<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Jahrgangsgeräusche &#187; Folk</title>
	<atom:link href="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/category/rezensionen/musik/folk-musik-rezensionen/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.jahrgangsgeraeusche.de</link>
	<description>Popkultur und unbedingte Zonen</description>
	<lastBuildDate>Sat, 11 Feb 2012 10:24:13 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0.1</generator>
		<item>
		<title>Amos Lee – As The Crow Flies</title>
		<link>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2012-02-09/amos-lee-as-the-crow-flies/</link>
		<comments>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2012-02-09/amos-lee-as-the-crow-flies/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 09:14:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zloty Vazquez</dc:creator>
				<category><![CDATA[2010]]></category>
		<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[Country/Western]]></category>
		<category><![CDATA[Folk]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitleiste]]></category>
		<category><![CDATA[Amos Lee]]></category>
		<category><![CDATA[Billboard]]></category>
		<category><![CDATA[Blue Note]]></category>
		<category><![CDATA[Calexico]]></category>
		<category><![CDATA[Country]]></category>
		<category><![CDATA[EP]]></category>
		<category><![CDATA[Joey Burns]]></category>
		<category><![CDATA[Mission Bell]]></category>
		<category><![CDATA[Nora Jones]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jahrgangsgeraeusche.de/?p=24348</guid>
		<description><![CDATA[Amos Lee legt noch mal nach. Nach dem Nr. 1 Album Mission Bell ist es an der Zeit, den geneigten Countryisten weiteres Songmaterial aus der gleichen Session, welches wohl nicht mehr aufs Album passte, warum auch immer, an den Stetson zu klatschen.
Die Calexico-Jungs haben Amos Lee ein etwas düsteres Gewand zur Seite gestellt und trotzdem ist natürlich auch diese Veröffentlichung, wie schon Mission Bell eine radiotaugliche Angelegenheit für Fernfahrer und Folkmädchen, denen Bonnie Prince Billy zu schrullig und Johnny Cash zu tot sind. Manchmal erinnert mich Amos an Paul Weller ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Amos Lee legt noch mal nach. Nach dem Nr. 1 Album <em>Mission Bell</em> ist es an der Zeit, den geneigten Countryisten weiteres Songmaterial aus der gleichen Session, welches wohl nicht mehr aufs Album passte, warum auch immer, an den Stetson zu klatschen.<span id="more-24348"></span></p>
<p>Die Calexico-Jungs haben Amos Lee ein etwas düsteres Gewand zur Seite gestellt und trotzdem ist natürlich auch diese Veröffentlichung, wie schon <em>Mission Bell</em> eine radiotaugliche Angelegenheit für Fernfahrer und Folkmädchen, denen Bonnie Prince Billy zu schrullig und Johnny Cash zu tot sind. Manchmal erinnert mich Amos an Paul Weller ohne Modfrisur, aber meistens an die männliche Norah Jones, die in den Körper eines Bob Dylan geschlüpft ist und den Knödelteig roh isst.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2012/02/amos-lee.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-24349" title="Amos Lee" src="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2012/02/amos-lee.jpg" alt="" width="504" height="336" /></a></p>
<p>Amos macht eigentlich alles richtig, seine Begleitmusiker unterstützen die gute Songwriterqualität mit großen Gesten. Amos setzt sich sozusagen in ein gemachtes Nest und schaut des öfteren traurig drein, da alles so perfekt ist. Keine Ecke, keine Kante kann Amos aus dem Muckerland abholen. <em>Say Goodbye</em> spielt mit Tradition. Glasklarer Country, wie ihn ein Dwight Yoakam zelebriert, mit überkandidelten Gitarrensoli. <em>The Darkness</em> und<em> Simple Things</em> sind besser. Hier hält der Pop Einzug, der Amos wirklich gut steht. Man weiß nicht, ob man von B-Seiten sprechen darf, dafür sind die Songs nicht skizzenhaft genug.</p>
<p>Eine kleine EP mit amtlichen Stücken, die so nicht als Ausschussware zu erkennen sind, bahnt sich ihren Weg in den Soul. Am Ende wird Amos ein wenig zu gefühlig, doch insgesamt kann man <em>As The Crow Flies</em> laufen lassen. Das Gatter ist zwar noch zu, doch vielleicht schaffen es Burns und Convertino Lee Beine zu machen, um ihn vor der Großspurigkeit und Arroganz eines Bullen zu bewahren, der nur auf dem heimischen Hof der King ist und ihn mal auf die gefährliche Weide des Folk und Country schicken, ohne Kompass und Sporen. Dann sehen wir weiter.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2012-02-09/amos-lee-as-the-crow-flies/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Leonard Cohen – Old Ideas</title>
		<link>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2012-01-24/leonard-cohen-old-ideas/</link>
		<comments>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2012-01-24/leonard-cohen-old-ideas/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 12:25:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zloty Vazquez</dc:creator>
				<category><![CDATA[2010]]></category>
		<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[Blues]]></category>
		<category><![CDATA[Folk]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitleiste]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Hallelujah]]></category>
		<category><![CDATA[Jeff Buckley]]></category>
		<category><![CDATA[Jennifer warnes]]></category>
		<category><![CDATA[Leonard Cohen]]></category>
		<category><![CDATA[Old Ideas]]></category>
		<category><![CDATA[Poesie]]></category>
		<category><![CDATA[Suzanne]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jahrgangsgeraeusche.de/?p=24048</guid>
		<description><![CDATA[Über Leonard Cohen darf man ja nichts Böses sagen, sonst springt einem die Musikpolizei in den Nacken, doch die feiert ja oft Alben, die sie sich nur in den Schrank, in die Sammlung stellt, aber nicht anhört. Ich muss schmunzeln, als mich der erste Song des neuen Leonard Cohen-Albums erreicht. Was habe ich auch erwartet? Genau das. Aber das langweilt mich. Leider!

