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Neil Young Live – Köln 19.06.2009

21 Juni 2009 Axel Ganz Kein Kommentar

Der Tanzbrunnen in Köln bot am Freitag Abend eine perfekte mittsommerliche Kulisse für das Gastspiel des Altmeisters des einfachen Rocksongs mit der ewig jungenhaft spitzen Stimme. Extrem pünktlich und unspektakulär leise betraten Neil Young und seine fünfköpfige Electric Band, zu der auch seine Frau Pegi unter anderem Backing Vocals, Piano- und Vibraphonspiel beisteuert, die Open-Air-Bühne nahe der Rheinpromenade.

“Hey, hey, My, My (Into the Black)” eröffnete krachig melancholisch das Programm. Ein Stück, das nicht nur eine der Kernaussagen Neil Youngs formuliert, sondern ebenso offenbart, wo eine Gruppe wie Dinosaur Jr. ihre Wurzeln verorten kann. So nahm Neil Young während des ersten Teil der Programms die elektrische Gitarre nicht mehr aus der Hand. Die Sonnenbrille blieb dabei sein unverzichtbares und schlichtes Requisit. Er wippte sich mit unpretenziöser Spielfreude durch “Are you ready for the Country”, “Pocahontas” und “Cinnamon Girl”.

Nach einer kleinen Umbaupause war die Sonnenbrille weg. Und die E-Gitarre auch. Es wurde mit Steel Guitar und einmal sogar Harmonium introvertierter und zerbrechlicher. Heraus stachen das After The Goldrush Stück “Don’t let it bring you down” und “Unknown Legend”. Auch eine Buffalo Springfield Nummer durfte nicht fehlen (“On the Way home). So war es schließlich ein Leichtes die dramaturgische Klammer des zweistündigen Programms zu schließen mit, … natürlich “Rockin’ in the free world”.

Neil Youngs Gastspiel machte auf eindrucksvolle Weise deutlich, dass man sehr intensive musikalische Momente erleben kann, wenn die Darbietung kein unnötigen Zierrat braucht, der den Blick auf das Wesentliche verstellt. Ein Mann, der immer noch genau das sehr gut macht, was er kann und sich selbst und niemandem etwas beweisen muss. Als Zugabe gab es die vielteilige Beatles Nummer “A day in the Life” mit berückenden Gitarren-Feedbacks. Keep on … please.

Für Neil Young Biografen: The Searchable Neil Young Lyrics Database

Ein paar Fotos zum Abend gibts bei SurfGuard.


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Axel Ganz Axel Ganz lebt in Düsseldorf, schreibt bei Jahrgangsgeräusche Rezensionen und sammelt Geräusche sowie Fieldrecordings.

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