David Daniell / Douglas McCombs – Versions
Kraftvolle Drones durchziehen das Land. Manches pfeift auf dem Nachhauseweg. Anderes dreht jetzt erst durch, so kurz vor Toreschluß. Der Name Tortoise muss da fallen, ob man will oder nicht.
Daniell und McCombs treffen sich zu Sessions, die gerne an die sieben Stunden reichen, um dann daraus ein Album zu mixen oder viel mehr mixen zu lassen. Hier wurde nun die gleiche Session benutzt, die auch schon das 2009 Album Sycamore ausmachte. Diesmal darf sich Ken (aka Bundy K.), der sich ja auch im Tortoise-Umfeld bewegt, an den Aufnahmen versuchen. Er nimmt die fließenden Gitarrenströme und stellt sie den perkussiven Schlagzeugschlägen entgegen. Hypnotische Momente stehen immer auf der Kippe zur Langeweile. Sonnenstrahlen vermischen sich mit Unbehagen. Leichte Loops verstärken noch das Gefühl, dass hier Gitarren schwelgen sollen, die kleine Melodien zu Monstern aufziehen.
Daniell und McCombs geben gerne ab. Ihnen geht es um das Moment, um keinen Prozess oder Strukturierung. Ken mischt sich seine Version von Ambient zusammen. Er sieht schon eine Dramaturgie. Schön. Drei Livenummern auf einer seperaten Scheibe zeigen dann, dass das alles auch einen anderen ungemixten Fluss haben kann. Bergmusik für den Propheten.
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Zloty Vazquez lebt in Hamburg und schreibt bei Jahrgangsgeräusche Rezensionen. Er enttarnt außerdem