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Artikel in der Kategorie Rezensionen

2010, 2012, Country/Western, Folk, Musik, Rezensionen, Thema, Zeitleiste »

[9 Feb 2012 | Kein Kommentar | ]
Amos Lee – As The Crow Flies

Amos Lee legt noch mal nach. Nach dem Nr. 1 Album Mission Bell ist es an der Zeit, den geneigten Countryisten weiteres Songmaterial aus der gleichen Session, welches wohl nicht mehr aufs Album passte, warum auch immer, an den Stetson zu klatschen.

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[8 Feb 2012 | Kein Kommentar | ]
Benjamin Damage & Doc Daneeka – They!Live

Eine belegte Stimme weint in zerhacktem Sample-Trigger-Rhythmus. Sie ist belegt, damit sie wenige Takte später unter Filtereinsatz freigeschält werden kann. Die Stimme ist Programm. Sie ist Programm für eine Stimmung der einsamen Melancholie, wie wir sie von Burial kennen. Diese urbane Betrübnis wird nun in den Club getragen.

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[7 Feb 2012 | 2 Kommentare | ]
Paul McCartney – Kisses on the Bottom

McCartney lehnt sich zurück und sein Blick wandert durch die Fotoalben seiner Eltern. In seinem Kopf versucht sich, eine Stimme Gehör zu verschaffen, die aber nicht mehr die Puste ihrer goldenen Zeiten hat. Auch die Bauchstimme gibt nur noch bruchstückhaft das wieder, was sie mal auf dem Kerbholz hatte. Und trotzdem ist das neue Album ein stimmiges Vintagegeschenk an die Liebe und nicht nur für Fans.

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[6 Feb 2012 | Kein Kommentar | ]
Bebe – Un Pokito De Rocanrol

Spanische Rockmusik hat es nicht leicht, in Deutschland Anklang zu finden. Natürlich gibt es einige bekannte Ausreißer wie Maná, die aber aus Mexico sind oder Heroes del Silencio, doch meist sind es die Plastiksommer-Lieder, die kurz in den Charts auftauchen, um dann als Maxis in den CD-Schränken zu verfaulen, wie im Trolley vergessene nasse Bikini-Höschen. Bebe lässt sich aber nicht beirren, reist sogar nach Paris, um noch mehr zu verwundern.

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[5 Feb 2012 | Kein Kommentar | ]
Leila – U & I

Düsternis fällt durch bemoste Gitter und rostige Stiegen. Von aufgeregten Höhen stampfender Rockismen, von Electro-Soul und Knartz-1 bis in tiefste Tiefen. Immer muss es sumpfen. Immer muss es dampfen. Es handelt sich um die Dämpfe aufgeregt knurrender Motoren oder um bedeutungsvoll schimmernde Schwefeleien. Bemüht verwirbelte Gasformationen fallen durch so manches Gitter bis in die Tiefen ambienter Irrnis. Und was bleibt am Ende hängen? Nichts.

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[2 Feb 2012 | Kein Kommentar | ]
Sharon Van Etten – Tramp

Sharon Van Etten schippert mit ihrer Simplizität auf dem großen Kahn, der auf den Namen PJ Harvey hört. Wie eine Galionsfigur hängt Polly Jean Sharon im Nacken, doch sie treibt sie auch an. Einige Peitschenhiebe später endet alles in Harmonie.

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[30 Jan 2012 | Kein Kommentar | ]
Adrian Zaar – Adrian Zaar

Vielleicht geht es hier gar nicht um die 80er. Ich glaube ja nicht an den Synthie-New Wave-Background von Zaar. Der Schweizer wildert doch einfach gnadenlos im Schlager-Dschungel, ohne mit der Wimper zu zucken.

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[27 Jan 2012 | Kein Kommentar | ]
Lana del Rey – Born to Die

Der musikindustrielle Generalstab präsentiert heute den neuen Masterplan. Das vorbildlich inszenierte Warten seit „Video Games“ findet ein Ende. Fast möchte man sagen: schade eigentlich!  Denn was soll jetzt noch kommen? Ernsthaft die Erfüllung der Erwartung auf ein Popalbum mit kometenhafter Durchschlagskraft? Oder Betörung durch die Aura einer jungen Stimme mit unkeuschem Touch? War es nicht vielmehr die Neugier auf den nächsten smarten Schritt strategischer Inszenierung, der bis heute die Aufmerksamkeit hochhielt?

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[26 Jan 2012 | Kein Kommentar | ]
Coeur de Pirate – Blonde

Béatrice Martin hat das Zeug, eine Vanessa Paradis mit Talent zu werden. Sie bringt schon sehr viel mit. Eine warme Stimme, einen lässigen Style und kompakte Sixties-Pop-Nummern, die den Female-Soul huldigen, sich aber nicht anbiedern, auch mal in verwandten Gegenden umherwandern und gar nicht wie Plastik klingen.

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[25 Jan 2012 | Kein Kommentar | ]
The Lemonheads – Hotel Sessions

Evan Dando schmeißt einen Walkman an. Er sitzt in seinem Hotelzimmer in Australien. Es ist 1992/93. Sonntagabend. Andere schauen Tatort über Satellit. Nicht so Dando. Er spielt lieber einige Lieder, die erst später auf “Come On Feel The Lemonheads” erscheinen werden.

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[24 Jan 2012 | Kein Kommentar | ]
Leonard Cohen – Old Ideas

Über Leonard Cohen darf man ja nichts Böses sagen, sonst springt einem die Musikpolizei in den Nacken, doch die feiert ja oft Alben, die sie sich nur in den Schrank, in die Sammlung stellt, aber nicht anhört. Ich muss schmunzeln, als mich der erste Song des neuen Leonard Cohen-Albums erreicht. Was habe ich auch erwartet? Genau das. Aber das langweilt mich. Leider!

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[23 Jan 2012 | Ein Kommentar | ]
Gonjasufi – MU.ZZ.LE

Gonjasufi wird ständig kritisiert. Ich verstehe die Aufregung nicht. Er hat doch nun nach seinem Überraschungscoup 2010 einen würdigen Nachfolger auf der Pfanne.

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[21 Jan 2012 | Kein Kommentar | ]
Mark van Hoen – The Revenant Diary

Wiedergänger oder Widergänger? Die schon über 250 Jahre alten Auswirkungen eines heute mehr als grotesk anmutenden Gelehrtenstreits kondensieren sich nur noch schal in kleinen Buchstaben aus. Ein blasser Hauch überlagert unscharf jauchzende Stimmen in der Ferne als Anmutung, als Andeutung. Im Flug. Als Medium.

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[20 Jan 2012 | Kein Kommentar | ]
First Aid Kit – The Lion’s Roar

Wieder einmal schaffen es Geschichten, zweistimmig vorgetragen, sich unaufhaltsam durchs Gestrüpp zu spielen. Emotionen werden mit uralten Mythen verquirlt, um sich dem Menschenleben so zu nähern, dass Tradition zur Werkschau und zu einem großen Plan wird.

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[19 Jan 2012 | Kein Kommentar | ]
Guided By Voices – Let’s go eat the factory

Der alte Indie-Rock-Zug tuckert wieder über Stock und Stein. Mit 21 Skizzen im Gepäck geht es auf eine musikalische Reise, die nur Kurztrips zu bieten hat. Bevor du im Atlas gegoogelt hast, sitzt Pollard schon wieder im Abteil und schneidet dir einen Apfel klein.