<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Jahrgangsgeräusche &#187; Rock</title>
	<atom:link href="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/category/rezensionen/musik/rock/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.jahrgangsgeraeusche.de</link>
	<description>Popkultur und unbedingte Zonen</description>
	<lastBuildDate>Fri, 30 Jul 2010 09:22:10 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.4</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Sleigh Bells &#8211; Treats</title>
		<link>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2010-07-22/sleigh-bells-treats/</link>
		<comments>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2010-07-22/sleigh-bells-treats/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 10:31:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Love</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Rock]]></category>
		<category><![CDATA[Alexis Krauss]]></category>
		<category><![CDATA[Atari Teenage Riot]]></category>
		<category><![CDATA[Beastie Boys]]></category>
		<category><![CDATA[Dance]]></category>
		<category><![CDATA[Hip Hop]]></category>
		<category><![CDATA[Noise Pop]]></category>
		<category><![CDATA[Posthardcore]]></category>
		<category><![CDATA[Punk]]></category>
		<category><![CDATA[Sleigh Bells]]></category>
		<category><![CDATA[Stereolab]]></category>
		<category><![CDATA[Treats]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jahrgangsgeraeusche.de/?p=9991</guid>
		<description><![CDATA[Wenn der Postmann fünfzigmal klingelt. Die Sleigh Bells klingeln Sturm. Der Beat knallt dir mit ordentlich Wumms ins Gebälk, die Gitarren ziehen es vor laute Störgeräusche zu produzieren. Alexis Krauss hebt dann die Arme, und fängt an uns vollzutexten, ohne im Hip Hop verankert zu sein. Doch sie weiß, was zu tun ist. Riffgeballer braucht eine Wortführerin, die nicht nur mit Stimme, sondern mit vollem Körpereinsatz zur Sache geht. Die Synthies ziehen lange Fahnen, immer mit dem Blick uns Raveverdrossenen die Steigerung wieder ans Herz zu legen. Fahrstuhlmusik mal anders. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn der Postmann fünfzigmal klingelt. Die <a href="http://www.myspace.com/sleighbellsmusic" target="_blank">Sleigh Bells</a> klingeln Sturm. Der Beat knallt dir mit ordentlich Wumms ins Gebälk, die Gitarren ziehen es vor laute Störgeräusche zu produzieren. Alexis Krauss hebt dann die Arme, und fängt an uns vollzutexten, ohne im Hip Hop verankert zu sein. Doch sie weiß, was zu tun ist. Riffgeballer braucht eine Wortführerin, die nicht nur mit Stimme, sondern mit vollem Körpereinsatz zur Sache geht. <span id="more-9991"></span>Die Synthies ziehen lange Fahnen, immer mit dem Blick uns Raveverdrossenen die Steigerung wieder ans Herz zu legen. Fahrstuhlmusik mal anders. Alles wird nach oben gezogen, an die Grenze, auf den Aussichtsturm, um dann oben angelangt den Ameisenmenschen auf den Kopf zu spucken. Derek E. Miller mosht über alles drüber und die Beats bleiben mechanisch wild. Alles klingt kurz nach Auflösung oder dass gleich die Boxen durch sind.  Krauss ist eine Shouterin, ohne groß laut zu werden. Sie bleibt in der Popsozialisation hängen, nur ihre eigenen Backings schreien schon mal Le Tigre aus dem Sommerloch. In dem kurzen &#8220;Straight A&#8217;s&#8221; mimt sie die Furie und brüllt sich die Kehle blutig. Noise Pop soll das heißen. Ja, okay!</p>
<p>Auf jeden Fall erspielten sich die Sleigh Bells in letzter Zeit eine tolle Indiefangemeinde. Die darf sich nun auf ein Debüt stürzen, dass alles unter einen Hut bringt. Millers große Beatkrachgebilde untermalen sein Riffgedrosche und Krauss macht die Teeniegöre, die sich nicht entscheiden kann, ob ein neues Tattoo oder ein Hello Kitty-T-Shirt her muss. Erinnert an Atari Teenage Riot ohne deren Tempogezocke. Die Sleigh Bells wollen lieber auf der Tanzfläche dem Hip Hop huldigen und streuen Pet Shop Boys-Linien in den Krach. Krauss singt mit einer Stereolab-Leichtigkeit und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Nicht von einem Ibiza-Trance-Schleier, noch von Posthardcore-Gekloppe.</p>
<p><a href="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2010/06/sleighdance.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-9992" title="Sleigh Bells" src="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2010/06/sleighdance.jpg" alt="Sleigh Bells" width="540" height="359" /></a></p>
<p>Miller hat alles schön arrangiert, die Playbacks sitzen und so können die beiden auf den Festivalbühnen dieser Welt locker bestehen. Sexy Gestöhne und Atemlosigkeit sind nur von kurzer Dauer. Die Sleigh Bells reißen lieber nur etwas an. Zu Ende denken müssen wir die Kleinode, die sich ungemein laut durch die Boxen würgen schon selbst. Mutti, tu dir was in die Ohren!</p>
<p>Die Sleigh Bells sind eine schöne Dance- Punk-Combo, die Wert auf Verdichtung durch Alexis Vocalarbeit legt. &#8220;Rill Rill&#8221; ist sogar ein Stolpersouler, der so auch in der Frühstückspause auf den Teller kommen könnte. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=O--uJVyD07I" target="_blank">&#8220;Infinity Guitars&#8221;</a> strotzt nur so mit Beastie Boys-Gehopse. Ja, alles schon mal dagewesen, doch die Verknüpfungen und der poppige Unterton machen Sleigh Bells zur Band der Minute. Genau richtig gelesen. Der Titeltrack versucht hymnenartig den Verzerrer vergessen zu machen und die Gitarren spielen die Sirenen des nächsten Feueralarms nach. Alexis Krauss bleibt das geile Aushängeschild im Noise Pop. Komm stöhn mit mir!</p>
<p>Erschienen bei<a href="http://www.momandpoprecords.com/" target="_blank"> Mom &amp; Pop Music</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2010-07-22/sleigh-bells-treats/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wolfparade &#8211; Expo 86</title>
		<link>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2010-07-16/wolfparade-expo-86/</link>
		<comments>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2010-07-16/wolfparade-expo-86/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 16 Jul 2010 11:30:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Love</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Rock]]></category>
		<category><![CDATA[Arcade Fire]]></category>
		<category><![CDATA[Dan Boeckner]]></category>
		<category><![CDATA[David Bowie]]></category>
		<category><![CDATA[Expo 86]]></category>
		<category><![CDATA[Gitarren]]></category>
		<category><![CDATA[Indie]]></category>
		<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Spencer Krug]]></category>
		<category><![CDATA[Synthesizer]]></category>
		<category><![CDATA[Wolf Parade]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jahrgangsgeraeusche.de/?p=9980</guid>
		<description><![CDATA[So eine Weltausstellung ist schon &#8216;ne Sache. Jeder möchte seine Farben präsentieren und bietet alles feil, was nicht bei drei im nächsten Pavillon noch besser verarbeitet rumliegt. Wolf Parade sind auch Aussteller. Sie legen uns ein neues Werk vor die Füße und wir müssen gucken, was wir damit anfangen können. Ist es alltagstauglich, springt der Funke über, ist genug Kunstansatz drin oder bleibt Kanada nur ein Arcade Fire-Land? Spencer Krug und Dan Boeckner heben ihre hektischen Songs nun wieder in Richtung Allgemeinheit. Auf der Vorgängerplatte waren noch Wege ausgeleuchtet worden, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So eine Weltausstellung ist schon &#8216;ne Sache. Jeder möchte seine Farben präsentieren und bietet alles feil, was nicht bei drei im nächsten Pavillon noch besser verarbeitet rumliegt. <a href="http://www.myspace.com/wolfparade" target="_blank">Wolf Parade</a> sind auch Aussteller. Sie legen uns ein neues Werk vor die Füße und wir müssen gucken, was wir damit anfangen können. Ist es alltagstauglich, springt der Funke über, ist genug Kunstansatz drin oder bleibt Kanada nur ein Arcade Fire-Land?<span id="more-9980"></span> Spencer Krug und Dan Boeckner heben ihre hektischen Songs nun wieder in Richtung Allgemeinheit. Auf der Vorgängerplatte waren noch Wege ausgeleuchtet worden, die nicht immer den Nerv der Indiekids trafen, so aber um so mehr den der schreibenden Zunft und den der Eckensteher mit Hornbrille. Nun ist alles wieder etwas nachvollziehbarer. Die Gitarre drängt das Keyboard in die Achtziger. Der Beat treibt alles auf die Tanzfläche.</p>