Alle sprechen von der Wichtigkeit Cohens und Hallelujah und Suzanne. Doch das ist lange her. Wir schreiben das Jahr 2012 und Cohen bleibt bei Blues-Folk mit Poetry-Slam, der sich ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über Leonard Cohen darf man ja nichts Böses sagen, sonst springt einem die Musikpolizei in den Nacken, doch die feiert ja oft Alben, die sie sich nur in den Schrank, in die Sammlung stellt, aber nicht anhört. Ich muss schmunzeln, als mich der erste Song des neuen Leonard Cohen-Albums erreicht. Was habe ich auch erwartet? Genau das. Aber das langweilt mich. Leider!<span id="more-24048"></span></p>
<p><a href="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2012/01/1654leonard_cohen.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-24049" title="Leonard Cohen" src="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2012/01/1654leonard_cohen.jpg" alt="" width="520" height="250" /></a></p>
<p>Alle sprechen von der Wichtigkeit Cohens und Hallelujah und Suzanne. Doch das ist lange her. Wir schreiben das Jahr 2012 und Cohen bleibt bei Blues-Folk mit Poetry-Slam, der sich wichtig nimmt. Nach zwei, drei Songs bin ich zwar in der Stimmung angekommen, die man wohl benötigt, um Cohens Tragik zu folgen, doch die Lieder werden nicht besser. Die Backingband muckt wie die Heavytones von Raab und Cohen hängt zwischen den Akkorden, mal in Time, mal nicht. Wie ein Playback klingt die Musik. Die Songs bleiben im Blues-Gerüst ohne wirkliche Schnörkel und ohne wirkliche Refrains.</p>
<p>&#8220;Different Sides&#8221; bietet kurz Popmusik an. Macht alles auch nicht besser. Da können auch die Backgroundsängerinnen wie Jennifer Warnes keinen Drive mehr hineinträllern. Cohen sitzt seine Platte aus. Doof ist ja auch, dass ich beim Hören immer an Tom Waits denken muss. Der hat ja letztes Jahr ein amtliches Comeback hingelegt. Doch ist es nicht verwunderlich, dass man am liebsten wechseln wollen würde? Cohen suhlt sich in seinem Standing. Er hat vergessen, richtige Songs mit ins Studio zu nehmen.</p>
<p>&#8220;Aber die Texte sind doch so schön&#8221;, schreit mir die Musikpolizei ins Gesicht. Dann sollte Cohen lieber weiter Bücher veröffentlichen. Nur &#8220;Crazy To Love You&#8221; überzeugt mich mit einer Flamencogitarre. Der Rest ist pure Langeweile und man wünschst sich, es bald durchgeschafft zu haben, um wenigstens sagen zu können, man hätte &#8220;Old Ideas&#8221; gehört. Mir hat ein Durchgang gereicht, mit zwei Mal &#8220;Crazy To Love You&#8221;. Ich bin sehr enttäuscht und lege Cohen zu den Akten.</p>
<p>P.S. An alle Rezensenten: Bitte nicht so viele Textpassagen zitieren, um die Review länger und griffiger zu machen! Ich weiß, über die Musik zu schreiben, und so den Mythos Cohen zu beschädigen, ist bei Old Ideas nicht einfach&#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2012-01-24/leonard-cohen-old-ideas/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>First Aid Kit &#8211; The Lion&#8217;s Roar</title>
		<link>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2012-01-20/first-aid-kit-the-lions-roar-2/</link>
		<comments>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2012-01-20/first-aid-kit-the-lions-roar-2/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 13:29:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zloty Vazquez</dc:creator>
				<category><![CDATA[2010]]></category>
		<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[Country/Western]]></category>
		<category><![CDATA[Folk]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitleiste]]></category>
		<category><![CDATA[Country]]></category>
		<category><![CDATA[Duo]]></category>
		<category><![CDATA[First Aid Kit]]></category>
		<category><![CDATA[Johanna Söderberg]]></category>
		<category><![CDATA[Klara Söderberg]]></category>
		<category><![CDATA[Saadle Creek]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[The Lion's Roar]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jahrgangsgeraeusche.de/?p=23982</guid>
		<description><![CDATA[Wieder einmal schaffen es Geschichten, zweistimmig vorgetragen, sich unaufhaltsam durchs Gestrüpp zu spielen. Emotionen werden mit uralten Mythen verquirlt, um sich dem Menschenleben so zu nähern, dass Tradition zur Werkschau und zu einem großen Plan wird.

