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Artikel in der Kategorie Rock

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[10 Sep 2009 | Kein Kommentar | ]
The XX – The XX

Ein Junge und ein Mädchen singen sich an. Sie hauchen ein paar Worte. Nichtigkeiten werden aufgebauscht. Alles ist schwarz. Auch der Dreck unter deinen Fingernägeln! Die Springerstiefel streifen kurz die Reid-Brüder am Kopf, doch deren Krach zu Psychocandy-Zeiten ist, für so Trauerweiden, zu laut. The XX brauchen nur ein paar Beats, getupfte Gitarren, um dem Tod von der Schippe zu springen.

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[4 Sep 2009 | Kein Kommentar | ]
The Big Pink – A Brief History of Love

Selbstvergessene Verzierungen wabern in großen Hallräumen. Weinende Gitarren drängen aus allen Richtungen ins Zentrum. Überhaupt, die ganze Palette von Sound-Schichtungen und Effekten, die wir aus einer Zeit kennen, in der wir noch wussten, was Shoegaze bedeutet, wird hier geglättet abgerufen, und dann in Surround-Breite gewuchtet.

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[27 Aug 2009 | Kein Kommentar | ]
Lights – Rites

Wäre der Bandname “No Angels” noch frei, würde er perfekt zu den Lights passen. Das Quartett aus New York trägt gerne weiß. Schuhe sind lästig. Barfuß ziehen sie durch schmutzige Straßen und haben genauso verhallt, schmutzige Gitarrensounds im Gepäck. Die siebziger Jahre sind wieder im Rollen. Die Mädels singen wie eine Mischung aus ABBA und Elizabeth Fraser.

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[24 Aug 2009 | Kein Kommentar | ]
Julian Plenti – Julian Plenti Is Skyscraper

Die Slipper ohne Söckchen zu tragen ist schon sexy. Julian Plenti möchte ein Dandy sein. Warum auch nicht? Mit neu gedruckten Visitenkarten in der Gesäßtasche geht’s nun in die zweite Runde. Der Interpol-Ausweis liegt zu Hause in der Kommode. Darauf steht noch Paul Banks. Eine neue Identität war vonnöten.

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[22 Aug 2009 | Ein Kommentar | ]
Arctic Monkeys – Humbug

Alex Turner hat nicht einfach nur ‘ne Matte auf dem Kopf, sondern er trägt sie auch würdevoll, wie einst berühmte Fußballprofis. Doch nicht nur das Aussehen hat sich verändert. Die Sheffield-Prolls haben ihre Babyschuhe in die Ecke getreten. Jetzt wollen sie sich mit den Großen boxen. Natürlich ohne Handschuhe und Regeln. Turner hat seine Stimme gefunden. Er singt meisterlich. Morrissey wird sich demnächst mit seinen Tränen eine Tolle schmieren. So jung und frisch würd er gern heute noch klingen. Erwachsen sind die Affen geworden und ihr Trip in die Wüste hat …

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[4 Aug 2009 | Kein Kommentar | ]
Krikor & The Dead Hillbillies – Land Of Truth

Franzosen sind schon eigenartig. Krikor ist auch so ein verrückter Vogel. Seit zehn Jahren taucht er an verschiedenen Orten auf, um dann schnell eine neue Baustelle zu eröffnen. Labels werden gegründet, Tracks veröffentlicht und lustige Nebenprojekte aus dem Boden gestampft. “Land Of Truth” ist sein erstes richtiges Album. Die Synthies kratzen und stolpern über Bodennebel. Die Gitarren zerren und düstere Wavestimmen singen kühl. No Wave für Franzosen! So als hätten sich Suicide niemals umgebracht.

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[30 Jul 2009 | Kein Kommentar | ]
Magnolia Electric Co. – Josephine

Jason Molina versteckt sich hinter Will Oldham. Doch seine noch höhere Stimme verrät ihn. Auch die Neil Young-Badges an seinem dunklen Sakko leuchten im Dunkeln. Ein Tag vor Weihnachten 2007 stirbt Bassist Evan Farrell bei einem Feuer. Ein Konzeptalbum war nun angedacht, doch “Josephine” ist kein Trauerkloß geworden. Das Saxophon in “O! Grace” hält die Messlatte von Beginn an unglaublich hoch. Eine unbekümmerte Leichtigkeit schwingt in allen Songs mit. Dass natürlich keine überbordene Fröhlichkeit durch diese Lieder schunkelt ist aber auch klar wie Suppe. Molina zelebriert sein Americana bis in …

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[29 Jun 2009 | 2 Kommentare | ]
Wilco – Wilco (The Album)

Wie eine alte fusselige Wolldecke kommt das neue Wilco-Album daher. Warm und leicht kratzig auf der Haut. Doch nach all den Jahren ist dieses Gefühl so angenehm vertraut, dass man sich gerne mit ihr schmückt. Jeff Tweedy schreibt immer noch tolle Songs. Warum sollte sich das auch geändert haben? Nach den epischen Platten “A Ghost Is Born” und “Sky Blue Sky” wirkt Wilco (The Album) recht entschlackt. Puristisch ist das falsche Wort, denn überall klingen Instrumente nach und füllen in wunderbarem Zusammenspiel jede noch so kleine Lücke.