<p>Da Spencer und Dan singen und Songs schreiben war oft der Gegensatz das Außergewöhnliche. Nun nähern sie sich wieder an und die Songs bekommen ein Mäntelchen umgelegt, mit dem beide gut leben können. Hymnen bekommen ihr Fett weg. Beide singen zusammen und schieben so Songs in den Pophimmel. Dass die Songs fast immer an die fünf Minuten kommen, ist schon längst keine Überraschung mehr. <a href="http://www.subpop.com/artists/wolf_parade" target="_blank">Wolf Parade</a> wollen Musik machen und da dauert es seine Zeit, den Songs den Stempel oder die Richtung aufzudrücken. Kleine Parts, große Schlachtschiffe und ausufernde Klimperparts fliegen durch den Rockkosmos. Oft wird viel reingepackt, manchmal rauscht es ein wenig, da fliegen zu viele Erinnerungen und Sounds durch die Luft, dass einem fast ein wenig schwindelig wird.</p>
<p><a href="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2010/06/post-1196-1266005107.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-9982" title="Wolf Parade" src="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2010/06/post-1196-1266005107.jpg" alt="Wolf Parade" width="584" height="329" /></a></p>
<p>Das Tempo ist hoch, das Midtempo für die Folkluschen. Die Stimmen der beiden sind mit Hall ausgestopft und bleiben immer an Bowie kleben, haben diesen New Wave-Touch mit Kühle und Zement. Wie zwei schwere Steine melancholisieren sich die beiden durch quietschende Passagen, durch Klingelkeyboards und Einzeltongitarren. Arcade Fire ist natürlich im Hinterzimmer und nagelt Särge. Oft reichen Uhhhs und Ahhhs , um das Ganze nach vorne zu treiben. Die Drums scheppern schön im Ventilatorwind und zerbrechen Sticks am laufenden Band.</p>
<p>Dass, was die neue Scheibe ausmacht, liegt wohl an den Rändern. Das Wechselspiel der Stimmen, das Spiel zwischen Gitarre und Keyboard, die sich umgarnen, aber auch auslöschen wollen sind Wolf Parades Aushängeschild. Alle Instrumente sind im Vordergrund, jeder hat was zu tun, ob das nur im eigenen Saft entsteht ist zweitrangig. Jede Idee kommt auf Band. Und es gelingt, die Songs sind groß angelegt, mit vielen Parts und Aufbrechungen. Alles geht in Feuer auf, während das Schwarzlicht jeden Fussel zeigt. Immer wieder kommen einem Ultravox und deren Klone in den Sinn.</p>
<p>Wie aus einer verlorenen Zeit, versuchen Wolf Parade ihren Weg weiter zu zeichnen. Die Songs wackeln und scheppern, wie zu guten alten<a href="http://www.modestmousemusic.com/" target="_blank"> Modest Mouse</a>-Zeiten, doch Isaac Brock war der bessere Shouter, der einfach noch mehr Theatralik in die Songs legen konnte. Wolf Parade werden trotzdem mit ihrem Synthie-Rock neue Freunde gewinnen. Dafür treiben die Songs zu sehr und belegen mal wieder, dass der Indiezirkus immer noch ganz gute Tiger im Käfig hat. Sie fauchen nicht so laut, aber streifen durch die Manege mit tropfenden Lefzen. Amtliches Werk, das vielleicht doch in einem halben Jahr noch auf dem Teller verweilt, man muss halt den richtigen Tanzmodus programmieren und die richtigen Girls an seiner Seite platzieren, dann könnten wilde Parties entstehen. Hast du auch mal Bontempi gespielt? Komm, dann gründen wir eine Band!</p>
<p>Erschienen bei Sub Pop</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2010-07-16/wolfparade-expo-86/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Menomena &#8211; Mines</title>
		<link>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2010-07-13/menomena-mines/</link>
		<comments>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2010-07-13/menomena-mines/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 08:10:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Love</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Rock]]></category>
		<category><![CDATA[Cityslang]]></category>
		<category><![CDATA[Danny Seim]]></category>
		<category><![CDATA[Folk]]></category>
		<category><![CDATA[Friend And Foe]]></category>
		<category><![CDATA[Gitarren]]></category>
		<category><![CDATA[Menomena]]></category>
		<category><![CDATA[Mines]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jahrgangsgeraeusche.de/?p=9975</guid>
		<description><![CDATA[Unter welchen Hut soll man Menomena packen? Nimmt man den Schlapphut, den Bauarbeiterhelm oder doch lieber die Kochmütze? Menomena verwickeln sich in Grabenkämpfe. Sie treten nicht auf der Stelle, sind eher unterwegs mit Handgepäck und Einmalzahnbürste. Jede Straßensperre wird mit dem Indie-Pass hinter sich gelassen. Danny Seim und seine zwei Mitstreiter hauen uns zum City Slang-Jubiläum saftige Stücke um die Ohren. Nach &#8220;Friend And Foe&#8221; von 2007 nun also &#8220;Mines&#8221;. Sperrig und versponnen kommen die Songs daher, haben aber bei genauerem Hinhören eine Leichtigkeit, die sich ungefragt den Songstrukturen nähert, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unter welchen Hut soll man <a href="http://www.menomena.com/" target="_blank">Menomena</a> packen? Nimmt man den Schlapphut, den Bauarbeiterhelm oder doch lieber die Kochmütze? Menomena verwickeln sich in Grabenkämpfe. Sie treten nicht auf der Stelle, sind eher unterwegs mit Handgepäck und Einmalzahnbürste. Jede Straßensperre wird mit dem Indie-Pass hinter sich gelassen. Danny Seim und seine zwei Mitstreiter hauen uns zum City Slang-Jubiläum saftige Stücke um die Ohren.<span id="more-9975"></span> Nach &#8220;Friend And Foe&#8221; von 2007 nun also &#8220;Mines&#8221;. Sperrig und versponnen kommen die Songs daher, haben aber bei genauerem Hinhören eine Leichtigkeit, die sich ungefragt den Songstrukturen nähert, um dem Sommer Tribut zu zollen. Bläser, Keyboards und scheppernde Drums stehen im Vordergrund. Die Gitarren wirbeln und folken mit crazy Chordfolgen, die immer kurz innehalten und ihr eigenes Timing entwickeln. Auch Surfpickings brechen Wellen, die ein verzerrter Bass einzufangen versucht. Surf wird zur Beachwanderung.</p>
<p>Wo ist die Linie, die ein angeblich Betrunkener lang stolpern soll? Blasen bitte! <a href="http://www.myspace.com/menomena" target="_blank">Menomena</a> taumeln und eiern. Sie ziehen das Wackelige an. Immer wieder zerfallen die Stücke in Jimi Hendrix-Gewichse und flächendeckende Melancholie. Rock taucht mit Kulleraugen am Rande des Highway auf und hat ein Pappschild in den Händen. Auf dem steht in großen Lettern &#8220;HOME&#8221;. Psychedelische Klänge mit tropfenden Keyboard-Tupfern, die mit sägenden Gitarren gekreuzt werden, versuchen die Stimme von Danny Seim zusammenzuhalten. Oft gehen die Songs coldplaymäßig auf und lassen kurz die Sonne rein. Doch Lichtschutzfaktor 20 reicht.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2010/06/menomena_weird_remix.jpg"><img class="size-full wp-image-9976 aligncenter" title="Menomena" src="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2010/06/menomena_weird_remix.jpg" alt="Menomena" width="450" height="402" /></a></p>
