst es ist sich nie muckermäßig zu verdaddeln. Fein dosierte Sologitarrensätze, diverse exotische Percussion und ein Bläserbuffet, das von zarten Flötenstimmen bis zu mehrstimmigen Blechsätzen reicht, haben in gemessenen Intervallen ihre Auftritte, die trotzdem nie zu überschaubar werden.</p>
<p>So hüpft sich die Schädelreise durch hier und da sogar soulige Landschaften. Unterwegs werden an einigen wenigen Stellen sogar kleine Stimmensätze eingeworfen, mit leichter Ironie. Money Mark offenbart durchgängig seine charakteristischen Fähigkeiten mit nie übertriebener Keyboardarbeit viel Spannung und Coolness zu erzeugen.</p>
<p>Trotzdem darf auch geschmunzelt werden. Manch eine Nummer taugt gut und gerne für einen runderneuerten Soundrack von z.B. den „Peanuts“ oder „Die Straßen von San Francisco“. Guter Ausgangspunkt für eine gesellig abdriftende Reise, auf der die späten Mothers of Invention die nächste Anlaufstelle wären, in ihren unalbernen Momenten.</p>
<p>Lord Newborn &amp; the Magic Skulls ist bei <a href="http://www.ubiquityrecords.com/shop/products/LORD-NEWBORN-%26-THE-MAGIC-SKULLS.html">Ubiquity</a> erschienen.</p>
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		<title>Tony Allen &#8211; Secret Agent</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Sep 2009 07:13:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zloty Vazquez</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Strickmützchen sitzt wieder eng am Kopf. Auch die Sonnenbrille gehört zum klassischen Afro-Beat, wie der Perkussionsbaum. Alles was Rhythmus schafft, darf geschüttelt werden. Tony Allen, mittlerweile 69, hatte zusammen mit Beatmaster Fela Kuti in den sechziger Jahren die Mixtur aus Jazz, Funk und afrikanischen Einflüssen ins Leben gerufen. Der Ausnahmedrummer, und Meister der Polyrhythmik, schmeißt nun, nach seinem Ausflug ins Pop-Genre (The Good, The Bad And The Queen), ein neues Afro-Beat-Geschoss auf den Weltmarkt.
Die Bläser triumphieren prächtig und ein Piano klimpert genüßlich gegen Gitarrenläufe an. Das WahWah-Pedal krümmt sich ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Strickmützchen sitzt wieder eng am Kopf. Auch die Sonnenbrille gehört zum klassischen Afro-Beat, wie der Perkussionsbaum. Alles was Rhythmus schafft, darf geschüttelt werden. Tony Allen, mittlerweile 69, hatte zusammen mit Beatmaster Fela Kuti in den sechziger Jahren die Mixtur aus Jazz, Funk und afrikanischen Einflüssen ins Leben gerufen. Der Ausnahmedrummer, und Meister der Polyrhythmik, schmeißt nun, nach seinem Ausflug ins Pop-Genre (The Good, The Bad And The Queen), ein neues Afro-Beat-Geschoss auf den Weltmarkt.<span id="more-4094"></span></p>
<p>Die Bläser triumphieren prächtig und ein Piano klimpert genüßlich gegen Gitarrenläufe an. Das WahWah-Pedal krümmt sich in der Sonne Nigerias. Fanfarenchöre singen sich in Trance. Auch <a href="http://www.myspace.com/tonyallenafrobeat" target="_blank">Allen</a> selbst hechelt ein paar Worte. Der Schweiß klebt am Muskel-Shirt. Die Popos wackeln im Takt des Afro-Soul und die munter aufgelegte Big Band zwiebelt sich sommerlich durch das Weltmusikwüstenschiff, dem vor lauter Tanzwut die Höcker verrutschen. Auch ein Akkordeon bringt neue Farbe ins Spiel. Warum sollte sich der Afro-Beat nicht auch dem Zahn der Zeit ein wenig unterwerfen? Doch politische Statements werden immer noch gut gelaunt rausposaunt und lassen uns Europäer mit Sand in den Augen zurück.</p>
<p>Alles natürlich schmissig produziert und sommertauglich. Auch wenn uns bald der anhaltene Regen die Stimmung vermiest, läd uns Allen auf eine Reise in die Dynamik des Funk ein. <a href="http://www.shoemanic.com/de/Damen/Schuhe/Sandalen" target="_blank">Sandalen</a> raus und den eigenen Herzschlag spüren. Weltmusik gehört nicht auf Straßenfeste, sondern in die Stuben! Nicht nur in Paris. Man muss noch lange nicht seine Haare verfilzen lassen, um Anhänger des <a href="http://www.youtube.com/watch?v=5UzIGdFZOgU" target="_blank">Groove</a>s zu sein. Musikliebhaber reicht&#8230;</p>
<p>&#8220;Shout, protest und make some noise!&#8221;</p>
