Home » 2000, 2009, Jazz, Rezensionen, Zeitleiste

Bill Wells and Maher Shalal Hash Baz – Gok

9 Mai 2009 Zloty Vazquez 2 Kommentare

Wir schreiben das Jahr 2004. Diesmal ist Tokio der Ort für Disharmonie. “Aufgepasst! Die Recordtaste wird gleich gedrückt. Alles aus den zwei bisherigen Proben bitte schnell vergessen! 3..2..1.. los!”

Bill Wells und sein japanisches Amateurorchester versuchten es ein zweites Mal. Nur zehn Tage nach der ersten Aufnahme gings wieder ins Studio. Natürlich wurden einige Positionen umbesetzt, um Fehlerquellen zu maximieren. Die Playlist blieb aber dieselbe. Nach Osaka nun also Tokio. Die Produktion wurde amtlicher, die schiefen Töne noch schöner und der Duft der Anarchie beglückender. Einige Stücke stammen aus Wells Zusammenarbeit “Pick up sticks” mit Stefan Schneider, Annie Whitehead und Barbara Morgenstern.

Wer das vor drei Jahren auf Karaoke Kalk erschienende Werk “Osaka Bridge” besitzt, sollte hier dennoch erneut zuschlagen. Denn das Wunder in neuem Gewand zu genießen, macht einfach wieder unglaublichen Spaß. Mut zur Unprofessionalität wird endlich belohnt und der Hörer lächelt und wünscht sich nichts sehnlicher als eine Reise nach Japan, um dort jedem einzelnen Orchestermitglied auf die Schulter zu klopfen oder am besten noch freundschaftlich zu knutschen.

In meinem Testament wird “Gok” als Beerdigungsbeschallung festgelegt. Es lebe die Musik!

“Gok” erscheint auf domino/geographic

Ähnliche Artikel:





Share |
Zloty Vazquez Zloty Vazquez lebt in Hamburg und schreibt bei Jahrgangsgeräusche Rezensionen. Er enttarnt außerdem Cover-Art-Kopisten in der Reihe 'Original und Fälschung' und hat die Abstimmung 'Die Wahl ist dein! ins Leben gerufen. Sein neues Blog 'Salzweiß und Rosenrot' birgt Unmusikalisches.

Alle Artikel von