Home » 1970, 1976, Not Available, Zeitleiste

Not Available: John Fogerty – Hoodoo (1976)

31 März 2010 Daniel Decker Ein Kommentar

Nach seinem unter eigenem Namen veröffentlichtem Soloalbum verlor der ehemalige Creedence Clearwater Revival Frontman John Fogerty keine Zeit. Bereits im April 1976 veröffentlichte er mit “You got the Magic/Evil Thing” eine Single mit neuem Material. Dabei erschien der Vorgänger erst im September des vorangegangen Jahres.

“You got the Magic/Evil Thing” sollte dabei die Vorabsingle für ein kommendes Album namens “Hoodoo” sein, doch schon bald wurde der Releasetermin verschoben. Doch am angepeilten Datum stand “Hoodoo” dennoch nicht in den Läden, sondern wurde komplett gecancelt.

Nachdem die Vorabsingle floppte bot Fogerty das komplette Album Asylum Records an und das Label vergab eine Katalognummer (“Asylum 7E-1081″) und ließ die Platte samt Cover herstellen. Kurz vor der Veröffentlichung wurde das Album zurückgezogen.

Der Legende nach waren sich Labelchef John Smith und Fogerty einig, dass “Hoodoo” nicht der Qualität entsprach, die man von ihm gewohnt war. Obwohl die Erfahrung damals für Fogerty schmerzvoll war, sieht er die Nicht-Veröffentlichung als richtige Entscheidung: “Es war eine verwirrende und schmerzvolle Zeit damals. Dennoch halte ich die Entscheidung das Album nicht herauszubringen für richtig. Die Songs entstanden zwar inspiriert, aber die Umsetzung war unzureichend und unentschlossen. Wäre ich damals eine gefestigtere Person gewesen, hätte ich vielleicht härter an dem Album gearbeitet.”

Asylums Entscheidung war jedoch wohl eher aus kommerziellen Gesichtspunkten gefallen. “Hoodoo” war ein kurzes Album, gerade mal 9 Songs waren enthalten. Nachdem die Vorabsingle floppte war die Gefahr wohl zu groß, dass die Platte ebenfalls ein Mißerfolg würde. Außerdem waren von den 9 Songs bereits zwei auf der Single erschienen. Die übrigen sieben Stücke boten nicht wirklich weiteres kommerzielles Potential.

Fogerty selbst arbeitete jedoch weiter an dem Album. Seine Anstrengungen fruchteten allerdings nicht und er geriet in eine Schaffenskrise und verabschiedete sich für ganze neun Jahre von der Musik. In den 80er Jahren war der Frust über die misslungene Platte so groß, dass er Asylum anwies die Masterbänder zu zerstören, dennoch finden sich unzählige Bootlegs des Werks.

Tracklisting:
1. “You Got The Magic”
2. “Between The Lines”
3. “Leave My Woman Alone”
4. “Marchin’ To Blarney”
5. “Hoodoo Man”
6. “Telephone”
7. “Evil Thing”
8. “Henrietta”
9. “On The Run”

Ähnliche Artikel:





Share |
Daniel Decker Daniel Decker lebt in Köln und schreibt bei Jahrgangsgeräusche u.a. über Platten, die es nicht gibt. Sonst bloggt er als Kotzendes Einhorn und macht Musik.

Alle Artikel von Daniel Decker

Ein Kommentar »

Deine Meinung:

Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback von Deiner Seite aus schreiben. Du kannst auch subscribe to these comments via RSS die Kommentare verfolgen.

Sei nett, bleib sauber und spamme nicht!

Du kannst diese Tags benutzen:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Das ist ein Gravatar-enabled Weblog. Um einen eigenen Gravatar zu bekommen musst Du Dich bei Gravatar registrieren.