[8 Feb 2010 | Keine Kommentare | Dr. Love ]
Yamon Yamon – This Wilderlessness

Die alte Post-Rock-Mühle ist wieder in Betrieb. Doch Tretmühlen sind eine schweißtreibende Angelegenheit. Yamon Yamon haben dickes Aufgabenmaterial angeschleppt. Jetzt muss alles fein zerkleinert werden. Das Endprodukt soll so feinkörnig sein, dass es dir durch die Finger rinnt. Schwer bei so viel Ideen-Overdose. Irgendetwas wird stückig bleiben und muss wohl noch einmal von Hand nachbearbeitet werden. Gitarrenfiguren pressen sich durch Walzenstühle, aktive, ja fast wibbelige Rhythmik dient als Windersatz. Am Ende findet jedes blinde Huhn ein Korn, denn zu Staub zerfällt hier nichts.

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[6 Feb 2010 | Keine Kommentare | Dr. Wu ]
Pantha Du Prince – Black Noise

Große Teile zerfallen in kleinere. Kerne zerfallen in Isotope. Von großen Sätzen bleiben später oft nur scharfkantige Worthülsen. Der Wind entreißt den Porenkapseln des Mohns seinen Sameninhalt und verteilt diesen wie aus einem Salzstreuer gegossen über seiner Umgebung. Wenn die Tage der Aristokratie gezählt sind, zerfallen einst tief empfundene große Gefühle in restaurative Sentimentalität und kleinmütige Missgunst.

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[5 Feb 2010 | Keine Kommentare | Dr. Love ]
The Hot Rats – Turn Ons

Coverbands können dir schon mal den Tag versüßen. Es muss ja nicht immer das Festzelt sein. Bei den Hot Rats ist dies auf jeden Fall vorprogrammiert. Sie umschiffen clever die Gaudi und lassen Coversongs-Fanatiker klatschnass im Regen stehen. „Was, die Songs kenne ich ja gar nicht! Die sollten mal was covern, was ich kenne! Bringt doch sonst nix! Und überhaupt, das sollen mal Hits gewesen sein? Glaube ich nicht!“ Weiterlesen »

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[4 Feb 2010 | Keine Kommentare | Dr. Love ]
Yeasayer – Odd Blood

Im Restaurant bestellen Yeasayer immer drei Hauptgänge und einen großen Teller. Alles wird zu einer Pampe zermatscht und zusammen mit nur einer Gabel verspeist. Man muss sich halt vertrauen können. Unter dem Tisch werden kleine Rekorder aufgestellt. Yeasayer brauchen O-Töne. „Odd Blood“ will anders sein und ist anders. Geräusche und obskure Töne leiten jeden Song durch den selbst auferlegten Wahnsinn. Weiterlesen »

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[3 Feb 2010 | Keine Kommentare | Dr. Love ]
Strong Arm Steady – In Search Of Stoney Jackson

Ab wann darf man von einem Debütalbum sprechen? Sind Mixtapes schon eine richtige Veröffentlichung oder nur eine Ansammlung? Im Hip-Hop ist da die Grenze fließend und Tapes, so wie Rough-Mixe kursieren durch deinen Kiez oder liegen in brennenden Mülltonnen. So schnell kann der Gangster gar nicht nachladen und schon wieder bekommt er neuen Stuff um die Ohren geballert. Weiterlesen »

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[2 Feb 2010 | 2 Kommentare | Dr. Love ]
Midlake – The Courage Of Others

Sich vom Pop zu distanzieren, scheint ein respektabler Weg zu sein. Midlake wollen gar nicht in der Plastikwelt auf Genre-Parties spielen. Die Grammys sind für die Jungs wohl eher Werkzeug, um Geröllmassen zu zerkleinern. Das Scheinwerferlicht ist halt kein Tageslicht und nur nachts sind alle Eulen grau. Lieber bleiben sie eine Fata Morgana und flimmern am Ende des Horizontes. Weiterlesen »

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