Artikel Archiv für Juli 2009
Veranstaltungen »
Am vergangenen Freitag gastierte William Bennett mit seinem aktuellen Soloprojekt Cut Hands im Düsseldorfer Salon des Amateurs. Bennett, als Mastermind der Gruppe Whitehouse bekannt, ist seit Ende der 1970er Jahre Experte für Industrial, Noise und allgemeine Grenzüberschreitungen. Neben den Mitgliedern von Throbbing Gristle und dem später nach Hollywood abgewanderten Graeme Revell vielleicht einer der einflussreichsten Protagonisten dieser Genres.
Folk, Musik, Rezensionen »
Streichel deine Instrumente! Sie begleiten dich ein Leben lang. Hol das Akkordeon aus dem Keller! Seefahrt war gestern. Handgemachte Musik übersteht jeden Puls der Zeit. Kuschel dich ein und sing ein kleines Lied für deine Kinder und all die lieben Menschen in deinem Dunstkreis. “You are already free.” Zweistimmig trällern macht einfach tierischen Spaß. Pärchen legen ihre Hände auf die Knie und blicken in den Himmel. Träumen kann so schön sein. Akkustische Instrumente untermalen deinen Lebensstil, der für andere sinnloses Hippiegeplänkel bedeutet.
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Die Profis sind ein must have been Popphänomen. Okay, sie schafften es bis in die Kultsendung Formel 1, auf den LP-Sampler „WDR-Rockstudio Nr. 3“ und genießen auch heute noch einen ungeheuren Kultstatus. Musiker wie Bernd Begemann zählen zu ihren Fans und Sänger Ralf Schienke produzierte u.a. Family 5, Stunde X und die S-Chords. Dennoch, der große Erfolg blieb ihnen leider verwehrt.
Disco, Elektronik, Musik, Rezensionen »
Seitenwege, vermutlich Seitenwege. Abschüssige Seitenwege führen zurück ins Tal. Unten ein Schützenfest. Von irgendwo her weht infernalisches Getrommel. Wer hat den betrunkenen Mann mit der Pauke bestellt? Syntiegefiepe fliegt von hinten ein. Ohne Mühe wird dieses von dem Mann mit der Pauke niedergemäht.
Der Erfolg von Ed Banger hat einige Franzosen ja mächtig enthemmt. Und Joakim offensichtlich ein wenig genervt. Denn jetzt hält er dagegen, mit einer Zitatensammlung unter dem Arm.
Klassiker »
Ein Monat vor Woodstock. August 1969. John Fogerty haut mit CCR, wie eingefleischte Fans sie nennen, ein Bündel Hits raus, die auch heute nichts an Wert und Musikalität verloren haben. Eigentlich steht der Rock’N’Roll vor dem Aus. Doch CCR schaffen eine Neuinterpretation des Genres und schielen mit dem einen Auge nach New Orleans, mit dem anderen auf die Rockabilly-Tolle. Die magische dritte Iris beobachtet Country&Western-Herbergseltern. Nur neun Songs reichen aus, um die Jungs in die erste Liga der Hitgiganten zu spülen. Die Rhythmen und Melodien prägen sich jedem Hörer von …
Folk, Musik, Pop, Rezensionen »
Labelbetreiber sind schon ein komisches Völkchen. Musik ist ihr Leben. Chemikal Underground hat einige Leben gerettet. Alun Woodward sogar mit seiner Band “The Delgados” mehrere Male meins. Doch das ist lange her. Nun schmeißt der Labelboss seine eigene schottische Party. Schrulligkeiten reihen sich mit opulenten Märchen in die Historie ein. Aluns Akzent macht alles noch authentischer. Die Dartpfeile fliegen tief. Lang lebe Schottland!
Elektronik, Musik, Rezensionen »
Ben Klock verpresst zwar nicht den reduziertesten Minimal Techno, aber er ist ziemlich nah dran. Er weiß sehr gut zu unterscheiden, was an einem Clubtrack essenziell ist und was nur Plüsch. Supermayer werden ihm auf die Dauer zustimmen, zustimmen müssen.
Ben Klocks stärkstes Charakteristikum ist das vehemente Eindampfen tonaler Elemente. Alles um die Kernidee des 4/4tel-Drum-Patterns herum wird in die Zentrifuge gesteckt und hinausgeschleudert, wenn es zu prahlerisch ist. Was dann noch übrig bleibt, sind hintergründige Ambiencen, leichte Andeutungen eines weichen Basses, hier und da ein synkopisches Arpeggio-Synth-Motiv – immer sehr …
Musik, Pop, Punk, R'n'B, Rezensionen, Rock »
Lang lebe die Schnelllebigkeit! In London sowieso. Hält alles einen Sommer? Ebony Thomas trägt das Josephine-Baker-Gedächtniskleid voller Stolz. Es zwickt auch nicht. Ihre Outfits sind eh für die Galerie. Von Rat Scabies entdeckt vollführt Ebony als weiblicher Krusty The Clown eine durchgeknallte Flugreise durch ihr Kinderzimmer.
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Eine einmalige Sache, drei Brüder, drei Soloalben, alle zur selben Zeit aufgenommen und kein einziges ist veröffentlicht. Doch erst mal zurück: 1958 gründeten die Zwillingsbrüder Robin und Maurice zusammen mit ihrem älteren Bruder Barry in Australien die Bee Gees, wo sie innerhalb von wenigen Jahren zu Teenie Stars aufstiegen. 1966 siedelten die Jungs wieder nach England über, wo sie aufgewachsen waren. Verstärkt durch den Gitarristen Vince Melouney und den Drummer Colin Peterson konnten sie bereits 1967 mit „New York Mining Desaster 1941“ einen ersten Welterfolg verzeichnen. Doch bereits zwei Jahre …


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