Bekannte Musiker des Saadle Creek-Umfeldes, nicht zuletzt Conor Oberst, schauen vorbei. Das Duo mutiert zur Muckerband. Klingt fies, doch das Rezept geht auf. Alte Zeiten werden mutig zitiert und ins Hier und Jetzt gehievt. Folkkompromisse werden keine gemacht. Den Söderberg-Schwestern geht es um Authentizität und die lassen sie sich nicht durch Plastik oder anderen Müll ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wieder einmal schaffen es Geschichten, zweistimmig vorgetragen, sich unaufhaltsam durchs Gestrüpp zu spielen. Emotionen werden mit uralten Mythen verquirlt, um sich dem Menschenleben so zu nähern, dass Tradition zur Werkschau und zu einem großen Plan wird.<span id="more-23982"></span></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2012/01/optimizedcapturebgffghf.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-23983" title="First Aid Kit" src="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2012/01/optimizedcapturebgffghf.jpg" alt="" width="567" height="310" /></a></p>
<p>Bekannte Musiker des Saadle Creek-Umfeldes, nicht zuletzt Conor Oberst, schauen vorbei. Das Duo mutiert zur Muckerband. Klingt fies, doch das Rezept geht auf. Alte Zeiten werden mutig zitiert und ins Hier und Jetzt gehievt. Folkkompromisse werden keine gemacht. Den Söderberg-Schwestern geht es um Authentizität und die lassen sie sich nicht durch Plastik oder anderen Müll vermiesen. Warme Klänge schubbern sich; schreien mit vorgehaltener Hand nach Geborgenheit, aber auch nach Weitblick und Suche nach den Gefühlen junger Reisender. Wie Enkelinnen großer Künstler des Folk und Country verstehen es First Aid Kit, sich dem Anbiedern zu entziehen.</p>
<p>Natürlich wirkt das ganze Gerüst etwas altbacken, doch die lupenreine Produktion mit den urtypischsten Instrumenten, die über Berg und Tal reiten, lässt einen wohlig erzittern. Die Stimmen der beiden Schwestern sind jung, dynamisch und doch voller Brüche. Traurigkeit durchströmt die dicken Wollpullover. Sie meinen es ernst. Sie machen nicht auf Freakfolk, benötigen keine Nerdbrillen und schrullige Hampelleien. Traumwandlerische Melodien, die natürlich nie Töne in Erwägung ziehen, die es nicht schon mal gegeben hätte, versetzen die Girls fast in Trance. Da gibt es nur ein Mittel, um dagegen anzuspielen. Ein Glockenspiel. Das Glockenspielgeklimper weckt die Mädchen, da tröpfelt fast ein wenig Pop in den Poncho. Immer dann wird es interessant, wenn man spürt, dass man auch etwas anderes versuchen könnte. &#8220;Blue&#8221; ist mein Lieblingslied. Der Rest ist amtlich, schön und für die Teestube komponiert. Oder für WDR 4.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2012-01-20/first-aid-kit-the-lions-roar-2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Laura Gibson – La Grande</title>
		<link>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2012-01-12/laura-gibson-la-grande/</link>
		<comments>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2012-01-12/laura-gibson-la-grande/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 07:46:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zloty Vazquez</dc:creator>
				<category><![CDATA[2010]]></category>
		<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[Folk]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitleiste]]></category>
		<category><![CDATA[Calexico]]></category>
		<category><![CDATA[City Slang]]></category>
		<category><![CDATA[La Grande]]></category>
		<category><![CDATA[Laura Gibson]]></category>
		<category><![CDATA[Pop]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jahrgangsgeraeusche.de/?p=23857</guid>
		<description><![CDATA[Hat es was mit Selbstbewusstsein oder Selbstvertrauen zu tun, wenn man aus der dunklen Ecke ins Licht steigt, um mit Rhythmik und Schlagzeug Songs laufen zu lassen? Hat man dann den Sprung aus der gekrümmten Haltung geschafft, die viele Folkmädchen inne haben, um noch zerbrechlicher zu wirken? Nein! Laura Gibson lässt sich treiben, sie lässt den Song laufen. Endlich!
Über Stock und Stein humpeln die Songs. Das macht sie interessant.

Lauras kehlige Stimme schwelgt in Erinnerungen an Liebe, Wohnwagen und Bossanova. So entsteht ein warmes Folk-Pop-Album, das mit illustren Gästen aufgewertet wird, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hat es was mit Selbstbewusstsein oder Selbstvertrauen zu tun, wenn man aus der dunklen Ecke ins Licht steigt, um mit Rhythmik und Schlagzeug Songs laufen zu lassen? Hat man dann den Sprung aus der gekrümmten Haltung geschafft, die viele Folkmädchen inne haben, um noch zerbrechlicher zu wirken? Nein! Laura Gibson lässt sich treiben, sie lässt den Song laufen. Endlich!<span id="more-23857"></span></p>
<p>Über Stock und Stein humpeln die Songs. Das macht sie interessant.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2012/01/gibson.jpg"><img class="size-full wp-image-23860 aligncenter" title="Laura Gibson" src="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2012/01/gibson.jpg" alt="" width="556" height="369" /></a></p>
<p>Lauras kehlige Stimme schwelgt in Erinnerungen an Liebe, Wohnwagen und Bossanova. So entsteht ein warmes Folk-Pop-Album, das mit illustren Gästen aufgewertet wird, das aber nicht so von Gewicht ist. Ob da nun Joey Burns (Calexico) oder Jenny Conlee (Decemberists) drauf steht oder nicht, bringt keine Extrapunkte. Eher ist es die Produktion mit all den flirrenden Instrumenten, die sich um Gibsons charmante Stimme scharen, die wirklich wunderschön ist. Der Raum wird genutzt mit all der Kaminromantik und den Wohnküchengrundrissen. Für Gibson-Alben ist das Schlagzeug die Zukunft. Das hat den großen Wurf unterstützt. Munter gibt es Spielfreude vor, die Gibson nutzt, um sich noch mehr in ihre Songs zu legen. Flötengesäusel und Pedal-Steel-Pferdeäpfel sind nur kurze Wegbegleiter, doch immer wenn sie auftauchen wird Gibsons Musik zeitlos.</p>