<p>Erschienen bei <a href="http://www.worldcircuit.co.uk/#Home" target="_blank">Worldcircuit</a></p>
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		<title>The XX &#8211; The XX</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Sep 2009 06:16:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zloty Vazquez</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Junge und ein Mädchen singen sich an. Sie hauchen ein paar Worte. Nichtigkeiten werden aufgebauscht. Alles ist schwarz. Auch der Dreck unter deinen Fingernägeln! Die Springerstiefel streifen kurz die Reid-Brüder am Kopf, doch deren Krach zu Psychocandy-Zeiten ist, für so Trauerweiden, zu laut. The XX brauchen nur ein paar Beats, getupfte Gitarren, um dem Tod von der Schippe zu springen. Die elf Duette plätschern genüsslich durch Gothic-Tüllstoffe. Süß wollen sie eigentlich gar nicht sein. Doch mit diesen Songs werden sie Cat Power-Symphatisanten aus der New Orleans-Schneise locken.
Mädelsabende werden nicht mehr nur zum ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Junge und ein Mädchen singen sich an. Sie hauchen ein paar Worte. Nichtigkeiten werden aufgebauscht. Alles ist schwarz. Auch der Dreck unter deinen Fingernägeln! Die Springerstiefel streifen kurz die <a href="http://www.myspace.com/thejesusampmarychain" target="_blank">Reid-Brüder </a>am Kopf, doch deren Krach zu Psychocandy-Zeiten ist, für so Trauerweiden, zu laut. The XX brauchen nur ein paar Beats, getupfte Gitarren, um dem Tod von der Schippe zu springen.<span id="more-3923"></span> Die elf Duette plätschern genüsslich durch Gothic-Tüllstoffe. Süß wollen sie eigentlich gar nicht sein. Doch mit diesen Songs werden sie Cat Power-Symphatisanten aus der New Orleans-Schneise locken.</p>
<p>Mädelsabende werden nicht mehr nur zum telefonieren veranstaltet. Man sitzt im Kreis und hält sich an den Händen. Räucherstäbchen werden angezündet und es wird über White-Soul philosophiert. Welche Velvet Underground-Platte ist denn die Yo La Tengo-mäßigste?</p>
<p>Fingernägel werden natürlich gerne erst schwarz lackiert und dann geknabbert. Oliver Sim und Romy Madley Croft schlendern über Friedhöfe und lassen überall <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Pib8eYDSFEI" target="_blank">Liebesbotschaften mit Cure-Gitarrenläufen </a>auf den Steinen liegen. Düster und doch so liebenswert.</p>
<p>Klein, aber fein. Wehmut und Wermut. In Liebesdingen so unerfahren säuseln sich unsere Protagonisten an und veranstalten VHS-Abende. Alte Tapes werden rausgekramt, auch die mit der Manchester-Reiseführung. Boy meets Girl. Der Trouble ist vorprogrammiert.</p>
<p>Ausreichend Platz lassen diese Lieder. Nichts wird zugemüllt. London wird als Hauptstadt akzeptiert und <a href="http://www.myspace.com/thexx" target="_blank">The XX </a>reihen sich in eine lange Tradition ein. Dass sie privat, und in Youth-Hostels, Soul und Blues auf ihre Bademäntel gestickt haben, macht sie vielleicht so außergewöhnlich.</p>
<p>Die Stille vor der Stille. Melancholie kurz vor der Kolik. Jetzt wird die Kerze ausgepustet.</p>
<p>Erschienen bei <a href="www.theyoungturks.co.uk/" target="_blank">Young Turks </a></p>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=FFFFFF&#038;IS1=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=000000&#038;lc1=3B78A7&#038;t=jahrgangsgera-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;asins=B002DESIE6" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
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		<title>Wild Beasts &#8211; Two Dancers</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 09:19:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zloty Vazquez</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zum Tanztee rausgeputzt! Die Fliege sitzt zu eng am Hals, da kann man schon mal mit Kopfstimme auf die Frage nach der passenden, perfekten Schuhwahl antworten. Die Gitarre hängt übrigens unglaublich hoch. Nur in Jazzkreisen akzeptiert. Sie wird mit gepflegten, langen Fingernägeln gezupft. Die Pickings bimmeln sich elegant durch Tears For Fears-Sturmfrisuren.
