Artikel in der Kategorie Jazz
2000, 2009, Chanson, Jazz, Musik, Pop, Rezensionen, Zeitleiste »
Rufus betritt die Bühne. Der Applaus schallt ihm entgegen. Er nimmt das Mikro vom Piano, wirft den Schopf in den Nacken, schließt die Augen und erhebt seine Stimme. Das Publikum ist vom allerersten bis zum letzten Ton gefangen. Der Meister hat sich die Zuschauer einfach genommen. Fragen brauchte er nicht. Sie waren schon willig angereist. Perfekt!
2000, 2009, Easy Listening, Elektronik, Funk, HipHop, Jazz, Musik, Rezensionen, Zeitleiste »
Der Rhythmus der Loops ist feiner geworden, kleinteiliger. Weg von den breiten Beats des Hip-Hop. Hektik und Schärfe sind entwichen. Die Schlagzahl der Samplewechsel ist, verglichen mit gängigen Hörgewohnheiten, immer noch hoch, aber ihre Gesamtzahl ist geringer als auf früheren Prefuse 73-Alben. Es sind nicht mehr die brüchigen Samplegewitter, die uns um die Ohren gewickelt werden. So entstehen zwar nach wie vor vertrackt strukturierte Patterns und filigrane Muster mit hoher Bittiefe, doch der Gesamteindruck ist ein entspannterer.
2000, 2009, Jazz, Musik, Rezensionen »
Versalzen ist hier nichts. Und trotzdem scheint Zorn bis über beide Ohren verliebt.Der Ausnahmekomponist, mit Hang zu Workaholism, herzt und bauchpinselt seine Lieben. “Alhambra Love Songs” ist süß aber nicht klebrig. Zorns Musiker Rob Burger, Greg Cohen und Ben Perowsky säuseln und geben Kusshand. Piano, Bass und Drums. Wahre Liebe benötigt meistens nicht mehr.
Böse Zungen behaupten, dass sich Zorn nun in den Chill-Out-Areas New Yorks verirrt hat. Doch würden Easy Listening-Schandtäter dem Bösewicht Mike Patton einen Song widmen?
2000, 2009, Blues, Elektronik, Jazz, Musik, Rezensionen »
Wucht. Durch eine Gletscherzunge gedrückte Attitüde. Experimentierfreude à gogo, dass es eine Frechheit ist. Hebel starker Kontrastierung wirken in etwas, das manchmal den Geist von Captain Beefhearts “Trout Mask Replica” wiederbelebt jedoch selbst viel moderner klingt. Eine aktuelle Überformung der Nachbildung, mit scheppernden Gitarrenakkorden und sehr freier Stimme. A-E-I-O-U-Ich-bin-Analphabet. Perfekt! Anfänger-Glücksmomente? Keineswegs. Guido Möbius ist ein versierter Artist. Alle Kompositionen auf “Gebirge” sind könnerhaft ohne dabei jemals besserwisserisch zu wirken.
2000, 2009, Jazz, Musik, Rezensionen, Soundtrack, Zeitleiste »
Die Entstehungsgeschichte zum 23. Soundtrack Zorns scheint spannender zu sein als der dazugehörige Dokumentarfilm.
Natalia Almada, eine enge Freundin von Marc Ribot, der seines Zeichens zum “inner circle” Zorns zählt, benötigte noch dringend musikalische Untermalung für ihren Film “El General”. Dieser erzählt die Geschichte von Plutarco Elias Calles, dem Urgroßvater Almadas und Diktator Mexikos in den Zwanzigern des letzten Jahrhunderts.
Zorn lehnte nach ersten Gesprächen ab, da er sich nicht für den richtigen, passenden Komponisten hielt. Nach einigem Hin und Her und vielen Bitten seitens Ribots, schrieb Zorn so viel Musik, daß …