<p>So ein Schwachsinn, habe ich Coldplay erwähnt? Ich nehme alles zurück und fange noch mal von vorne an. Unter welchen Hut soll man Menomena packen? Nimmt man das Baseballcap, die Melone oder doch den Filzhut? Ein Klavier hallt als Unterlage für angedockte Midtemposongs. Die Melodien schachteln sich zu einem großen Paket mit Schleifchen. Die Rhythmik ist immer als Schüttelreim zu verstehen. Der Groove bleibt oft in den Auspuffen alter Schrottmühlen hängen. Es qualmt.</p>
<p>Die Songs treiben ohne Hektik in den Zick Zack-Kurs. Der rote Faden ist nicht mehr zu entdecken. Menomena lösen sich fast in Luft auf. Saxophone verblassen, Gitarren-Slides schieben sich an hüpfenden Klavieren vorbei. Wer hier noch mitsummt hat einen an der Klatsche. Spannende Exkursion.</p>
<p>Menomena veröffentlichen einen Popentwurf, der sich wehrt mit anderen gemessen zu werden. Menomena suchen nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten. Wild und ungestüm, doch mit dieser schon erwähnten unbeschwerten Leichtigkeit, die wohl angeboren sein muss. Sie lassen sich unglaublich viel Zeit. Alles dauert und spleent um die Wette. Ein kurzer Hi-Hat-Tusch lässt uns warten, fast zwanzig Sekunden wummert nur eine Trance-Orgel. Dann wird der rauschende Kassettenrekorder angeworfen. Es gibt viel zu hören. Viele tolle unpoppige Bläser, einige Gospeleinlagen und Scheppersnares. Menomena melden sich unverfroren zurück und schenken City Slang ein atemberaubendes Geburtagstörtchen. Die Kerzen wollen einfach nicht ausgehen, egal wie stark du deine Puste auch feuern lässt. Zeug zum Klassiker!</p>
<p>Erschienen bei <a href="http://www.cityslang.com/" target="_blank">City Slang</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2010-07-13/menomena-mines/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ariel Pink&#8217;s Haunted Graffiti &#8211; Before Today</title>
		<link>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2010-06-22/ariel-pinks-haunted-graffiti-before-today/</link>
		<comments>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2010-06-22/ariel-pinks-haunted-graffiti-before-today/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 07:24:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Love</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Rock]]></category>
		<category><![CDATA[Animal Collective]]></category>
		<category><![CDATA[Ariel Pink]]></category>
		<category><![CDATA[Ariel Pink's Haunted Graffiti]]></category>
		<category><![CDATA[Before Today]]></category>
		<category><![CDATA[fleetwood mac]]></category>
		<category><![CDATA[Hall & Oates]]></category>
		<category><![CDATA[Jackson Five]]></category>
		<category><![CDATA[Los Angeles]]></category>
		<category><![CDATA[Round And Round]]></category>
		<category><![CDATA[Roxy Music]]></category>
		<category><![CDATA[Soft Rock]]></category>
		<category><![CDATA[Steely Dan]]></category>
		<category><![CDATA[The Beach Boys]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jahrgangsgeraeusche.de/?p=10103</guid>
		<description><![CDATA[Die Phase mit Tapes, die Ariel auf seinen Konzerten verkaufte, scheint nun endgültig vorbei. 15 Jahre ist Ariel Pink nun schon im Geschäft. Gut, Geschäft ist wohl das falsche Wort. In der Umlaufbahn. Ariel hat sich mit Homerecordings eine kleine Fangemeinde erspielt, die aber auch schon mal zum Bierwerfen auf Konzerte kam, da Ariel seine Songs nur schlecht umsetzte und er mit Karaoke-Playbacks die Songs in Hitparadenmanier karikierte.
Animal Collective nahmen den schillernden Jungen aus Los Angeles unter ihre Fittiche und veröffentlichten seine ersten Singles. Ariel Pink tingelte sich &#8216;nen Wolf ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Phase mit Tapes, die <a href="http://www.arielpink.com/" target="_blank">Ariel</a> auf seinen Konzerten verkaufte, scheint nun endgültig vorbei. 15 Jahre ist Ariel Pink nun schon im Geschäft. Gut, Geschäft ist wohl das falsche Wort. In der Umlaufbahn. Ariel hat sich mit Homerecordings eine kleine Fangemeinde erspielt, die aber auch schon mal zum Bierwerfen auf Konzerte kam, da Ariel seine Songs nur schlecht umsetzte und er mit Karaoke-Playbacks die Songs in Hitparadenmanier karikierte.<span id="more-10103"></span></p>
<p>Animal Collective nahmen den schillernden Jungen aus Los Angeles unter ihre Fittiche und veröffentlichten seine ersten Singles. <a href="http://www.myspace.com/arielpink" target="_blank">Ariel Pink</a> tingelte sich &#8216;nen Wolf und wurde ein Geheimtipp. Doch auch nach 15 Jahren des Umherwanderns schien die Glitzerwelt, obwohl Ariel gerne mal Glitter auflegt, immer noch mehrere Welten entfernt. Nun gibt es eine Begleitband und der LoFi-Gedanke ist nach hinten gerückt. Das will er uns auf jeden Fall vorgaukeln. Die Songs werden nun groß gedacht und amtlich umgesetzt. Ariel ist aber immer noch der schlechte Crooner der Anfangstage. Er kämpft sich weiterhin durch Psychedelic-Pop der wilden Sorte, der schon mal Blubberwasser schluckt.</p>
<p>Große Namen wie Fleetwood Mac oder die Beach Boys werden genannt, doch Ariel mimt eher das kleine Mädchen in der Plastikwelt, dass sich die Unbekümmertheit der 70er zurückwünscht. Steely Dan ohne Überbiss. Die Brust wird frei gelegt, um einen Blick auf das Herz werfen zu können. Das Saxophon spielt dir unbekannte Hymnen nach und funkelt auf der Tanzfläche neben der Nebelmaschine. Ariel ist immer kurz vor der Selbstzerstörung. Der Messi lebt in seiner vollgestopften Bude und spult am Tag zweihundert Tapes zurück. Das nennt er dann aufräumen. Und so kommen ihm alte Schätzchen wie Roxy Music und Hall &amp; Oates in die Finger. Immer wieder schaut er verliebt in die Vergangenheit. Der Gehrock wird zum Statussymbol.</p>
<p><a href="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2010/06/ArielPink_.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-10104" title="Ariel Pink's Haunted Graffiti" src="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2010/06/ArielPink_.jpg" alt="Ariel Pink's Haunted Graffiti" width="540" height="351" /></a></p>
<p>Mit seiner Band Haunted Graffiti hat er mehr Kontrolle über die Songs, als er je hatte. Früher mimte er eine Band nach und verstrickte sich in Loops und Bastelanleitungen. Nun wirken die Songs aufgeräumter und Hits werden einfach mal zu Ende gedacht, nicht überfrachtet und verschachtelt. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=rhC578LesEM" target="_blank">&#8220;Round And Round&#8221;</a> ist so ein Song. Ariels Gespür für Tragik und kompositorischen Aufbau kommen nun zum Tragen. Endlich wirkt er losgelöst, kann die Atmosphäre aufsaugen und kanalisieren. Die Synthies quellen über, das Space-Echo flirrt. Die Gitarren holen sich ihr Rockabzeichen mit Hochsteckfrisur. Mit Plateauschuhen macht das Zigarettenausdrücken noch mehr Spaß.</p>
<p>Der Glam und die Kopfstimme werden Herr über Ariel, der natürlich auch mit Band immer noch an den Grenzen kratzt. Alles ist smooth arrangiert, so als wären die Jackson Five noch mal in dem Studio gewesen, dass nun Ariel in samtenen Hosen besetzte. Der Geist verstorbener Funkyness schwebt durch Kifferbassläufe. Die Hintergrundeffekte, das Rauschen, das Haspeln sind etwas mehr in den Hintergrund getreten. Doch nach einem kräftigen Zug am Joint, hörst du Pumuckl durch die Melodien tigern. Die Songs versuchen ohne klangliche Verwirrungen zu leben. Schaffen sie nicht. Ist wie die Luft zum Atmen. Dass es sich Ariel trotz neuer Aufgabenstellung nicht nehmen lässt, immer mal wieder zu quäken, zu jodeln oder zu schmatzen macht ihn grundsympatisch.</p>
