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Artikel in der Kategorie Folk

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[9 Feb 2012 | Kein Kommentar | ]
Amos Lee – As The Crow Flies

Amos Lee legt noch mal nach. Nach dem Nr. 1 Album Mission Bell ist es an der Zeit, den geneigten Countryisten weiteres Songmaterial aus der gleichen Session, welches wohl nicht mehr aufs Album passte, warum auch immer, an den Stetson zu klatschen.

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[24 Jan 2012 | Kein Kommentar | ]
Leonard Cohen – Old Ideas

Über Leonard Cohen darf man ja nichts Böses sagen, sonst springt einem die Musikpolizei in den Nacken, doch die feiert ja oft Alben, die sie sich nur in den Schrank, in die Sammlung stellt, aber nicht anhört. Ich muss schmunzeln, als mich der erste Song des neuen Leonard Cohen-Albums erreicht. Was habe ich auch erwartet? Genau das. Aber das langweilt mich. Leider!

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[20 Jan 2012 | Kein Kommentar | ]
First Aid Kit – The Lion’s Roar

Wieder einmal schaffen es Geschichten, zweistimmig vorgetragen, sich unaufhaltsam durchs Gestrüpp zu spielen. Emotionen werden mit uralten Mythen verquirlt, um sich dem Menschenleben so zu nähern, dass Tradition zur Werkschau und zu einem großen Plan wird.

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[12 Jan 2012 | Kein Kommentar | ]
Laura Gibson – La Grande

Hat es was mit Selbstbewusstsein oder Selbstvertrauen zu tun, wenn man aus der dunklen Ecke ins Licht steigt, um mit Rhythmik und Schlagzeug Songs laufen zu lassen? Hat man dann den Sprung aus der gekrümmten Haltung geschafft, die viele Folkmädchen inne haben, um noch zerbrechlicher zu wirken? Nein! Laura Gibson lässt sich treiben, sie lässt den Song laufen. Endlich!

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[11 Nov 2011 | Kein Kommentar | ]
Cass McCombs – Humor Risk

Cass McCombs bringt nun also in einem Jahr zwei Platten raus. Hut ab! Vielleicht hat ihm das betuliche Wit’s End nicht genügt. Das neue Album hat ein wenig mehr Drive in den Saiten. Natürlich bleibt auch hier die Stimmung im Kellerbereich, doch Cass zaubert immerhin noch Sonne in den Herbst.

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[6 Okt 2011 | Kein Kommentar | ]
Laura Marling – A Creature I Don’t Know

Laura Marling ist gewachsen. Ihre wahnsinnige Stimme, die natürlich an Joni Mitchell erinnert, hat eine Kraft, die sich im Folk der Jetztzeit von vielen absetzt. Ihr neues Album trägt eindeutig amerikanische Sterne. Die Britin hat ihre Songs noch komplexer arrangiert, was aber nicht heißt, dass sie überproduziert sind. Nie mehr als drei Aufnahmen wurden gemacht. Kleine Fehler bleiben einfach drin. So ist ihr neues Werk ein hoch musikalisches Erlebnis.

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[23 Sep 2011 | Kein Kommentar | ]
Wilco – The Whole Love

Wilco werden wieder musikalischer. Das könnte die Zeile sein, die reicht, um die Rezension abzufrühstücken. Ja, wäre die neue Scheibe nicht ein Highlight des Musikjahres 2011.

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[24 Aug 2011 | Kein Kommentar | ]
Case Studies – The World Is Just a Shape to Fill the Night

Jesse Lortz liegt oft nachts wach. Ein Glas Milch und Leonard Cohens “Songs Of Leonard Cohen” können da helfen. Eine Akkustikgitarre spielt sanfte Akkordfolgen. Jesses Stimme klemmt sich in die Saiten und schafft das Wunder mit Gehauchtem, Dahingeschnoddertem, einem das Gefühl von Traumabewältigung zu verschaffen.