Immer intensiver wird &#8220;Two Dancers&#8221; dann, wenn Hayden Thorpe von der Falsettlage in die tiefen Abgründe seiner Seele rutscht, um dort den erwachsenen Crooner zu verherrlichen. Doch oft kiekst und schluchzt Hayden sich durch fremde Betten. Immer auf der Suche ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Tanztee rausgeputzt! Die Fliege sitzt zu eng am Hals, da kann man schon mal mit Kopfstimme auf die Frage nach der passenden, perfekten Schuhwahl antworten. Die Gitarre hängt übrigens unglaublich hoch. Nur in Jazzkreisen akzeptiert. Sie wird mit gepflegten, langen Fingernägeln gezupft. Die Pickings bimmeln sich elegant durch Tears For Fears-Sturmfrisuren.<span id="more-3917"></span></p>
<p>Immer intensiver wird &#8220;Two Dancers&#8221; dann, wenn Hayden Thorpe von der Falsettlage in die tiefen Abgründe seiner Seele rutscht, um dort den erwachsenen Crooner zu verherrlichen. Doch oft kiekst und schluchzt Hayden sich durch fremde Betten. Immer auf der Suche nach frischen Frivolitäten.</p>
<p>Die Mädels fallen nicht von den Bäumen. Man muss sie schon runter singen!</p>
<p>Die Band um Hayden entwirft ein schwüles Szenario. Mit viel Brusthaar und kühlem Schampus auf den Amps werden alle Register des dynamischen &#8220;Kunstrockdiscobritpop&#8221; gezogen. Luxus für Besseraussehende. Rhythmen für Schlagzeugschüler mit Rot-Grün-Schwäche. In der Luft schwebt ein Hauch von schlechtem, billigem After-Shave und Fisherman&#8217;s Friend-Atem. Und getanzt wird eng. Die Hände liegen auf den Arschbacken der Anvertrauten und klopfen lässig das Revier ab.</p>
<p>Die <a href="http://www.wild-beasts.co.uk/" target="_blank">Wild Beasts </a>sind angekommen und sie schwitzen. &#8220;Two Dancers&#8221; schiebt sich wollüstig durch die Nacht. Jedes Wispern, jedes Raunen, jede Bassfigur hat einen sinnlichen Körper.</p>
<p>Eine der Platten des Jahres!</p>
<p>Bitte, eröffnet schnellstens eigene Hallräume und lasst die Erotik, mit all ihren Lastern, durch die Laken fluten. Egal ob zu zweit, zu dritt oder alleine. Und nicht nur tröpfchenweise&#8230;</p>
<p>Erschienen bei <a href="http://www.dominorecordco.com/" target="_blank">Domino</a></p>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=FFFFFF&#038;IS1=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=000000&#038;lc1=3B78A7&#038;t=jahrgangsgera-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;asins=B002C6K8E8" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
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		<title>Bibio &#8211; Ambivalence Avenue</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Aug 2009 09:02:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Axel Ganz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit einigen Jahren schon ist das Label Warp nicht mehr nur für Elektronisches eine Institution sondern auch für retrospektive Überraschungen wie Neopsychedelic-Pop (Broadcast) oder Neofolk (Gravenhurst) geschätzt. Bisher blieben diese stilistischen Eskapaden weitgehend in sich konsistent. Bei Stephen Wilkinson alias Bibio ist das anders.