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[28 Jun 2009 | Ein Kommentar | ]
Sonic Youth – The Eternal

Sonic Youth klingen auf “The Eternal” wie eine Band, die wie Sonic Youth klingt. Eine, die es gut macht. Aber eine, der auch nichts Neues einfällt.
“The Eternal” ist nichts Gravierendes vorzuwerfen, wir hören die typischen Harmonien und deren Wechsel. Wir hören den typischen Hit, z.B. einen wie “Antenna”. Wir hören die typischen Sonic-Youthschen Gitarrenklänge, mal gedeckt rockig, mal crunchy verzerrt, mal jaulend als dritte Gitarre hinterhergezogen. Und wir hören die typischen Stimmen in ihren typischen Lagen, wenn wir nicht gerade eine typische Instrumentalpassage hören.

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[20 Jun 2009 | Kein Kommentar | ]
The Maccabees – Wall Of Arms

In der Kirche hallt immer alles so schön. Doch wenn es nach Kirche klingt, wirkt es auch automatisch ein wenig größer als es eigentlich ist. Das ist das Hauptproblem der Maccabees. Sie wollen groß sein. Sie greifen nach den von Arcade Fire verfeuerten Sternen. Manchmal erwischen sie sogar einen, doch des öfteren fahren sie mit leerem Körbchen heim.

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[6 Jun 2009 | 2 Kommentare | ]
Dirty Projectors – Bitte Orca

Der Taktstock wird in den Himmel gereckt. Die Augen werden geschlossen. Durchatmen. Die Lichter gehen an. Alle auf einmal. Rote, grüne, gelbe, blaue, lieber Herrgott komm und schaue… Und zack! bekommst du die flache Hand durchs Gesicht gewischt. Wohlig warm werden deine Wangen und ein kurzes Glücksgefühl befällt dich. Wie schon beim Vorgänger “Rise Above” hat man ständig ein Grinsen in der Visage. Damals waren es noch Black Flag-Coverversionen basierend auf der Erinnerung des Masterminds David Longstreth.

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[25 Mai 2009 | Kein Kommentar | ]
Spektr – The Limbo EP

Wer eigentlich immer schon Bud-Spencer-und-Terence-Hill-Filme hauptsächlich wegen der kruden Smash-Hits von Oliver Onions geliebt hat und bei Tim Burton-Streifen wegen der sentimentalen Soundtracks von Danny Elfman weinen musste, kurz, wer sich für Filmmusik, Soundtracks, obskure Scores aller Art, Surfrock, ätherische Chöre und jede Menge gephaste Orgeln begeistern kann, der sollte unbedingt mal bei dieser Kombo aus Kopenhagen reinhören. Sie selbst nennen es treffenderweise in einem ihrer Songtitel “The Bronson-Beat”. In Kürze erscheint eine neue EP bei Tocado Records.
Bandwebsite Spektr

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[24 Mai 2009 | Kein Kommentar | ]
Jarvis Cocker – Further Complications

Die Krawatte sitzt ein bißchen lockerer. Vielleicht werden sogar die spitzen Chelsea-Boots bald durch klobige, nietenbesetzte Stiefel ersetzt. Jarvis Cocker, der Überdandy neuerdings in Paris zu Hause, lässt den Rocker raushängen. Glam- und Bluesrock infizierte Songs und lange, zuckrige Balladen, die nach einer Weile ungestüm aufgehen, wurschteln sich so durch. Produziert wurde das ganze von Steve Albini im Electrical Audio in Chicago.

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[22 Mai 2009 | Kein Kommentar | ]
Grizzly Bear – Veckatimest

Die Bären sind los! Im Wald werden riesige Fackeln entzündet und die Wege werden schnitzeljagdmäßig mit kleinen Stöcken gekennzeichnet. Rechts, links oder doch geradeaus?
Das Quartett aus Brooklyn meistert die Schwierigkeit des Ablieferns eines Nachfolgers des Opus “Yellow House” ohne mit der Fellmütze zu zucken. Das Schlagzeug bollert mehr als früher und es macht die Stücke griffiger. Die akustischen Gitarren liefern sich Pickingduelle und auch die Stimmen battlen sich zu Höchstleistungen.

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[15 Mai 2009 | Kein Kommentar | ]

“Na, wo kommt ihr denn her?” Sollte man ehrlich sein oder muss eine Notlüge helfen? Leeds klingt da natürlich nach harter Realität.
Also, London ist zwar für horrende Mietpreise berüchtigt, doch auch die Musikszene hat einen gewissen Ruf. Da kann ein Umzug mit Sack und Pack nicht schaden. Sänger Tom Burke schnappte sich seine Jungs und zog ins Paradies.
Scheppernd und mit schwurbeligen Indiekeyboards geht’s in den Indieclub. Tolle Songs haben sie im Gepäck. Immer wieder wird auf die Tube gedrückt und das Tanzbein zuckt unwillkürlich pausenlos mit. Doch das können …