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[9 Aug 2011 | Kein Kommentar | ]
TwinSisterMoon – Then Fell The Ashes…

Der Tod ist immer nah. Schon morgen kann der Spaß zu Ende sein. Zack! Heute! Deine Urne wird in den Wind gestreut. Nur TwinSisterMoon pustet vorher noch mal heftig in die Keramik, damit der erste Rotz weg ist.

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[16 Jun 2011 | Ein Kommentar | ]
Scott Matthew – Gallantry’s Favorite Son

Scott Matthew schafft es irgendwie auf jedem Album, sein Gespür für Tragik noch zu verfeinern, ohne in die Kitschfalle zu tappen. Seine sparsam arrangierten Stücke besitzen Eleganz. Seine Worte sind weise gewählt. Er nutzt seine stimmlichen Ausdrucksmöglichkeiten, um aus kleinen Songs, große zu machen. Er schwebt, wie eine alte Trauereule über den Akkorden. Manchmal wirft er im Fluge ein paar Taschentücher ab. Vorsicht, es kann auch schon mal ein Sarg sein!

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[9 Jun 2011 | Kein Kommentar | ]
Bon Iver – Bon Iver

Die Nacht wird durchgewacht. Der Marsch gibt dir Halt. Dir fallen die Augen zu, doch an Schlafen ist nicht zu denken. Bon Iver gibt sich größer und entspannter als noch auf “For Emma, Forever Ago”. Die Arrangements sind nun für die Wohnküche gemacht. Nicht mehr nur für den Schrank oder unter der Decke.

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[11 Mai 2011 | Kein Kommentar | ]
Laura Stevenson and The Cans – Sit Resist

Die Gitarre rutscht vom Stuhl. Mit spitzen Fingern fängt Laura Stevenson sie auf, schnallt sie um und schon kommen wundersame Laute aus ihrem Rachen, während ihre Hand ein schnelles Picking ausführt. Eine Bassdrum ploppt und streicht etwas Blau ins Gefühl und die Sonne hat wieder einen Mund.

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[1 Mai 2011 | Ein Kommentar | ]
Fleet Foxes – Helplessness Blues

Rockmusik bekam ein neues Gesicht. Man hatte das alte so satt, so dass man alles, nur nicht Rock machen wollte. Blöde Frisuren und das Groupiegetue waren wirklich am Ende. Man ließ sich wieder Bärte wachsen. Folk wurde aus der Traditionsecke gehoben und mit Harmonien versehen, die nicht nur Lagerfeuer, sondern auch Konzerthallen beschallen konnten. Rock bekam wieder Poetry zurück.

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[21 Apr 2011 | Kein Kommentar | ]
Cult Of Youth – Cult Of Youth

Robin Hood reitet durch Nacht und Wind. Auf dem Rücken hat er eine Violine geschnallt, um sich in dunklen Kaschemmen ein Bier zu verdienen. Er ist des Raubens müde. Die Kamera fliegt hinterher. Achtung, nicht Hollywood. Eher so eine Sat1-Movie-Kamera. Manchmal streift sie einen Ast. 3D brauchen wir nicht. So stellt sich das Privatfernsehen eine Wanderhure vor. Hebe den Rock! Lass Robin deinen Rächer sein!

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[17 Apr 2011 | Kein Kommentar | ]
Channel In Channel Out – The Author and The Narrator

Und wieder wächst eine unspektakuläre Hervorbringung in den Wäldern avancierter Hinzufügungsschleudern. Das Persönliche, das von großer Individualität geprägte Projekt, welches oft keinem bestimmten Genre zuzuordnen ist, scheint besonders dann reizvoll, wenn es Geschichten erzählen kann, und wenn es dem Künstler möglich ist, sich auf mehreren Ebenen zu äußern. Dann wird das Individuelle mit einer charmanten Note naiver Unberührtheit möglicherweise sogar ungewollt zu einem Markenzeichen.