<p>Durch Chill-Out-Lounges zwirbelt sich Ariel in die Softrockecke, um dem Gitarrensolo zu frönen und der Batikmode eine zweite Chance zu geben. Immer wieder stöhnt Ariel vor sich hin, während die Band die Songs noch zu proben scheint. Stimmen werden gefiltert, Pedale aus dem Fenster geworfen und Space-Rock ohne Raketenantrieb durch die versiffte Wohnküche gezimmert. Wattebäuschen werden in Körperöffnungen gestopft. Könnte ja einen interessanten Sound ergeben. Einige Songs treiben es dann doch ein bisschen zu doll. Die schnelleren Stücke langweilen ein wenig. Die smoothen, abgehangenen Songs stehen Ariel besser. Er scheint nun mit dem Aufräumen begonnen zu haben. Nur noch 30.000 Tapes müssen zurück gespult werden. Raviolidosen sind nun feistem Catering gewichen. Wir dürfen gespannt sein, ob es irgendwann nach Axe riecht. Ich glaube eher nicht…</p>
<p>Erschienen bei <a href="http://www.4ad.com/" target="_blank">4AD</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2010-06-22/ariel-pinks-haunted-graffiti-before-today/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sleepy Sun &#8211; Fever</title>
		<link>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2010-06-03/sleepy-sun-fever/</link>
		<comments>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2010-06-03/sleepy-sun-fever/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 09:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Love</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Rock]]></category>
		<category><![CDATA[CCR]]></category>
		<category><![CDATA[Creedence Clearwater Revival]]></category>
		<category><![CDATA[Embrace]]></category>
		<category><![CDATA[Fever]]></category>
		<category><![CDATA[fleetwood mac]]></category>
		<category><![CDATA[Folk]]></category>
		<category><![CDATA[Monster Magnet]]></category>
		<category><![CDATA[Progrock]]></category>
		<category><![CDATA[Psychedelic]]></category>
		<category><![CDATA[Santa Cruiz]]></category>
		<category><![CDATA[Sleepy Sun]]></category>
		<category><![CDATA[The Grateful Dead]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jahrgangsgeraeusche.de/?p=9634</guid>
		<description><![CDATA[Sleepy Sun setzen da an, wo sie im letzten Jahr aufhörten. Die Gitarren schichten sich zu einem prolligen, psychedelischen Brett und die Stimmen verlieren sich in einem Fleetwood Mac-Kosmos, in dem Patchouli zum guten Duft gehört. Der Opener verrät schon alle Tricks von Sleepy Sun. Der Progrock kommt nach Hause und bekommt weiche, sphärische Vocals zum Abendbrot. Die Gitarren bratzen und flirren durch Kaliforniens Traumsonne, der Surfer sucht nicht nur nach der perfekten Welle, sondern auch nach dem nächsten Bong. 
Die Songs tragen lange Bärte, obwohl die beim Teekochen immer ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.sleepysun.net/" target="_blank">Sleepy Sun</a> setzen da an, wo sie im letzten Jahr aufhörten. Die Gitarren schichten sich zu einem prolligen, psychedelischen Brett und die Stimmen verlieren sich in einem Fleetwood Mac-Kosmos, in dem Patchouli zum guten Duft gehört. Der Opener verrät schon alle Tricks von Sleepy Sun. Der Progrock kommt nach Hause und bekommt weiche, sphärische Vocals zum Abendbrot. Die Gitarren bratzen und flirren durch Kaliforniens Traumsonne, der Surfer sucht nicht nur nach der perfekten Welle, sondern auch nach dem nächsten Bong. <span id="more-9634"></span></p>
<p>Die Songs tragen lange Bärte, obwohl die beim Teekochen immer wieder im kochenden Wasser landen. <a href="http://www.myspace.com/sleepysun" target="_blank">Sleepy Sun</a> spielen ihren stratosphärischen Rock luftig runter. Oft klingen die Gitarren nach einer Hippieband mit Monster Magnet-T-Shirts. Die Drums poltern schon mal wild mit viel Gecrashe durch die Nacht. Die Gitarren spielen Poltergeist auf der Tabulator und der Süßholzgesang bleibt verhuscht in der Grauzone zu Nerdtum.</p>
<p>Natürlich tauchen auch diese Boy/Girl-Motive auf, wenn sich die beiden Stimmen von Rachel Fannan und Bret Constantino auf der Lichtung treffen. Das Folkgerüst bleibt die Weste und die Fransen sind aus Psych-Rock mit vielen angesengten Zwischenstücken. Das Album ist voll mit verschiedenster Herangehensweise. Warum sollte eine Band wie Sleepy Sun nur im amerikanischen Sumpf Gefangene machen? Sie schauen auch gerne über den Teich und haben Schlachtpläne, wie man Gewässer ohne Aufsehens überqueren kann. Ein Boot wäre zu laut, das Kanu zu kraftintensiv, das Schlauchboot zu kindisch. Mmmmh, da muss man wohl das altbewährte Brustschwimmen auspacken.</p>
<p><a href="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2010/06/sleepysun-08.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-9635" title="Sleepy Sun" src="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2010/06/sleepysun-08.jpg" alt="Sleepy Sun" width="500" height="333" /></a></p>
<p>Alles fügt sich zu einem großen Tempel zusammen, der nur Barfuß betreten werden darf. In der Mitte hocken Sleepy Sun und lassen ihre Gitarren kreisen. Jedes Grateful Dead-T-Shirt wird in die Mitte geworfen und verbrannt. Die Mädels tragen Blumen im Haar und rasieren sich seit Neuestem nicht mehr die Beine. Sleepy Sun schauen gerne zurück. Sie daddeln gerne in alten Versen und Soundgebilden. Ekstase ist das Stichwort. Sleepy Sun schaukeln sich hoch, ohne den Holzhammer bemühen zu müssen. Dass sie dabei manchmal das Songwriting vergessen, sei ihnen verziehen. Es geht um eine Stimmung und nicht um einen Akkordwechsel.</p>
<p>&#8220;Desert God&#8221; bricht wunderschön auf und holt eine CCR-Mundharmonika aus dem Schlafsack. Da geht dem Altrocker doch die Jeans auf. John Fogerty wird wohl zustimmen, dass man das so nicht besser machen kann. Die fliegenden Gitarren von <a href="http://www.youtube.com/watch?v=rYm3oxSdNQk" target="_blank">&#8220;Open Eyes&#8221;</a> und die Phaser-Stimme von Constantino heben das Stickgewirbel in die Wüste. Die tollen Backgroundstimmen von Fannan kleben wie Zucker am Cocktailglasrand. Mystisch geht es zu, fast sektengleich sitzen Sleepy Sun im Kreis und schauen sich für Minuten in die Augen, um dann die Verzerrer zu treten. Eine Wand tut sich auf, die nur mit Country und Folk eingerissen werden kann. Sleepy Sun überzeugen auch auf ihrem zweiten Longplayer. Das dann ein Song &#8220;Acid Love&#8221; heißt, verwundert nicht mehr. Cool!</p>
<p>Erschienen bei ATP/Indigo</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2010-06-03/sleepy-sun-fever/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>The Melvins &#8211; The Bride Screamed Murder</title>
		<link>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2010-06-01/the-melvins-the-bride-screamed-murder/</link>
		<comments>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2010-06-01/the-melvins-the-bride-screamed-murder/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 08:03:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Love</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Rock]]></category>
		<category><![CDATA[Buzz Osborne]]></category>
		<category><![CDATA[Dale Crover]]></category>
		<category><![CDATA[Drums]]></category>
		<category><![CDATA[Kiss]]></category>
		<category><![CDATA[Metal]]></category>
		<category><![CDATA[Mike Patton]]></category>
		<category><![CDATA[The Bride Screamed Murder]]></category>
		<category><![CDATA[The Melvins]]></category>
		<category><![CDATA[The Who]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jahrgangsgeraeusche.de/?p=9568</guid>
		<description><![CDATA[Die Melvins melden sich zurück. Was hat sich verändert? Die Drums breaken sich ins Delirium, die Gitarren zerfetzen jede noch so schnittige Jeans und die Tempowechsel bleiben erneut unverwüstlich. Trotzdem gibt es auf &#8220;The Bride…&#8221; einige Neuigkeiten zu entdecken. Hemmungslos werden die Genres gewechselt, um den eigenen Kosmos zu unterfüttern.