Auch auf &#8220;Ambivalence Avenue&#8221; werden wir zunächst in eine Zeit zwischen 1967 und 1972 gebeamt. Als Soul-Funk-Wellness-Urlaub getarnt (Jealous of Roses), verwandelt sich der Kurzausflug in einen Überraschungsbesuch bei Simon &#38; Garfunkel; um ihnen auf die Schultern zu klopfen und sich ihr Songbook übers Wochenende auszuleihen (All ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einigen Jahren schon ist das <a href="http://warp.net/" target="_blank">Label Warp</a> nicht mehr nur für Elektronisches eine Institution sondern auch für retrospektive Überraschungen wie Neopsychedelic-Pop (Broadcast) oder Neofolk (Gravenhurst) geschätzt. Bisher blieben diese stilistischen Eskapaden weitgehend in sich konsistent. Bei Stephen Wilkinson alias Bibio ist das anders.</p>
<p><span id="more-3195"></span>Auch auf &#8220;Ambivalence Avenue&#8221; werden wir zunächst in eine Zeit zwischen 1967 und 1972 gebeamt. Als Soul-Funk-Wellness-Urlaub getarnt (Jealous of Roses), verwandelt sich der Kurzausflug in einen Überraschungsbesuch bei <a href="http://www.simonandgarfunkel.com/" target="_blank">Simon &amp; Garfunkel</a>; um ihnen auf die Schultern zu klopfen und sich ihr Songbook übers Wochenende auszuleihen (All the Flowers). Dann wieder schnell zurück in der Zeitreisekapsel in eine glorreiche elektrischere Zukunft. Flucht ins 23. Jahrhundert. Doch die Tankfüllung der Zeitmaschine reicht nur bis 2001. Was Bibio in keiner Weise zu stören scheint. Hier wird sogleich ein Soul-Motiv in Akufen-Manier aufgepäppelt. Wo bitte geht&#8217;s zur nächsten Wasserstoff-Tankstelle?</p>
<p>Bibio mag kombinatorisch ausladene Gesten. Er mag Brüche. Er mag ganz besonders den Groove des Funk. Er liebt dessen abgehangene Lässigkeit und die Möglichkeit einen Funk-Beat mit angezerrten Synthesizer-Bässen zu elektrifizieren. Auch HipHop-verwandte Downtempo-Beats dürfen im eklektizistisch modernen Portfolio nicht fehlen. Und wenn man sich gerade mit dem multi-stilistischen Kosmos Bibios angefreundet hat, bricht er unsere frische Erwartungshaltung mit einem weiteren folkloristischen Singer/Songwriter-Ausflug. Denn Bibio mag ganz offensichtlich auch akustische Gitarren-Vesponnenheiten.</p>
<p>Leider bleiben die emulgatorischen Fähigkeiten des Arrangeurs Bibio diverse konträre Stile respektive Musikepochen miteinander zu Neuem zu verbinden sehr begrenzt. Zu oft stehen die unterschiedlichen Stile nur als Ausrisse ihrer jeweiligen Zeiten in einer großen Kollage nebeneinander. Überlappungen, Verklebungen, es gibt sie hier und da (S&#8217;Vive). Schöne Momente, die Andeuten, was noch möglich ist auf späteren Zeitreisen.</p>
<p>&#8220;Ambivalence Avenue&#8221; ist im Juni 2009 bei <a href="http://warp.net/records/releases/bibio/ambivalence-avenue" target="_blank">Warp</a> erschienen. <a href="http://www.myspace.com/mrbibio" target="_blank">Hörbeispiele</a>.</p>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=FFFFFF&#038;IS1=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=000000&#038;lc1=3B78A7&#038;t=jahrgangsgera-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;asins=B00292SQNA" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
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		<title>Jim Ford &#8211; Big Mouth USA</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Jul 2009 06:56:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zloty Vazquez</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geheimtipp! Wer kennt Jim Ford? Finger hoch! Oh, da hinten in der Countryecke heben zaghaft zwei Vollbärte ihre Fingerchen. Respekt! Zehn Bier für die Männer vom Sägewerk! Zugegeben, mir war Ford auch bislang gänzlich unbekannt. Ein kürzlich erschienener Zeitungsbericht weckte mein Interesse. Eigentlich hätte dieses Album auch in Daniel Deckers &#8220;Not Available&#8221;-Kolumne gepasst. Doch wer zuerst kommt, ma(h)lt zuerst. Und meine Farben sind immer angerührt und der Pinsel griffbereit.
