The Maccabees – Wall Of Arms
In der Kirche hallt immer alles so schön. Doch wenn es nach Kirche klingt, wirkt es auch automatisch ein wenig größer als es eigentlich ist. Das ist das Hauptproblem der Maccabees. Sie wollen groß sein. Sie greifen nach den von Arcade Fire verfeuerten Sternen. Manchmal erwischen sie sogar einen, doch des öfteren fahren sie mit leerem Körbchen heim.
Spielerisch gibt es nichts zu mäkeln. Die Gitarren klirren und treiben. Lockere Bläser unterstützen Orlando Weeks Predigerauswürfe. Viele bekannte Bands tauchen am Horizont auf. Wie eine Schützenzeltcoverband versuchen die Maccabees die Tanzfläche zu füllen. Man muss nur die richtigen Songs nachspielen.
Die schon genannten Arcade Fire scheinen es den Jungs aus London/Brighton besonders angetan zu haben.
Doch auch die Kollegen von Bloc Party, Pulp, U2 und den Editors werden mit Spaß um ihre GEMA beraubt.
Aber scheißegal!
“Wall Of Arms” macht Laune. Punkt. Mehr will man manchmal nicht von Popmusik. Knackige Songs, alles zuckt und der Sänger tanzt in schwarzer Kutte.
Britpop mit Pathos und Indiecrowdschweißbädern. Hoffentlich werden die nicht verklagt. Ich hab nichts gesagt…
Erschienen bei Fiction
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Zloty Vazquez lebt in Hamburg und schreibt bei Jahrgangsgeräusche Rezensionen. Er enttarnt außerdem
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