<p>Gibson vertraut ihren Songs, die wie hingetupft wirken und doch bei näherer Betrachtung Kleinarbeit aufweisen können. Wirklich traumhaft arrangiert. Jedes Picking sitzt. Gibson hat es geschafft, ihre Stärken zu bündeln, etwas Wärme und Farbe in ihr Spiel zu lassen und das macht La Grande bemerkenswert. Die Stile werden miteinander verwoben, so dass ein kleines Ungetüm heranwächst, dass dieses Jahr wirklich auf die Country- und Folkprobe stellt. Da müssen die anderen Folkbarden und SingersongwriterInnen schon ganz tief in ihre Seelen horchen. La Grande ist schon eine 2 mit Sternchen.</p>
<p>Gibson wirft Holz nach, um den weiblichen Hintergrundchor Feuer unterm Arsch zu machen. Und dann gibt es noch Hawaii. Geh auf Entdeckungsreise! Es lohnt sich.</p>
<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/cMnjFPFwYgQ?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2012-01-12/laura-gibson-la-grande/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Cass McCombs – Humor Risk</title>
		<link>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2011-11-11/cass-mccombs-humor-risk/</link>
		<comments>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2011-11-11/cass-mccombs-humor-risk/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 11 Nov 2011 10:39:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zloty Vazquez</dc:creator>
				<category><![CDATA[2010]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Folk]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Pop]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitleiste]]></category>
		<category><![CDATA[Album]]></category>
		<category><![CDATA[Cass McCombs]]></category>
		<category><![CDATA[Domino]]></category>
		<category><![CDATA[Humor Risk]]></category>
		<category><![CDATA[The Jesus and Mary Chain]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jahrgangsgeraeusche.de/?p=22611</guid>
		<description><![CDATA[Cass McCombs bringt nun also in einem Jahr zwei Platten raus. Hut ab! Vielleicht hat ihm das betuliche Wit&#8217;s End nicht genügt. Das neue Album hat ein wenig mehr Drive in den Saiten. Natürlich bleibt auch hier die Stimmung im Kellerbereich, doch Cass zaubert immerhin noch Sonne in den Herbst.
Schön, wie sich seine Stimme gedoppelt in den Abendhimmel reckt. Mit dem Schädel in den Wolken. Cass&#8217; Album ist wie ein Instagram-Foto. Leicht aufgehellt. Ein Ausschnitt, ein Schnappschuss.
Strophen werden zu Refrains, aber das wussten wir ja bereits. Cass nimmt sich wieder ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Cass McCombs bringt nun also in einem Jahr zwei Platten raus. Hut ab! Vielleicht hat ihm das betuliche <a href="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2011-04-15/cass-mccombs-–-wit’s-end/">Wit&#8217;s End</a> nicht genügt. Das neue Album hat ein wenig mehr Drive in den Saiten. Natürlich bleibt auch hier die Stimmung im Kellerbereich, doch Cass zaubert immerhin noch Sonne in den Herbst.<span id="more-22611"></span></p>
<p>Schön, wie sich seine Stimme gedoppelt in den Abendhimmel reckt. Mit dem Schädel in den Wolken. Cass&#8217; Album ist wie ein Instagram-Foto. Leicht aufgehellt. Ein Ausschnitt, ein Schnappschuss.</p>
<p>Strophen werden zu Refrains, aber das wussten wir ja bereits. Cass nimmt sich wieder viel Zeit für die Stücke. Nichts wird mal eben so runtergespielt. Etwas Tempo wird hinzugegossen, das aber der dunklen Stimme Cass&#8217;, die ihm immer im Nacken sitzt, nur Futter schenkt. Ein Stehblues lässt dich die Thrombose-Strümpfe holen. Draußen bellt ein Hund.</p>
<p>Ich liebe diese Strophen, die niemals zu enden scheinen. Humor Risk erinnert mich an The Jesus and Mary Chain oder Velvet Underground. Nur das Cass den Strohhut auf hat und Petty und Dylan ins Bettchen bringt. Manchmal darf die Orgel sogar wie bei den Doors mitträllern. Cass liebt es wieder den Fuß vom Gas zu nehmen. Die Snare steht fast. Wahnsinn. Das könnte Jason Molina nicht besser. Ich bin erneut verliebt und schenke der neuen Scheibe einen Stern mehr. Ob für dieses Jahr nun Schluss ist?  </p>
<p><iframe width="560" height="410" src="http://www.youtube.com/embed/TwaHHj-PLWs" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2011-11-11/cass-mccombs-humor-risk/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Laura Marling &#8211; A Creature I Don&#8217;t Know</title>
		<link>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2011-10-06/laura-marling-a-creature-i-dont-know/</link>
		<comments>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2011-10-06/laura-marling-a-creature-i-dont-know/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 06 Oct 2011 08:48:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zloty Vazquez</dc:creator>
				<category><![CDATA[2010]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Folk]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitleiste]]></category>
		<category><![CDATA[A Creature I Don't Know]]></category>
		<category><![CDATA[Bill Callahan]]></category>
		<category><![CDATA[Country]]></category>
		<category><![CDATA[Joni Mitchell]]></category>
		<category><![CDATA[Laura Marling]]></category>
		<category><![CDATA[Smog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jahrgangsgeraeusche.de/?p=21592</guid>
		<description><![CDATA[Laura Marling ist gewachsen. Ihre wahnsinnige Stimme, die natürlich an Joni Mitchell erinnert, hat eine Kraft, die sich im Folk der Jetztzeit von vielen absetzt. Ihr neues Album trägt eindeutig amerikanische Sterne. Die Britin hat ihre Songs noch komplexer arrangiert, was aber nicht heißt, dass sie überproduziert sind. Nie mehr als drei Aufnahmen wurden gemacht. Kleine Fehler bleiben einfach drin. So ist ihr neues Werk ein hoch musikalisches Erlebnis. 