Der Gesang von Buzz hat noch mehr diese Mischung aus Gospel, Armydrill und Metalphrasierung. Im Starter &#8220;The Water Glass&#8221; bleibt Buzz Stimme mit den Drums alleine. Auch bei &#8220;Pig House&#8221; gibt es ein afrikanisches Tänzchen, dass von der Kuhglocke aus der ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Melvins melden sich zurück. Was hat sich verändert? Die Drums breaken sich ins Delirium, die Gitarren zerfetzen jede noch so schnittige Jeans und die Tempowechsel bleiben erneut unverwüstlich. Trotzdem gibt es auf &#8220;The Bride…&#8221; einige Neuigkeiten zu entdecken. Hemmungslos werden die Genres gewechselt, um den eigenen Kosmos zu unterfüttern.<span id="more-9568"></span></p>
<p>Der Gesang von Buzz hat noch mehr diese Mischung aus Gospel, Armydrill und Metalphrasierung. Im Starter &#8220;The Water Glass&#8221; bleibt Buzz Stimme mit den Drums alleine. Auch bei &#8220;Pig House&#8221; gibt es ein afrikanisches Tänzchen, dass von der Kuhglocke aus der Trance gerissen wird. Doch die Melvins wären nicht die beste Band der Welt, wenn sie nicht ihren Valium-Metal in neue Richtungen schieben würden. Immer wieder grinsen traumhafte Popverweise durch den Brautschleier. Wir wissen, was das bedeutet. So müssen The Who ihre Generation hergeben und die bösen Heiratsschwindler machen daraus eine langsame und krude Trauerveranstaltung. Die Orgel dröhnt den Trauermarsch und Buzz lächelt diabolisch als er die Braut zum Altar führt. Man kann so oft heiraten wie man will. Vor Gott sind alle Schäfchen geschoren. Fürbitten dengeln durch die Distortionkapelle.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2010/05/274520347_a221d0b144.jpg"><img class="size-full wp-image-9589 aligncenter" title="The Melvins" src="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2010/05/274520347_a221d0b144.jpg" alt="The Melvins" width="500" height="400" /></a></p>
<p>Die Kopfstimme in &#8220;I&#8217;ll Finish You Off&#8221; macht einem Angst. Ein Zuckerschlecken ist es wohl nicht, an der Seite der Haudegen zu leben. Die Riffs fliegen mit gestärkter Brust durch den Todestempel und bringen nur die Hitze der Sonne mit, nicht deren Strahlkraft und Sonnenbrillencharme.</p>
<p>Das 15. Studioalbum hievt die Melvins auf einen noch höheren Sockel. Für die Nerds: Ja, es gab auch noch Minialben, Zusammenarbeiten und Compilations. Locker bleiben!</p>
<p>Die neuen Acapella-Teile ziehen dir die Socken aus. So hast du die Melvins noch nicht gehört. Moshing gehört natürlich immer noch zur Grundausstattung, doch auch &#8220;Hospital Up&#8221; hat diese schöne Linie, der auch wildes Gewirbel nicht den Schönklang und die geile Atmo nehmen kann. Buzz zaubert traumhafte Sequenzen in die Risse. Geheimnisvolle, geisterhafte Vocals mischen sich mit Härte und Wahnsinn. Die Melvins sind zurück und huldigen natürlich KISS und entreißen deren Masken. Darunter guckt nur der Knochen durch. Die Haut ist von soviel Schminke ganz porös geworden.</p>
<p>Auch das verjazzte Klavier und die Mike Patton-Geräusche können nicht das kaputt machen, was die Melvins seit Jahrzehnten abliefern. Langeweile kommt nie auf. Dafür sorgen Stomper wie &#8220;Inhumanity And Death&#8221;. Die Gitarre zwiebelt und mosht dir die letzten Haare von der Birne. Was für eine Scheibe! Killer. Die Melvins überschreiten ihren Höhepunkt zum zigten Mal. Tantra halt…</p>
<p>Erschienen bei <a href="http://www.ipecac.com/" target="_blank">Ipecac</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2010-06-01/the-melvins-the-bride-screamed-murder/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Shit and Shine &#8211; 229-2299 Girls against Shit</title>
		<link>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2010-05-21/shit-and-shine-229-2299-girls-against-shit/</link>
		<comments>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2010-05-21/shit-and-shine-229-2299-girls-against-shit/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 21 May 2010 10:31:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Wu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Rock]]></category>
		<category><![CDATA[Chrome]]></category>
		<category><![CDATA[Gitarren]]></category>
		<category><![CDATA[Industrial]]></category>
		<category><![CDATA[Motörhead]]></category>
		<category><![CDATA[Noise Rock]]></category>
		<category><![CDATA[Rhythm 'n' Noise]]></category>
		<category><![CDATA[Rock'N'Roll]]></category>
		<category><![CDATA[Shit and Shine]]></category>
		<category><![CDATA[Smersh]]></category>
		<category><![CDATA[Swans]]></category>
		<category><![CDATA[Verzerrung]]></category>
		<category><![CDATA[Whitehouse]]></category>
		<category><![CDATA[William Bennett]]></category>
		<category><![CDATA[World Domination Enterprises]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jahrgangsgeraeusche.de/?p=9377</guid>
		<description><![CDATA[Es kommt der Tag, an dem muss der Bembel beben. Es kommt der Tag, an dem muss die Säge sägen. Es kommt der Tag, an dem der Hammer einfach auf den Amboss muss. Und das nicht zu knapp. „Zur Sache, Schätzchen!“ Shit and Shine zeigen, wo’s lang geht.
