Slug Guts – Playin’ in Time With the Deadbeat
Was ein Gebrabbel! Jimi Kritzler erzeugt Geräusche, die er wohl Text nennt, dreht diese durch den Hallkanal und macht am Ende eine große Schleife drum.
Ein besoffenes Saxophon bläst den No Wave-Marsch, das wiederum von scheppernden Snares, die aus der Automobilproduktion zu stammen scheinen, etwas Geleitschutz bekommt. Die Slug Guts drehen die Zeit zurück, sie feiern ihre eigene Birthday Party in ihrem Gun Club. Sogar mit PIL-Coverversion.
Sie zelebrieren eine sexuell aufgeladene Garagen-Selbstkasteiung auf Albumlänge. Das ist vielleicht der einzige Vorwurf, den man den Australiern machen kann. Sie haben ihren Sound, ihre Einstellungen gefunden, davon weichen sie keine Sekunde ab. Man wünschst sich mittendrin etwas mehr Finesse, etwas mehr Mut und Variantenreichtum. Immer nur den dunklen nackten Onkel zu mimen, zersetzt Jimi Kritzle merklich. Man sieht ihn nach zehn Minuten nicht mehr. Aber das Saxofon ist geil. Moving Heat ist mein Lieblingstrack. Dazu hat es also doch gereicht.
Slug Guts – Stranglin’ you too from vibrational disturbance on Vimeo.
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Zloty Vazquez lebt in Hamburg und schreibt bei Jahrgangsgeräusche Rezensionen. Er enttarnt außerdem