Hier kann man mal von ausgeprägter Schönheit sprechen. Die Songs sind voller Melodien und Ideen. Laut und Leise. Marcus Mumford ist ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Laura Marling ist gewachsen. Ihre wahnsinnige Stimme, die natürlich an Joni Mitchell erinnert, hat eine Kraft, die sich im Folk der Jetztzeit von vielen absetzt. Ihr neues Album trägt eindeutig amerikanische Sterne. Die Britin hat ihre Songs noch komplexer arrangiert, was aber nicht heißt, dass sie überproduziert sind. Nie mehr als drei Aufnahmen wurden gemacht. Kleine Fehler bleiben einfach drin. So ist ihr neues Werk ein hoch musikalisches Erlebnis. <span id="more-21592"></span></p>
<p>Hier kann man mal von ausgeprägter Schönheit sprechen. Die Songs sind voller Melodien und Ideen. Laut und Leise. Marcus Mumford ist Geschichte. Sie hat eine Liebe gegen Songs und Geschichten eingetauscht. Mund abwischen und weitermachen. In allen Songs schwimmt der Schwermut an ihrer Seite, doch sie versucht zu lächeln. Immer dann schiebt sich die Sonne zurück in Marlings Herz, das uns wohl noch tolle Jahre schenken wird.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2011/09/LauraMarling.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-21593" title="Laura Marling" src="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2011/09/LauraMarling.jpg" alt="" width="500" height="332" /></a></p>
<p>Laura ist gewachsen. Nicht nur, dass ihre Musik nun versucht sich anderen Traditionen anzuschließen, nein, sie versucht ihnen ihren Stempel aufzudrücken. Man nimmt teil an Umbrüchen, an Stürmen und an musikalischen Gleichnissen. Über allem schwingt eine große Portion Liebeswahn, der nicht immer einfach zu bewältigen ist. Man steht immer kurz vor dem Fall. Das weiß Laura und blickt in sich hinein. Ein Bett aus Knochen.</p>
<p>Ihre Begleitmusiker tun ihren Job und legen Laura in Watte. Irgendwer muss sie ja beschützen. Einige dunkle Tupfer sind nur schwer wegzukriegen. Ein Chor hilft, die Stimme dicker zu machen. Oder wirkt dann alles noch trauriger? Und dann gibt es ein Finale, dass dir den Wein aus der Flasche holt. Ist nun alles wieder gut? Laura Marling und Bill Callahan hängen die Latte dieses Jahr unglaublich hoch in den Himmel. Da hilft den Mitstreitern wohl auch kein Fosbury-Flop mehr.</p>
<p><iframe width="560" height="410" src="http://www.youtube.com/embed/EAMxAYkU7gQ" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2011-10-06/laura-marling-a-creature-i-dont-know/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wilco – The Whole Love</title>
		<link>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2011-09-23/wilco-the-whole-love/</link>
		<comments>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2011-09-23/wilco-the-whole-love/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 23 Sep 2011 09:09:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zloty Vazquez</dc:creator>
				<category><![CDATA[2010]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Folk]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Rock]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitleiste]]></category>
		<category><![CDATA[Chicago]]></category>
		<category><![CDATA[Country]]></category>
		<category><![CDATA[dBpm Records]]></category>
		<category><![CDATA[Glenn Kotche]]></category>
		<category><![CDATA[Jeff Tweedy]]></category>
		<category><![CDATA[Nels Cline]]></category>
		<category><![CDATA[The Whole Love]]></category>
		<category><![CDATA[Wilco]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jahrgangsgeraeusche.de/?p=21754</guid>
		<description><![CDATA[Wilco werden wieder musikalischer. Das könnte die Zeile sein, die reicht, um die Rezension abzufrühstücken. Ja, wäre die neue Scheibe nicht ein Highlight des Musikjahres 2011. 

