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Rolling Blackouts Coastal Fever – The French Press

2 Dezember 2017 Zloty Vazquez Kein Kommentar

Es gibt diese Tage, an denen man nach Jangle Pop giert. Man hat etwas Luft, der Tag ist grau und man hat Lust auf laute Musik.

Rolling Blackouts Coastal Fever aus Melbourne haben diesen Drive, der dich mitschrammeln lässt. Die Melodien sind so superb, dass man denkt, dass kann doch nicht wahr sein, warum ist diese Musik denn nicht morgens im Radio?

Vergleiche sind da schnell gezogen, doch muss man denn immer suchen? Klar, die Strokes waren mal geil und The Clean und die Feelies gut bis aufregend. Rolling Blackouts Coastal Fever haben ein Potenzial, welches ihre EPs locker in Albumcharts trägt. Kleine Hymnen geben dir ein Indie-Gefühl, das dieses Jahr irgendwie auf der Strecke blieb. Ich weiß, es gab ein paar tolle Gitarren-Alben, doch die Sucht nach einer Repeattaste hat nur dieses Team aus Melbourne bei mir heraufbeschworen.

Jeder Track ist ein Juwel für sich. Die Gitarrenarbeit ist vorzüglich und die Stimmen so jugendlich unbedarft, dass man sich diese Band live in sein Wohnzimmer wünscht. Der Beat treibt einen an. Der Tag ist sofort am Abend angekommen, bei Dosenbier, Mädchen in Band-Tshirts und Rüden, die sich um sie scharen, um einmal nicht mit der Hausfrau zusammen zu sein.

Rolling Blackouts Coastal Fever sind kein Geheimtipp, sie sind eine Offenbarung. Easypeasy-Musik, die nichts will, aber Tränen der Wehmut produziert. Wirklich schön.

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Zloty Vazquez

Zloty Vazquez lebt in Hamburg und schreibt bei Jahrgangsgeräusche Rezensionen. Er enttarnt außerdem Cover-Art-Kopisten in der Reihe ‚Original und Fälschung‘ und hat die Abstimmung ‚Die Wahl ist dein! ins Leben gerufen. Sein neues Blog ‚Salzweiß und Rosenrot‘ birgt Unmusikalisches.



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