Die Fakten zuerst. Jim Ford ist tot. Er starb 2007, vielleicht einsam, in seinem Wohnwagen. Dort hauste der Vogel angeblich die letzten Jahre ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Geheimtipp! Wer kennt Jim Ford? Finger hoch! Oh, da hinten in der Countryecke heben zaghaft zwei Vollbärte ihre Fingerchen. Respekt! Zehn Bier für die Männer vom Sägewerk! Zugegeben, mir war Ford auch bislang gänzlich unbekannt. Ein kürzlich erschienener Zeitungsbericht weckte mein Interesse. Eigentlich hätte dieses Album auch in Daniel Deckers &#8220;Not Available&#8221;-Kolumne gepasst. Doch wer zuerst kommt, ma(h)lt zuerst. Und meine Farben sind immer angerührt und der Pinsel griffbereit.<span id="more-2840"></span></p>
<p>Die Fakten zuerst. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Jim_Ford" target="_blank">Jim Ford </a>ist tot. Er starb 2007, vielleicht einsam, in seinem Wohnwagen. Dort hauste der Vogel angeblich die letzten Jahre und da gammelten nicht nur die Bänder vor sich hin. Nun nach Jahren des Vergessens schenkt uns die <a href="http://www.bear-family.de/" target="_blank">Bear Family </a>ein verschollenes Masterpiece.</p>
<p>Wir reiten kurz in die Siebziger zurück. Verlieren auf dem Weg öfters unseren Stetson und treffen auf halber Strecke Ikonen wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bobby_Womack" target="_blank">Bobby Womack </a>und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sly_Stone" target="_blank">Sly Stone</a>. Sie grüßen wissend, denn für sie war Jim Ford nicht der mysteriöse Unbekannte, sondern das Genie mit Kratzstimme und Weitblick. Auch <a href="http://www.nicklowe.net/" target="_blank">Nick Lowe </a>verbeugt sich vor unserem Gaul und bedankt sich artig für diesen Artikel. Nichts zu danken, Nick!</p>
<p>Jim Ford war in den Siebzigern immer auf dem Sprung. In die Popularität und in die Betten feuriger Häschen. Der Partyhengst trieb es doll. Alkohol floss in Strömen und der Drogenpapst verteilte unheilige Hostien. Fords Songwriting schien darunter nicht zu leiden. Im Gegenteil, seine Songs schienen selbst wahnsinnig geworden zu sein. Yeah! Ford juchzte und kauzte white-soul-königlich in die Aufnahmemikros. 1973 entstand das Album &#8220;Big Moth USA&#8221; für Paramount. Doch nur eine Single und eine 12 erschienen. Davon blieb die 12 auf den Schreibtischen der Labelmacher liegen. Angeblich verspottete der ständig volle Ford die Verantwortlichen. Die zeigten ihm rigoros den Mittelfinger und stampften alles ein. Aus und vorbei.</p>
<p>Jetzt würde eigentlich Daniel Decker ins Spiel kommen. Doch 36 Jahre später erscheint nun das legendäre &#8220;Unissued Paramount Album&#8221;. Der Soul soult, der Country trippelt und der Whisky kommt in Flaschen. Wunderbare Songs, toll vorgetragen von &#8220;Mister Wahnsinn&#8221; und immer den Funk im Nacken, erklärt sich &#8220;Big Mouth USA&#8221; von selbst. Nach Jahren dürfen wir an Fords Ausschweifungen teilhaben. So entdecken wir einen feisten Entertainer mit Hang zur Selbstzerstörung. Schon 1970, noch bei Capitol, gab es die selbe Leier. Dieses Album ist nun auch erhältlich. Vielleicht nimmt sich Herr Decker jenes an, um mir einen vor den Latz zu knallen. Lohnen würde es sich alle mal.</p>
<p>Warte gespannt&#8230;</p>
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