Wilco sind wieder bei sich selbst. Das neue eigene Label hat Jeff Tweedy wieder mehr Blut in die Venen getrieben. Seine Songs haben wieder dieses Suchtpotenzial. Bei ihm und bei mir. Das Album beginnt mit einem groovenden Sturm, der sich mit Streichern seinen Weg bahnt. Nels Cline darf sein Chaos-Pad betätigen und er wirbelt es durch die Kanäle. Mann oh Mann. Tweedy hält sich ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wilco werden wieder musikalischer. Das könnte die Zeile sein, die reicht, um die Rezension abzufrühstücken. Ja, wäre die neue Scheibe nicht ein Highlight des Musikjahres 2011. <span id="more-21754"></span></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2011/09/Wilco2011Press150811.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-21756" title="Wilco" src="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2011/09/Wilco2011Press150811.jpg" alt="" width="552" height="368" /></a></p>
<p>Wilco sind wieder bei sich selbst. Das neue eigene Label hat Jeff Tweedy wieder mehr Blut in die Venen getrieben. Seine Songs haben wieder dieses Suchtpotenzial. Bei ihm und bei mir. Das Album beginnt mit einem groovenden Sturm, der sich mit Streichern seinen Weg bahnt. Nels Cline darf sein Chaos-Pad betätigen und er wirbelt es durch die Kanäle. Mann oh Mann. Tweedy hält sich zurück. Er schnappt sich erst im Schlussteil der 7-Minutennummer seine Gitarre. Vorher nutzt er seine herrlich brüchige Stimme, um Vertrauen zu erwecken. Meins hat er seit ich denken kann. Was für ein Beginn.</p>
<p>Danach geht es charmant weiter. Ein angezerrter Bass lässt die Wurlitzer blass aussehen. Tweedy singt sich knackig in wohlige Klänge. Cline wichst. Ja, so ist der Cline. Bei ihm zuckt bei jeder Akkordwendung der kleine Finger. Tweedy will ihn nicht festbinden. Er gewährt ihm reichlich Auslauf. Ich habe Nels Cline mal in New York bei einem Projekt live gesehen. Er spielt nicht Gitarre, er arbeitet.</p>
<p>Wilco nehmen das Tempo gerne mal raus, so auch auf dem neuen Werk. Tweedy zieht sich wieder in sich zurück. Er mag das grelle Licht nicht so. Wie eine Schnecke zeigt er nur seine Fühlerchen und das klingt so zauberhaft. Die Produktion ist eh von atemberaubender Schönheit. Tolle Chöre singen sich in Tweedys Bauchdecke. Alle Instrumente, egal ob Shaker oder Glockenspiel sind akkurat platziert. Glenn Kotche hat diese wahnsinnige Hi-Hat, die sich jede Schülerband wünscht. Sein linker Fuß ist magisch. Er hat dann immer noch beide Hände frei, entweder für die Sticks oder für die Klöppel.</p>
<p>Tweedy schwebt in einigen Stücken wieder, so als würde er aus der Haut fahren und sich selbst beobachten. Er geht mit sich ins Gericht. Hart, aber fair. Der einsame Cowboy, der sich dem Altcountry verschrieben hat, aber nicht die verdreckten Stiefel anziehen will, die ihm Mom rausgestellt hat, geht seinen Weg stolz weiter. Tweedy will sein Songwriting aus der Traufe heben. Dies gelingt vorzüglich mit &#8220;Dawned On Me&#8221;. Der Country und Folk, all die Tradition soll sich spiegeln und neu formieren. Ganz ruhige Momente hat The Whole Love auch zu bieten. Wunderbar lakonisch wird mit der Steel-Guitar die Prärie gestriffen, der Sonnenuntergang geküsst und die Exfrau mit Kuchen überrascht. Der Bass von John Stirratt spielt seine eigene Welt zusammen. Auch soundtechnisch hat sich John was Neues überlegt. Er will wohl nicht hinter Nels zurückstehen. Sein Bass hüpft verspielter und dramatischer als noch auf Wilco-The Album.</p>
<p>Wann wird der große Gong eingesetzt? Ich hänge an Jeffs Lippen und glotze auf Nels Finger. &#8220;Capitol City&#8221; macht sich shufflelig aus dem Staub. Ein Kleinod aus der Laienspieltruppe. Auf einmal haben die Beatles nen Stetson auf.</p>
<p>Es wird noch mal Tempo aufgenommen. Wütende Gitarrensalven zeigen, dass Rock auch stumpf sein kann. Das macht Laune. Am Ende gibt es den Rausschmeißer. Ein Zwölfminüter, so dick wie dein Fingerdarm. Ein warmes Klavier sucht sich Platz. Schwer zu finden bei all den Gitarrenmelodien und einer Menge an Text. Tweedy brummt wieder. Er ist der traurige Geschichtenerzähler, dem eine Gute Nacht-Geschichte nicht reicht. Er hat seine Bibliothek mitgebracht. The Whole Love ist ein kräftiges Werk. Eins, das man erst begreift, wenn man es zehn Mal am Stück gehört hat. Die Countryelemente sind wieder zurück. Glockengeläute ebnet den Weg in eine Zukunft, der Wilco jetzt wohl wieder gerne entgegen schreiten. Die Unabhängigkeit ist zurück erfochten worden, der Platz in meinem Herzen  auch (war er jemals belegt?) und der Eintritt in die vordersten Ränge, wenn es heißt, das Album des Jahres zu nennen. Jetzt kann Tweedy sich schlafen legen. Bis zum nächsten Ausritt, Alter!</p>
<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/C80-IU7L0Is?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/EzOHDlLS8ns?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2011-09-23/wilco-the-whole-love/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Case Studies &#8211; The World Is Just a Shape to Fill the Night</title>
		<link>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2011-08-24/case-studies-the-world-is-just-a-shape-to-fill-the-night/</link>
		<comments>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2011-08-24/case-studies-the-world-is-just-a-shape-to-fill-the-night/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 24 Aug 2011 06:06:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zloty Vazquez</dc:creator>
				<category><![CDATA[2010]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Folk]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitleiste]]></category>
		<category><![CDATA[Case Studies]]></category>
		<category><![CDATA[Country]]></category>
		<category><![CDATA[Jesse Lortz]]></category>
		<category><![CDATA[Leonard Cohen]]></category>
		<category><![CDATA[Sacred Bones]]></category>
		<category><![CDATA[Singer-Songwriter]]></category>
		<category><![CDATA[Solo]]></category>
		<category><![CDATA[The World Is Just a Shape to Fill the Night]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jahrgangsgeraeusche.de/?p=20637</guid>
		<description><![CDATA[Jesse Lortz liegt oft nachts wach. Ein Glas Milch und Leonard Cohens &#8220;Songs Of Leonard Cohen&#8221; können da helfen. Eine Akkustikgitarre spielt sanfte Akkordfolgen. Jesses Stimme klemmt sich in die Saiten und schafft das Wunder mit Gehauchtem, Dahingeschnoddertem, einem das Gefühl von Traumabewältigung zu verschaffen. 