Wenn Lemmy ein chromblitzender Riesenauspuff ist, dann posaunt uns „Have You Really Thought About Your Presentation?“ durch die in Titan gestählte und aufgebohrte Doppelversion davon. Immer auf Spitzentempo, den Blick nach vorn gerichtet. 189 eingepferchte Pferdestärken auf zwei oder drei Rädern, und alles ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es kommt der Tag, an dem muss der Bembel beben. Es kommt der Tag, an dem muss die Säge sägen. Es kommt der Tag, an dem der Hammer einfach auf den Amboss muss. Und das nicht zu knapp. „Zur Sache, Schätzchen!“ Shit and Shine zeigen, wo’s lang geht.</p>
<p><span id="more-9377"></span>Wenn Lemmy ein chromblitzender Riesenauspuff ist, dann posaunt uns „Have You Really Thought About Your Presentation?“ durch die in Titan gestählte und aufgebohrte Doppelversion davon. Immer auf Spitzentempo, den Blick nach vorn gerichtet. 189 eingepferchte Pferdestärken auf zwei oder drei Rädern, und alles deins.</p>
<p>You are the Drag Star! Das Feuerschweifmuster flattert im von Ruß durchtränkten Fahrtwind und die Beschleunigung reißt dir fast die Gedärme aus dem Leib. Du weißt nicht mehr wo vorne und hinten ist. Macht nichts. Du wirst dein eigener Windkanal. Und du verbrennst dir die Finger gleich beim ersten Anfassen an irgendwelchen herumfliegenden Bruchstücken. Schließlich schreist du kurz laut auf. Denn es gefällt dir.</p>
<p>Und du weißt, hier bist du richtig. Du magst es zwar immer noch auf die harte Tour, aber dir ist schon lange klar, dass unter der Firnis aller hedonistischen Spielarten noch viel unberechenbarere Dinge liegen. Schnell wird der Bedeutungszusammenhang von „What a Difference A Day Makes“ schamlos umoperiert und bekommt eine perfide Doppelbödigkeit. Spitzenwerte und Ausreißer führen auf direktem Weg in die provozierte Schockstarre. Ist das immer noch ein Motorrad oder schon ein Zahnarztstuhl?</p>
<p>Der Spaß an einer Mutprobe ist trotzdem zu groß, als dass jetzt irgend etwas verhindert werden könnte. Der Nervenkitzel auf dem 7-Meter-Brett ist immer noch nur durch das 10-Meter-Brett zu übertreffen. Rückwärts als Sozius auf dem Motorrad mit 180 über die Landstraße brettern. Brettern und genagelt werden. Darauf kommt es an. Erste Erinnerungen an Gruppen wie <a href="http://www.discogs.com/artist/Smersh" target="_blank">Smersh</a> und <a href="http://www.myspace.com/worlddoments" target="_blank">World Domination Enterprises</a> werden wach und sogleich in den Schatten gestellt bevor du dich nicht mehr erinnern kannst. Du bist nahe daran, das Bewusstsein zu verlieren. Verzerrungen mäandern um vibrierende Körperteile. Und der Groove hängt in kurzen metallischen Echos von dir herab. Gänsehäute flattern.</p>
<p>An welchen Schrauben soll man noch drehen? Es ist heute nicht unbedingt einfacher geworden neue Reizpunkte in den Genres Noise Rock und Rhythm and Noise zu setzten. Allzu oft wird man beim erfahrenen Publikum nur ein müdes Schulterzucken ernten. Shit and Shine haben stichhaltige Argumente gefunden und tragen diese mit einer gehörigen Portion Ironie selbstbewusst vor. Sie halten sich nach wie vor an der Gitarre als Hauptinstrument schadlos und setzen sich schon damit von den meisten Rhythm-and-Noise-Interpreten ab. Ihre Verzerrungen stellen sich in all ihren Spielarten immer in Bezug zu den Traditionen von Rock’n’Roll und Industrial, auch wenn sich von allen Seiten die Gitarren flächig übereinander schichten und aufschaukeln. Das rhythmisierte Motiv bleibt erkennbar, als elektrisierender Shaker, als nervtötender Quirl oder als beseelender Hauch.</p>
<p>Im Gegensatz zu einer Statik der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Swans" target="_blank">Swans</a> ist ihr spitz und stark verzerrter Klang nie ein kantige Masse, sondern eine perfekt geölte Maschine. Hier wird nicht mit dem Kopf negiert, sondern mit der Hüfte geschlagen. Die Maschine läuft und lässt im Vorbeifahren durchblicken, dass die frühen <a href="http://www.staticwhitesound.com/chrome/" target="_blank">Chrome</a> immer noch genauso präsent sind wie die Theatralik und Scharlatanerie eines <a href="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2009/07/23/cut-hands-aka-william-bennett-live-dusseldorf-17072009/" target="_self">William Bennett</a>. Und was fast das größte Verdienst ist: Shit and Shine schaffen es, nie in die Untiefen von Death Metal abzugleiten. Das wäre auch viel zu einfach gewesen. Mein Album des Monats. Mindestens.</p>
<p>&#8220;229-2299 Girls against Shit&#8221; ist bei <a href="http://www.riotseason.com/REPOSECD022.htm" target="_blank">Riot Season</a> erschienen. Hörbeispiele gibt es <a href="http://www.myspace.com/shitandshine" target="_blank">hier</a>.</p>
<p><a href="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2010/05/outsiders-shit_and_shineII.jpg"><img style="border: 0px initial initial;" title="229-2299 Girls Against Shit" src="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2010/05/outsiders-shit_and_shineII.jpg" alt="229-2299 Girls Against Shit" width="545" height="816" /></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2010-05-21/shit-and-shine-229-2299-girls-against-shit/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Darwin Deez &#8211; Darwin Deez</title>
		<link>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2010-05-10/darwin-deez-darwin-deez/</link>
		<comments>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2010-05-10/darwin-deez-darwin-deez/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 10 May 2010 06:52:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Love</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Pop]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Rock]]></category>
		<category><![CDATA[Brian Eno]]></category>
		<category><![CDATA[Brooklyn]]></category>
		<category><![CDATA[Coldplay]]></category>
		<category><![CDATA[Darwin Deez]]></category>
		<category><![CDATA[Debüt]]></category>
		<category><![CDATA[Gitarre]]></category>
		<category><![CDATA[Grizzly Bear]]></category>
		<category><![CDATA[Haare]]></category>
		<category><![CDATA[Hippies]]></category>
		<category><![CDATA[Indie]]></category>
		<category><![CDATA[Julian Casablancas]]></category>
		<category><![CDATA[New York]]></category>
		<category><![CDATA[The Strokes]]></category>
		<category><![CDATA[Understatement]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jahrgangsgeraeusche.de/?p=9194</guid>
		<description><![CDATA[Darwin Deez hat die Haare schön. Der New Yorker wirft auf seinem Debütalbum mit Strokes-Gitarren um sich. Es knallt schon mal. Nicht nur im Karton. Die Bad Taste-Party ist deine Liebste und du sammelst das ganze Jahr Utensilien, um wieder den Hauptpreis zu ergattern. Deine Gitarre begleitet dich überall mit hin und wenn du eine kleine Idee hast, wird sofort in die Saiten geschlagen und ein Song draus. Quer durch die City. Auch wenn die spitzen Gitarrenläufe des öfteren das Taxi verpassen, geht der Dauerlauf durch die Innenstadt weiter. Zu ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.myspace.com/darwindeez" target="_blank">Darwin Deez</a> hat die Haare schön. Der New Yorker wirft auf seinem Debütalbum mit Strokes-Gitarren um sich. Es knallt schon mal. Nicht nur im Karton. Die Bad Taste-Party ist deine Liebste und du sammelst das ganze Jahr Utensilien, um wieder den Hauptpreis zu ergattern. Deine Gitarre begleitet dich überall mit hin und wenn du eine kleine Idee hast, wird sofort in die Saiten geschlagen und ein Song draus. Quer durch die City.<span id="more-9194"></span> Auch wenn die spitzen Gitarrenläufe des öfteren das Taxi verpassen, geht der Dauerlauf durch die Innenstadt weiter. Zu Fuß kommt man schneller durch und Geld wird auch gespart. Und die Umwelt erstmal. Sie bedankt sich artig. Man muss an die Zukunft denken. Oder an die nächste Hook.</p>
