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Sun Araw – Ancient Romans

26 August 2011 Zloty Vazquez Kein Kommentar

Wenn die Orgel erst einmal steht, dann steht sie auch. Sie wird nicht mehr verschoben oder umhergetragen. Egal wie zerlegen irgendwann der olle Teppich aussieht. Wenn sie die Treppen rauf soll, dann müssen sich schon die Treppen in Bewegung bringen. Jetzt denk nicht so kompliziert, zieh einfach ebenerdig.

Sun Araw schaut im alten Rom vorbei, pustet einmal Wolfgang Helbig über die Schultern und verfängt sich im Traumgebilde eines Nero. Es wird sich Zeit gelassen, eine Höhle bekommt ihr Fett weg oder ist das ein Windzug? Wichtig bei Sun Araw ist die Selbstinszenierung. Der Klang spielt eine wesentliche Rolle. Es geht um Deutung und Versuch. Wie weit darf man es treiben, wie sehr liebt man Pink Floyd? Die Tracks plätschern, wie ein kleiner Wasserfall minutenlang herab. Eine Stimme kommt aus dem Dub-Nichts und singt Phrasen. Die Atmosphäre spielt die Musik. Psychedelische Rockmusik nimmt sich die Mütze von der Birne und streicht sich das klatschnasse Haar aus der Stirn.

Fünf Jahre lang begibt sich Angelino Cameron Stallone nun schon auf deepe Zonenreise. Drones kippen ins Gefühlige, Bongos huschen über Wüstenstaub und zehn Minuten sind und bleiben zehn Minuten. Synthesizer loopen sich nen Wolf. Wie bei einem Mantra werden Wiederholungen zur Beruhigung gereicht.

Die Nacht bricht herein, der Joint kreist wahllos durch die Hände und das Chaos regiert, doch auch in dieser Phase bleibt etwas Tantrisches übrig, was einen entweder unglaublich wuschig macht oder den letzten Nerv raubt. Such dir was aus!

Sun Araw: Ancient Romans by alteredzones

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Zloty Vazquez Zloty Vazquez lebt in Hamburg und schreibt bei Jahrgangsgeräusche Rezensionen. Er enttarnt außerdem Cover-Art-Kopisten in der Reihe 'Original und Fälschung' und hat die Abstimmung 'Die Wahl ist dein! ins Leben gerufen. Sein neues Blog 'Salzweiß und Rosenrot' birgt Unmusikalisches.

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