Leichte Backgroundvocals, die sich um den Küchentisch versammelt haben, geben Jesse die nötige Unterstützung. Taschentücher oder schützende Hände sind griffbereit. Das Leben zieht an Jessie vorbei. Ein Windzug, ein Rotweinglas und ein Abschiedsbrief sind die letzten Eindrücke. Lortz benutzt das Singer-Songwriter-Genre, um sich alles von ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jesse Lortz liegt oft nachts wach. Ein Glas Milch und Leonard Cohens &#8220;Songs Of Leonard Cohen&#8221; können da helfen. Eine Akkustikgitarre spielt sanfte Akkordfolgen. Jesses Stimme klemmt sich in die Saiten und schafft das Wunder mit Gehauchtem, Dahingeschnoddertem, einem das Gefühl von Traumabewältigung zu verschaffen. <span id="more-20637"></span></p>
<p>Leichte Backgroundvocals, die sich um den Küchentisch versammelt haben, geben Jesse die nötige Unterstützung. Taschentücher oder schützende Hände sind griffbereit. Das Leben zieht an Jessie vorbei. Ein Windzug, ein Rotweinglas und ein Abschiedsbrief sind die letzten Eindrücke. Lortz benutzt das Singer-Songwriter-Genre, um sich alles von der Seele zu spielen. Die Chöre geben ihm Begleitschutz. Die Liebe scheint mit ihm durch zu sein und doch fleht er, dass es noch ein letzte Chance benötigt, um alles wieder ins Reine zu bringen. Tränen werden runtergespült. Auch die Gründe für sie. Das Volk versammelt sich um den Prediger, der ihre Sorgen auf seine Schultern nimmt. Rasseln verscheuchen die Geister.</p>
<p>Das Soloalbum des The Dutchess And The Duke-Sängers ist klanglich eine Reise in alte Zeiten. Country-Pferde werden gezäumt, der Folk bekommt etwas Sakrales. Einfache Melodien dienen als Couch für warme Worte, die eine Geige zulassen, aber auch den finalen Strick. Alle schön runter reduziert und warm. Doch das Fieber mergelt jeden Tagedieb irgendwann aus. Wer will hier wem vergeben und wer hat die Holzhütte nicht richtig abgeschlossen?</p>
<p>Sacred Bones bringt spitzen Platten raus, auch dieses Urgestein von Volksmusik darf sich in die Top Ten des Labels eintragen. Fein instrumentiert, bekommen die Songs eine Eigendynamik, die sich von steifen Produktionen absetzen. Egal, wie weit sich Jesse von zu Hause entfernt, der Geruch des Kamins und die Frauen in den weißen Gewändern weisen ihm den Weg zurück. Die Liebe ist wohl doch noch nicht mit Jesse durch. Halte durch! Zauberhaft.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2011-08-24/case-studies-the-world-is-just-a-shape-to-fill-the-night/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>TwinSisterMoon – Then Fell The Ashes…</title>
		<link>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2011-08-09/twinsistermoon-then-fell-the-ashes/</link>
		<comments>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2011-08-09/twinsistermoon-then-fell-the-ashes/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 09 Aug 2011 17:17:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zloty Vazquez</dc:creator>
				<category><![CDATA[2010]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Ambient]]></category>
		<category><![CDATA[Folk]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitleiste]]></category>
		<category><![CDATA[Drones]]></category>
		<category><![CDATA[Mehdi Ameziane]]></category>
		<category><![CDATA[Noise]]></category>
		<category><![CDATA[Then Fell The Ashes...]]></category>
		<category><![CDATA[TwinSisterMoon]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jahrgangsgeraeusche.de/?p=20153</guid>
		<description><![CDATA[Der Tod ist immer nah. Schon morgen kann der Spaß zu Ende sein. Zack! Heute! Deine Urne wird in den Wind gestreut. Nur TwinSisterMoon pustet vorher noch mal heftig in die Keramik, damit der erste Rotz weg ist. Deine Eltern schauen verstört. Das ist ein Freund von dir gewesen? Doch auch deine Freunde kennen TwinSisterMoon nicht. Dann wird es ja höchste Zeit, dass Mehdi Ameziane sich vorstellt. Er schimpft sich Folkmusiker. Deine Mutter schüttelt mit dem Kopf. Mehdi geht zum Auto und holt CDs. Mit Edding malt er ein Kreuz ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Tod ist immer nah. Schon morgen kann der Spaß zu Ende sein. Zack! Heute! Deine Urne wird in den Wind gestreut. Nur TwinSisterMoon pustet vorher noch mal heftig in die Keramik, damit der erste Rotz weg ist.<span id="more-20153"></span> Deine Eltern schauen verstört. Das ist ein Freund von dir gewesen? Doch auch deine Freunde kennen TwinSisterMoon nicht. Dann wird es ja höchste Zeit, dass Mehdi Ameziane sich vorstellt. Er schimpft sich Folkmusiker. Deine Mutter schüttelt mit dem Kopf. Mehdi geht zum Auto und holt CDs. Mit Edding malt er ein Kreuz auf die Hülle.</p>
<p><object height="245" width="100%"><param name="movie" value="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Fplaylists%2F1008297&#038;"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed allowscriptaccess="always" height="245" src="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Fplaylists%2F1008297&#038;" type="application/x-shockwave-flash" width="100%"></embed></object><span><a href="http://soundcloud.com/alteredzones/sets/twinsistermoon-then-fell-the">TwinSisterMoon: Then Fell The Ashes&#8230;</a> by <a href="http://soundcloud.com/alteredzones">alteredzones</a></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2011-08-09/twinsistermoon-then-fell-the-ashes/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Scott Matthew – Gallantry’s Favorite Son</title>