<p>Die Rhythmusbox ploppt und hält die Indie-Welt zusammen. Darwin ist immer auf der Suche nach der großen Geste mit Strickmütze. Jede noch so tighte Idee wird mit Slackertum und Kleingeisterei veredelt, wenn nicht sogar ausgelöscht. Das bremst manchmal ein wenig, hat aber auch sommerlichen Charme. Darwins Stimme hat diese Unbekümmertheit und das Timbre des Versuchs ein Sänger am Rande der Legalität zu sein. Darwin versucht erst gar nicht schön zu singen. Für ihn zählt der Moment, der Ansatz, der Kick des Storytellings und des Understatements. Coolheit als Ausdrucksmittel.</p>
<p>Zwischen all dem Gegroove gibt es kleine Perlen zu entdecken, die schon mal mit Phoenix durch Versaille schlendern, um beim nächsten Augenaufschlag wieder durch Brooklyn zu kriechen, um die Nabelschnur durch den Dreck zu ziehen. Die Gitarre plärrt und lässt keine Sahne zu. Kondensmilch wird verrührt und der Löffel steht. <a href="http://wearebrilliantlydifferent.com/darwindeez/" target="_blank">Darwin Deez</a> hat Mitmusiker um sich gescharrt, die nur dann dem Meister zur Hand gehen, wenn dieser ihnen den Lockenstab reicht. Der Rock bleibt unrockig, tendiert eher zu pfundigen Ausflügen, die dem Funk schon mal den Knarz geben, so als hätte das Radio einen Sprung. Darwins Stimme fliegt mit dem Verzerrer über Riffs, die nur auf dem Wohnzimmerteppich erfunden worden sein können. Alles ist laut gemischt. Alles bimmelt und Darwin bewegt sich schleichend durch die Rocklandschaft, die vor lauter Hippietum nur in die Hände klatscht und auf das Stirnband wartet, um das wilde Haar zu bändigen.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2010/05/dar.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-9195" title="darwin deez" src="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2010/05/dar.jpg" alt="darwin deez" width="540" height="400" /></a></p>
<p>Darwin Deez ist eine coole Socke. Etwas löchrig in der Mitte, doch der Stoff reicht, um den Sommer zu überstehen, denn jeder weiß, dass man in Espandrillos keine Socken trägt. Im Winter könnten die Löcher aber zu groß geworden sein und der kleine Zeh guckt durch die Fasern. Etwas mehr Spießigkeit wünscht man sich. Mehr Mut zu Großspurigkeit und Dramatik, weniger Berlin-Mitte-Schnörres, mehr glattrasierte Achseln. Die Hippies lassen das Mausern nicht und Grizzly Bear haben Darwin das mit dem Folk erklärt, doch er scheint nur mit halbem Ohr zugehört zu haben.</p>
<p>Wenn man böse sein will, spricht man von einem zugereisten New Yorker, der versucht Coldplay zu covern, doch immer wieder Brian Eno mit Julian Casablancas verwechselt. In jedem Spucknapf lässt Darwin ein Tröpfchen. Wenn man das dann zusammenkippt, bleibt nur eine zu flüssige Masse. Ihm fehlen diese dicken, grünen, schleimigen Dinger, vor denen du dich ekelst.</p>
<p>Erschienen bei Lucky Number/Rough Trade</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2010-05-10/darwin-deez-darwin-deez/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Las Robertas &#8211; Cry Out Loud</title>
		<link>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2010-05-08/las-robertas-cry-out-loud/</link>
		<comments>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2010-05-08/las-robertas-cry-out-loud/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 08 May 2010 11:28:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Love</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Punk]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Rock]]></category>
		<category><![CDATA[Costa Rica]]></category>
		<category><![CDATA[Cry Out Loud]]></category>
		<category><![CDATA[Debüt]]></category>
		<category><![CDATA[Download]]></category>
		<category><![CDATA[Garage]]></category>
		<category><![CDATA[Girlgroup]]></category>
		<category><![CDATA[Las Robertas]]></category>
		<category><![CDATA[The Shangri-Las]]></category>
		<category><![CDATA[Vivian Girls]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jahrgangsgeraeusche.de/?p=9147</guid>
		<description><![CDATA[Die Garage brennt. Costa Rica ist heiß. Von oben knallt die Sonne auf das Dach und lässt die Mädels gurren. Der Ventilator schwurbelt durch die Moskitos. Die Röhrenjeans ist so eng, du kannst dich nicht setzen, sonst könnte man deinen Pöter sehen. Die Las Robertas haben den Mädchenbonus. Benötigen tun sie ihn aber nicht, denn sie spielen ihren Garagen-Pop locker runter. Der Niedlichkeitsfaktor verfliegt wie Rum in der Mittagssonne. Die Songs sind stimmig. Die Aufnahme ist knarzig und mit dicken Gitarren. Der Bass bleibt einspurig und lässt den Gesängen der ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Garage brennt. Costa Rica ist heiß. Von oben knallt die Sonne auf das Dach und lässt die Mädels gurren. Der Ventilator schwurbelt durch die Moskitos. Die Röhrenjeans ist so eng, du kannst dich nicht setzen, sonst könnte man deinen Pöter sehen. Die <a href="http://www.myspace.com/lasrobertas" target="_blank">Las Robertas</a> haben den Mädchenbonus. Benötigen tun sie ihn aber nicht, denn sie spielen ihren Garagen-Pop locker runter.<span id="more-9147"></span> Der Niedlichkeitsfaktor verfliegt wie Rum in der Mittagssonne. Die Songs sind stimmig. Die Aufnahme ist knarzig und mit dicken Gitarren. Der Bass bleibt einspurig und lässt den Gesängen der Girls genug Platz. Jedes Feedback bleibt dir in den kurzen Songs ständig im Ohr hängen. Die Drums treiben dich Richtung Strand, dorthin wo die Jungs mit dem Dosenbier warten. Das Lagerfeuer knackt und die ersten gehen Oben Ohne schwimmen. Wer guckt, kommt beim nächsten Gig nicht auf die Gästeliste.</p>
<p>Die Sechziger Jahre dröhnen durch die Amps. Jeder Chor wird gefeiert. Ein Refrain ist ein Refrain. Soli spielen nur die Muckerjungs. Die Lederjacke sitzt etwas spack, aber der weiße Edding hat so schöne Bandnamen wie Shangri-Las oder Vivian Girls gekritzelt. Also anlassen! Die Las Robertas poltern munter weiter. Nichts hält sie auf, nichts versperrt ihnen den Weg, denn sie meinen es Ernst und arbeiten an ihren Instrumenten, die klingen als wären sie von der Sonne schon ganz vergilbt. Der Livecharackter hebt noch mal die simplen Songs auf die Partyrockschiene, doch ohne Abiball oder Fernsehserienkultur.</p>
<p><a href="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2010/05/robs.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-9148" title="Las Robertas" src="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2010/05/robs.jpg" alt="Las Robertas" width="525" height="700" /></a></p>
<p>Die Garage ist echt. Morgens fährt Papi den Wagen raus und die Girls gehen sogar mit Sonnenbrillen in die dunkle Höhle. Der Duft von altem Benzin liegt in ihren Haaren. Wo andere Girls nach Dove riechen und nach jedem Pipigang sich die Flossen waschen, schmieren sich die Las Robertas mit Corona ein und bringen zum Gitarrenunterricht immer ein Playgirl-Heft mit, um sich in Stimmung zu bringen. Die Jungs lieben sie, die Mädchen sind neidisch und zerfetzen schon mal aus Eifersucht die Bonanzaräder der Robertas. Egal, dann fahren sie halt per Anhalter weiter. So Girls hat man gerne auf dem Beifahrersitz. Sie okupieren sofort den CD-Wechsler und schmeißen ihre Selbstgebrannte rein. Du fährst sie bis vor die Haustür und bettelst um ein Autogramm oder eine Handynummer. Die Las Robertas zeigen dir den Mittelfinger. Geil!</p>
