Au Revoir Simone – Still Night, Still Light

In den Picknickkorb passt keine Snare.
Drei Keyboards mit eingebautem Drumcomputer, eine Flasche Riesling und dünne Stimmchen liegen auf der Karodecke. “Werft noch schnell die süßen, weißen Kleider über. Gleich kommt die Presse!”
Der Himmel zieht sich zu. Annie Hart, Erika Forster und Heather D’Angelo bemühen sich ernst genommen zu werden. Doch alle Songs dümpeln in einer Belanglosigkeitssoße, so daß noch nicht mal ihre weißen Designerkleidchen dreckig werden. Man hat ständig Sylvia Kristel vor Augen, wie sie nackt auf einem Pferd, am Strand irgendwo in Frankreich, auf der Suche nach der Liebe des Lebens ist.
Musik für Menschen, die sagen, dass sie auch gern mal elektronische Musik hören. Musik für Mädelsabende mit Weight-Watchers-Kochkurs. Nichts ist fett! Betulich und hoffnungslos romantisch kommen die Girls aus Brooklyn daher. Für viele Menschen eine Platte zum Liebhaben. Mit diesen Menschen möchte ich nicht ins Bett. Langweilig!
Erschienen bei Moshi Moshi Records
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Zloty Vazquez lebt in Hamburg und schreibt bei Jahrgangsgeräusche Rezensionen. Er enttarnt außerdem
Stimmt! Und Sylvia Kristel reitet dann vom Strand aus, natürlich immer noch nackt, zurück in die Camargue.
Dort findet sie im tiefen Schilf ihren Frosch fürs Leben und wohnt bestimmt auch heute noch glücklich und zufrieden in ihrer kleinen selbst gestrickten Hütte aus Hanf.
[...] sparsamen Arrangements leben von der halligen Liveatmosphäre. Ähnlich vielleicht wie bei Au Revoir Simone, nur vor ungefähr zweihundert Jahren. Man muss schon genau zuhören. Vielleicht sollte man liegen. [...]
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