		<link>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2011-06-16/scott-matthew-gallantrys-favorite-son/</link>
		<comments>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2011-06-16/scott-matthew-gallantrys-favorite-son/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 16 Jun 2011 07:12:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zloty Vazquez</dc:creator>
				<category><![CDATA[2010]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Folk]]></category>
		<category><![CDATA[Kammermusik]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Pop]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitleiste]]></category>
		<category><![CDATA[Brooklyn]]></category>
		<category><![CDATA[Burt Bacharach]]></category>
		<category><![CDATA[Calypso]]></category>
		<category><![CDATA[Gallantry's Favorite Son]]></category>
		<category><![CDATA[New York]]></category>
		<category><![CDATA[Scott Matthew]]></category>
		<category><![CDATA[Ukulele]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jahrgangsgeraeusche.de/?p=19036</guid>
		<description><![CDATA[Scott Matthew schafft es irgendwie auf jedem Album, sein Gespür für Tragik noch zu verfeinern, ohne in die Kitschfalle zu tappen. Seine sparsam arrangierten Stücke besitzen Eleganz. Seine Worte sind weise gewählt. Er nutzt seine stimmlichen Ausdrucksmöglichkeiten, um aus kleinen Songs, große zu machen. Er schwebt, wie eine alte Trauereule über den Akkorden. Manchmal wirft er im Fluge ein paar Taschentücher ab. Vorsicht, es kann auch schon mal ein Sarg sein!
Seine Ukulele spielt die sanften Chords, während sich um ihm rum die Kammermusik breit macht. Nichts übernimmt die Überhand. Alles ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Scott Matthew schafft es irgendwie auf jedem Album, sein Gespür für Tragik noch zu verfeinern, ohne in die Kitschfalle zu tappen. Seine sparsam arrangierten Stücke besitzen Eleganz. Seine Worte sind weise gewählt. Er nutzt seine stimmlichen Ausdrucksmöglichkeiten, um aus kleinen Songs, große zu machen. Er schwebt, wie eine alte Trauereule über den Akkorden. Manchmal wirft er im Fluge ein paar Taschentücher ab. Vorsicht, es kann auch schon mal ein Sarg sein!<span id="more-19036"></span></p>
<p>Seine Ukulele spielt die sanften Chords, während sich um ihm rum die Kammermusik breit macht. Nichts übernimmt die Überhand. Alles wird auf Gleichstrom geschaltet und so fließen die Songs nur so aus ihm raus. Doch Scott versucht sich auch an neuen Dingen. Er lässt sogar mal ein Fünkchen Hoffnung und Lebenslust in seine Stücke. Auf einmal swingt der Wahl-Brooklyner, so als hätte Burt Bacharach ihm Tanzstunden geschenkt. Die Sonne scheint herein, der Traum von der Showtreppe bekommt neues Futter. Er weiß, dass er dafür natürlich den Bart stutzen müsste und vielleicht mal aufstehen von seinem Schemel, doch Scott bleibt lieber sitzen. Am liebsten würde er liegen. Schunkeln sollen die anderen.</p>
<p><a href="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2011/06/scott+matthew.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-19038" title="Scott Matthew" src="http://www.jahrgangsgeraeusche.de/wp-content/uploads/2011/06/scott+matthew.jpg" alt="" width="496" height="308" /></a></p>
<p>Niemand leidet so schön wie Scott. Er haucht und weint auf offener Szene. Als Zuhörer wünscht man ihm eine tolle Nacht, ein Erweckungserlebnis oder eine erwiderte Liebe. Manchmal aber auch einfach nur ein langes Leben, denn irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass es bald rum sein kann. Das Klavier hält sich zurück und tippt nur die Spitzen an. Scotts eigener Chor umkreist seine Leadstimme, die mit genügend Hall für die nächsten drei Platten ausgestattet ist. Die Ausreißer sind das Spannende am neuen Album. Das Geburtstagsständchen für seine Mutter zum Beispiel. Vergnügt pfeift Scott seine Dankbarkeit heraus. Sanfte Percussions treiben das Liedchen mit tollen Frauenbackingvocals in den Himmel. Wenn aus Freundschaft Familie wird. Wunderbar.</p>
<p>Scott übertreibt es aber nicht mit Gemütlichkeit. Der Tod wartet schon im nächsten Akkordwechsel. Man muss die Feste feiern, wie sie fallen. Der Teufel grinst sein diabolisches Grinsen. Matthew hat es mal wieder geschafft. Nach einigen Durchläufen brennen sich die Songs in dein Gehirn. Ach, Gehirn. In dein Herz. Du willst keinen Song mehr missen. Du liebst auf einmal die Reihenfolge. Alles macht jetzt Sinn. Zum Schluss gibt es einen Calypso der besonderen Art. Es wird geschnippt. Freude kommt durch die Ukulele. Ist da ein Lächeln zu sehen? Mist, wenn der Bart nicht wäre, könnte man es sehen.</p>
<p><iframe width="560" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/GzKaYCkk-ik" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.jahrgangsgeraeusche.de/2011-06-16/scott-matthew-gallantrys-favorite-son/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