<p>&#8220;Cry Out Loud&#8221; gibt es als kostenlosen <a href="http://lasrobertas.bandcamp.com/" target="_blank">Download</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2010-05-08/las-robertas-cry-out-loud/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Broken Social Scene &#8211; Forgiveness Rock Record</title>
		<link>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2010-04-30/broken-social-scene-forgiveness-rock-record/</link>
		<comments>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2010-04-30/broken-social-scene-forgiveness-rock-record/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Apr 2010 06:59:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Love</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Rock]]></category>
		<category><![CDATA[Band]]></category>
		<category><![CDATA[Brendan Canning]]></category>
		<category><![CDATA[Broken Social Scene]]></category>
		<category><![CDATA[Chicago]]></category>
		<category><![CDATA[Cityslang]]></category>
		<category><![CDATA[Emily Haines]]></category>
		<category><![CDATA[Folk]]></category>
		<category><![CDATA[Indie]]></category>
		<category><![CDATA[John McEntire]]></category>
		<category><![CDATA[Kevin Drew]]></category>
		<category><![CDATA[Leslie Feist]]></category>
		<category><![CDATA[Orchester]]></category>
		<category><![CDATA[Pop]]></category>
		<category><![CDATA[Space-Jazz]]></category>
		<category><![CDATA[Supergroup]]></category>
		<category><![CDATA[The Sea And Cake]]></category>
		<category><![CDATA[Toronto]]></category>
		<category><![CDATA[Tortoise]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jahrgangsgeraeusche.de/?p=8981</guid>
		<description><![CDATA[Die Gästeliste ist lang. Der Türsteher kontrolliert unbekümmert die Ausweise. Nicht jeder darf ins Studio, obwohl es beim Hören von &#8220;Forgiveness Rock Record&#8221; manchmal den Eindruck macht. Das Künstlerkollektiv um Kevin Drew und Brendan Canning hat nach langer schöpferischer Pause zum Tee geladen und jeder, der gerade in der Nähe war oder aus dem Umfeld von Produzent John McEntire stammt, darf zur Veredelung seinen Beitrag leisten. Die Grundstimmung ist fast gleich geblieben. Das Wechselbad der Gefühle steht nach wie vor im Vordergrund. Der Bastelclub hat wieder Scheren ausgelegt und jeder ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Gästeliste ist lang. Der Türsteher kontrolliert unbekümmert die Ausweise. Nicht jeder darf ins Studio, obwohl es beim Hören von &#8220;Forgiveness Rock Record&#8221; manchmal den Eindruck macht. Das Künstlerkollektiv um Kevin Drew und Brendan Canning hat nach langer schöpferischer Pause zum Tee geladen und jeder, der gerade in der Nähe war oder aus dem Umfeld von Produzent John McEntire stammt, darf zur Veredelung seinen Beitrag leisten. Die Grundstimmung ist fast gleich geblieben. Das Wechselbad der Gefühle steht nach wie vor im Vordergrund.<span id="more-8981"></span> Der Bastelclub hat wieder Scheren ausgelegt und jeder darf einen Karton mitgestalten.</p>
<p>So ist  &#8220;Forgiveness Rock Record&#8221; ein Sammelalbum voller unterschiedlicher Klangergüsse. Jeder kleine Schnitt wird am Ende groß aufgerissen, so dass ein stimmiges Endergebnis durch die Boxen strahlt. Die Soundwand bekommt durch so viel Gemahle und Gemale löchrige Teile, die Drew und Canning zu kleben versuchen. Dieser Prozess macht viel Spaß. Diesen Spaß einzufangen war die Herausforderung McEntires, der natürlich immer den Auflösungsmechanismus in Gang setzt, um die Musiker zu neuen Verflechtungen zu drängen.</p>
<p>An den Rändern schimmern käsige Orgeln und der Space-Jazz. Rock erfährt eine Stützung und die Frisuren des Grunge bekommen neue Farben, um im Popdasein nicht wie ein alter, dahergelaufener Köter auszusehen. &#8220;Forgiveness Rock Record&#8221; hält viele Ansätze und Geschichten parat, so dass einem ein wenig schwindelig wird. Gitarrenlärm kommt aus der Konservendose und klopft gegen den Deckel. Ein Dosenöffner hackt sich in die Oberfläche und lässt Luft rein. So strömen alteingelegte Düfte in den Klangkörper und mischen sich mit Endorphinen.</p>
<p>Wie auf einem Gemüsemarkt schreien sich die Händler ihre Preise entgegen und sticheln und kalauern auch schon mal. Die Songs der <a href="http://www.brokensocialscene.ca/" target="_blank">Broken Social Scene</a> poltern gerne mal übermütig oder zerfallen in Kleinkunstkaliber. Der Spaßfaktor und das Einsetzen tausender Rädchen machen das neue Album so hörenswert. Hier wird gearbeit und alle machen sich die Klamotten dreckig. Kein Stargehabe, keine Sonderbehandlung. Nur McEntire an den Knöpfen hat noch den Lageplan, der Rest tummelt sich am Büffet.</p>
<p><a href="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2010/04/bss580.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-8982" title="bss580" src="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2010/04/bss580.jpg" alt="bss580" width="580" height="336" /></a></p>
<p>Der Platz wird knapp, wenn bis zu neunzehn Musiker sich die Toiletten teilen müssen. Wasser wird gespart. Nur jeder Dritte benutzt den Abzug und so mischen sich die Ausscheidungen zu einem waghalsigen Etwas, dass um Kontur ringt, um im nächsten Moment der Kontur den Vogel zu zeigen. Warum muss alles ein Konzept besitzen? So war es doch bei <a href="http://www.myspace.com/brokensocialscene" target="_blank">Broken Social Scene</a> immer.</p>
<p>Wenn der Tee von Leslie Feist kalt ist, kommt <a href="http://www.emilyhaines.com/" target="_blank">Emily Haines</a> zum Aufwärmen vorbei. Der Indie-Lärm wird zu großer Orchester-Schönheit und der Dancefloor hat nur Houseanleihen im Schlepptau. Mal wird kurz und knackig runtergebratzt, mal gibt es Epik für Epileptiker. &#8220;Forgiveness Rock Record&#8221; bietet wieder genug Spielwiesen für&#8217;s Lustwandeln. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=qfufvT_hHC4" target="_blank">&#8220;Forced To Love&#8221;</a>. Schöne Melodien kommen schon mal in die Plastiktüte und werden in die Ecke gepfeffert und mit Füßen getreten. Doch eine Entschuldigung später wird wieder gestreichelt und geküsst. Ein Stotterer bekommt logopädische Behandlungen und ein Blindgänger einen Schluck Zielwasser. Pop bekommt sein Fett weg. Aber nur die Halbfettvariante. Nichts soll zu dick aufgetragen werden oder sogar zu Durchfall führen. Alles haben die Oberärzte bedacht, auch an Schlaftabletten, um Slidegitarren zu rechtfertigen.</p>
<p>Die Stile beleben das Geschäft und Vielfalt macht den Käufer noch glücklicher. Jedes Eis wird in einem übergroßen Hörnchen gereicht, mit doppelt Sahne. Eine Leichtigkeit durchzieht  &#8220;Forgiveness Rock Record&#8221;, dass einem manchmal Bange wird und man nach der Tiefe forscht. Doch muss immer alles so gewichtig oder essentiell sein? In der Popmusik schon lange nicht mehr. So bleibt die Broken Social Scene in den Kinderschuhen und spielt ihren Harmlos-Rock luftig runter und macht unbändigen Spaß. Das reicht doch, oder?</p>
<p>Erschienen bei Cityslang/Universal</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2010-04-30/broken-social-scene-forgiveness-rock-record/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
