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Gregory Taylor: Amalgam:Aluminium/Hydrogen

27 April 2009 Dr. Wu Ein Kommentar

Kann man einen künstlichen Diamanten von einem natürlichen unterscheiden? Kann der menschliche Hörsinn regenerieren? Was war eigentlich noch mal Granularsynthese? Wann schmilzt Aluminium? Sollten wir wieder mehr Zwieback essen? Wie werden wir Winfrid Trenkler? Was hat Gamelan mit Glitch zu tun? Bekommen wir auf all diese Fragen Antwort von Gregory Taylor? Ja, so ziemlich.

Doch Vorsicht! Nur scheinbar haben wir es bei seinem Erstling mit Ambient-Gefälligkeiten zu tun. Tatsächlich werden die zentralen Ebenen der Komposition geschickt mit einander verwoben. Klangfarben und rhythmische Strukturen entwickeln sich anscheinend selbst ihren eigenen Kompositionsalgorhythmus, in Echtzeit.

Nichts ist hier beiläufig, nichts nur so dahin gespielt. Mutationen changierender Klangwolken entwickeln sich um ihrer selbst Willen, jedoch nicht, um Atmosphäre zu heischen. Sie haben Zeit. Zeit sich gegen und durcheinander zu reiben, sich weiter zu treiben – in aller Langsamkeit – zu verdrehen und ineinander zu fräsen, um dann wieder auseinander und gegeneinander zu laufen. Aber immer nur minimal. Und nur für eine Weile, für ein paar Takte. Welche Takte? Keine Takte. Auf einer Welle vielleicht. Die eine, die besondere, die mit sich selbst spielt. Als “Game of Life” der Klänge mäandert sie weiter, als organische Kompositionsmaschine aus Pangäa.

Das Album “Amalgam: Aluminium/Hydrogen” von Gregory Taylor ist 2007 bei Palace of Lights erschienen.

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Ein Kommentar »

  • Pantha Du Prince – Black Noise | Jahrgangsgeräusche schrieb:

    [...] spricht auch die darin enthaltenen Idee, sich die Stabilität von Minimal Music anzueignen, was Gregory Taylor allerdings vor zwei Jahren mit ähnlichem Impetus schon besser umgesetzt hat. Es hilft nichts, im [...]

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